Diözese Eisenstadt - Menü
Aktuell - Menü
Bischof - Menü
Über uns - Menü
Pfarren - Menü
Kirchenbeitrag - Menü
Frauen, Männer, Familie - Menü
Junge Kirche - Menü
Bildung - Menü
Für die Seele - Menü
Info, Hilfe - Menü
Diözese Eisenstadt - Seitentitel
Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Mittwoch, 25. Februar 2015

Pendlermesse der Burgenländer im Stephansdom - 25. Feber 2015

„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen ... aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“ Sie alle kennen wohl diese alten Sprichwörter. Sie wollen uns sagen: Lebe nicht in der Vergangenheit und träume nicht von der Zukunft, sondern lebe in der Gegenwart, im hier und heute! Nütze den Augenblick mit all seinen Möglichkeiten und vertröste dich nicht auf das morgen oder schiele nicht neidisch auf den Anderen! Das gilt nicht nur für unseren Alltag. Das gilt genauso für unseren Glauben.

Wie oft kann man im täglichen Leben selbst von frommen Christen hören: Beten werde ich, wenn ich alt bin. In die Kirche und zum Gottesdienst gehe ich, wenn ich Zeit habe oder wenn mir gerade danach ist: bei Taufe, Erstkommunion, Firmung, Hochzeit, Begräbnis. Die Bibel lesen und betrachten, das ist etwas für Kinder, Priester, Ordensleute, aber nichts für aufgeklärte und moderne Menschen. Das sind nur Geschichten. Außerdem habe ich ohnehin eine wertvolle Bibel im Schrank stehen. Anderen verzeihen, das tue ich nur, wenn sie den ersten Schritt tun. Schließlich kann ich ja ohnehin nicht vergessen, was mir angetan wurde. Anderen helfen, das brauche ich nicht, denn dafür gibt es ohnehin die Caritas, das Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen. Außerdem, selbst ist der Mann.

Gott hat in der heutigen Lesung Jona in die große Stadt Ninive geschickt mit dem Auftrag: „Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört! Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus, und alle, Groß und Klein zogen Bußgewänder an – auch der König legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.“ Jona hat nicht gesagt: Beginnt damit, wenn es euch angenehm und danach ist. Jona hat Gottes Auftrag ernst genommen und ausgeführt und den Menschen in Ninive gesagt: Beginn damit noch heute! Nimm Gott in deinem Leben ernst, denn morgen kannst du schon vor ihm stehen! Jona möchte uns damit nicht Angst machen. Er will uns vielmehr gleichsam an der Hand nehmen und wie eine gute Mutter auf den Weg zum Vater führen, uns helfen, dass wir schon heute damit beginnen und auf dem Weg zu Gott nicht die Orientierung und den Mut verlieren.

„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen ... aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ – das sind nicht nur schöne Sprichwörter, sondern diese alten Weisheiten sind im Leben der Propheten, Heiligen und vieler Wirklichkeit geworden, besonders auch im Leben Marias: beim Besuch des Engels in Nazareth, bei der Hochzeit in Kana, beim Kreuz auf Golgotha. Maria zeigt uns, dass sie in ihrem Leben das Heute gelebt hat. Sie hat gehört und geschwiegen, geduldig getragen und ertragen, betrachtet und gebetet – als die Zeit dafür da war! Folgen wir ihrem Vorbild und leben wir im Heute, denn das ist entscheidend für unser persönliches Heil und für die Rettung der Welt!

„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen ... aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ – diese Sprichwörter erinnern uns an die Botschaft Gottes an die Menschen in Ninive, die wir nicht überhören und aufschieben, sondern noch heute beginnen sollen zu leben: Das Gebet in Familie und Pfarre wiederum mehr pflegen – Umkehr, Buße, Fasten üben durch den Empfang der Beichte und das Freitagsopfer, wo wir bewusst auf etwas verzichten – unser Leben in den Dienst Gottes und der Menschen stellen!

Dieser traditionelle Gottesdienst der burgenländischen Pendler hier in Wiener Stephansdom ist die neuerliche Einladung an uns alle die Botschaft des Jona an die Menschen in Ninive heute im Alltag zu leben und nicht aufzuschieben. Als Bischof danke ich euch allen für euer Bemühen, eure Treue und euer Glaubenszeugnis! Trotz aller Herausforderungen, manchen Gegenwind, Zweifel, Enttäuschungen und auch Niederlagen, lasst darin nicht nach!

Wäre es nicht schön, wenn man auch von uns – wie von den Menschen in Ninive – sagen könnte: Die Leute in Wien, im Burgenland und in Österreich glaubten Gott. Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit mit der Umkehr zu beginnen – fürchten wir uns nicht davor, auch wenn wir scheinbar etwas verlieren, wir können letztlich nur gewinnen!

Und vergesst im Alltag nicht, dass die alten Weisheiten auch für das religiöse Leben gelten: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen … aufgeschoben ist nicht aufgehoben!“ Ich wünsche uns allen viel Freude, Mut und Entschlossenheit auf dem Weg der Umkehr durch diese Fastenzeit hin zum Osterfest! Amen.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Fastenhirtenbrief 2015

Liebe Diözesanfamilie!

