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Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Dienstag, 2. Februar 2016

Darstellung des Herrn - 2. Feber 2016

Mit dem heutigen Fest der Darstellung des Herrn wird das von Papst Franziskus ausgerufene "Jahr der Orden" feierlich beendet. Der Papst gab den Frauen und Männern des geweihten Lebens drei Ziele zur Reflexion mit auf ihren Weg: Erstens sollen sie dankbar auf die Vergangenheit ihrer Gemeinschaften schauen; zweitens hat er sie eingeladen, die Gegenwart mit Leidenschaft zu leben, und drittens hat sie der Papst ermutigt, die Zukunft voll Hoffnung zu ergreifen. Dieses Programm berührt doch die Frage, die sich im Grunde jeder Mensch stellt: Wie kann mein Leben gelingen? Der Dreischritt, den Papst Franziskus vorschlägt, kann uns helfen, auch unser Leben als getaufte Christen tiefer zu reflektieren, wozu ich sie alle in dieser Predigt einlade!

Dankbar auf das Leben schauen: In der Dankbarkeit gewinne ich das rechte Verhältnis zu meiner Vergangenheit. Bewusst zum Ausdruck gebrachte Dankbarkeit kann mir helfen, ein rechtes und vor allem versöhntes Verhältnis zu meiner Vergangenheit zu bekommen. Schauen wir dankbar auf das Leben und wir werden trotz aller Verwundungen versöhnt mit der Vergangenheit sein!

Die Gegenwart mit Leidenschaft leben: Als Mose Gott nach seinem Namen fragte, sagte dieser: "Ich bin der Ich bin da." Gott sagt nicht: "Ich war einmal da." Er sagt auch nicht: "Ich werde da sein." Nein, Gott sagt es in der Gegenwartsform: "Ich bin da." Im Hier und Jetzt meines Lebens ist Gott da. Das heißt: "Ich lebe jetzt und heute, ich lebe voll und ganz, und das Leben ist es wert, gelebt zu werden. Leben wir die Gegenwart mit Leidenschaft – Gott ist mit uns!

Die Zukunft voll Hoffnung ergreifen: Was das für mein Leben als Christ bedeuten kann, finde ich sehr schön wiedergegeben in der Aussage von Oscar Wilde: "Der einzige Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Sünder ist, dass der Heilige eine Vergangenheit hat und jeder Sünder eine Zukunft." Ergreifen wir daher trotz aller Herausforderungen, Probleme und Niederlagen mit Hoffnung jeden Tag von neuem die Chancen, die uns geschenkt sind, gestalten wir mit unseren Fähigkeiten mit – dann haben wir nicht Angst vor der Zukunft!

Was Papst Franziskus den Ordensleuten ans Herz gelegt hat, ist für jeden Christen ein guter Rat für ein gelingendes Leben: Dankbar auf das Leben schauen – Die Gegenwart mit Leidenschaft leben – Die Zukunft voll Hoffnung ergreifen! Tun wir das und bringen wir wie Maria und Josef unser Opfer im Tempel, indem wir Gott unser Leben weihen und um seinen Segen bitten! Ich wünsche uns allen, dass wir wie Simeon und Hanna Warten-Können und immer mit Gott in unserem Leben rechnen – wir sollen wissen: Gott ist mit uns!

Als Bischof danke ich allen Ordensleuten in unserer Diözese, dass sie mit ihrem Ordenscharisma und persönlichem Einsatz unser Land bereichern, sage Vergelt´s Gott für ihr Beten und Arbeiten und ich erbitte unserer Kirche gute Priester- und Ordensberufungen sowie auch viele Christen, die aus Taufe/Firmung leben und unsere Kirche und Gesellschaft mitgestalten! Danke auch den Ordensgemeinschaften und dem Bischofsvikar für die Orden für jedes Gebet und alle Initiativen in diesem "Jahr der Orden" – möge es reiche Früchte tragen!

Vergessen wir nicht: der Auftrag von Papst Franziskus an die Ordensleute ist mit dem "Jahr der Orden" nicht beendet, sondern gilt weiter und sogar jedem Christen: Dankbar auf das Leben schauen – Die Gegenwart mit Leidenschaft leben – Die Zukunft voll Hoffnung ergreifen. Gottes Segen begleite uns dabei! Amen.