„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!" Wenn Jesus mit diesen Worten die Menschen zum Glauben einlädt, dann spricht er gleichzeitig die große Vorbedingung dazu aus. Er sagt: "Kehrt um!". So sind Glaube und Umkehr aufeinander bezogene Forderungen Gottes an den Menschen, zugleich aber auch die österlichen Gaben des Auferstandenen an uns. Daher will ich am Beginn dieser österlichen Bußzeit mit Euch über etwas sprechen, das für unser ganzes Leben von entscheidender Bedeutung ist, jedoch in große Vergessenheit geraten ist: die Beichte.

Allein das Wort erweckt in vielen Menschen bei uns unangenehme Gefühle. Diese Gefühle reichen von totaler Ablehnung bis hin zu völliger Gleichgültigkeit. Von den einen abgelehnt, weil sie den Beichtstuhl vielleicht tatsächlich als Ort der Demütigung oder der Indiskretion erlebt haben, und von den anderen ahnungslos belächelt, weil sie nie erfahren durften, was für ein Geschenk die Beichte für den Menschen eigentlich ist: so ist dieses Sakrament zunehmend nicht nur zum ungeliebten und vergessenen, sondern auch zum unbekannten Sakrament geworden. Doch gerade darin liegt für unsere heutige, an Geist und Geistlichkeit so arme Zeit die große Chance, die befreiende und belebende Wirkung der Beichte neu zu entdecken. Als Beichtvater wie als Sünder, der selbst zur Beichte geht und genau weiß, wie schwer dieser Schritt sein kann, bin ich überzeugt: der Beichtstuhl ist der Ort, an dem nicht nur der Einzelne, sondern die ganze Welt ihre größte Reparatur erfahren kann.

Die Beichte ist das Sakrament der Umkehr, denn sie vollzieht die Umkehr, zu der Jesus uns aufruft – die Rückkehr zum Vater, von dem sich ein Mensch durch die Sünde entfernt hat. Sie ist daher auch das Sakrament der Buße, weil sie einen persönlichen Schritt der Umkehr, der Reue und Genugtuung des sündigen Christen darstellt. Das Bekenntnis unserer Sünden vor dem Priester ist ein wesentliches Element dieses Sakramentes. Dadurch wird es zum Sakrament der Vergebung, denn durch die sakramentale Lossprechung des Priesters gewährt Gott selbst dem Beichtenden Verzeihung und Frieden. Das macht die Beichte zum Sakrament der Versöhnung, denn es schenkt dem Sünder die versöhnende Liebe Gottes. Und durch diese Versöhnung wird die Beichte zum Sakrament der Heilung. Hier erfährt der Mensch die Wiederherstellung zerbrochener Beziehungen: zu sich selbst, zu seinen Mitmenschen und dadurch letztlich zu Gott, der den innersten Kern unseres Menschseins darstellt. Ein Mensch, der sagt, dass er ohne Sünde sei, die Beichte nicht brauche und alles mit und für sich selbst regeln könne, belügt sich selbst – das sagte schon der Apostel Johannes.

Dieser Selbstbetrug kommt in der heutigen Zeit dennoch häufig vor. Wir alle trennen und entsorgen zwar unseren Haushaltsmüll und kennen die Bedeutung von Recycling für uns und unsere Umwelt. Weil wir wissen, dass wir Menschen in einer sensiblen Beziehung zur Natur stehen, die unaufbereiteten Abfall auf uns selbst zurückkommen lässt. Die meisten von uns hätten zu Recht ein schlechtes Gewissen, einen alten Kühlschrank im Wald zu entsorgen oder Frittierfett in den Ausguss zu schütten. Doch wie sieht es mit der seelischen Müllentsorgung vieler Menschen aus? Der Akt seelischer Versöhnung mit sich selbst wird offensichtlich weit zurückhaltender praktiziert als jener der Versöhnung mit der Umwelt. Wäre es anders, bräuchten wir mehr Beichtstühle in unseren Kirchen. Dabei ist Gott der Meister des wahren „Recyclings“: Er, der sich in den Kreislauf des Lebens hineinbegeben hat, indem er selbst Mensch wurde und in Leiden, Tod und Auferstehung alle Tiefen und Höhen des menschlichen Lebens durchgemacht hat; Er, der in der Eucharistie Teil von uns selbst wird, ist auch der Eine, der sogar unsere schwersten Sünden verwandeln kann in Gutes. Aus dem Misthaufen unserer Fehler können Rosen wachsen, wenn wir unsere Schwächen erkennen und sie bewusst in Gottes gütige Hände legen. Papst Franziskus sagt es ganz klar: „Es gibt keine Situation, die Gott nicht ändern kann, es gibt keine Sünde, die er nicht vergeben kann, wenn wir uns ihm öffnen.“ Gott will nicht, dass unsere Seele zu einer Deponie für Sondermüll verkommt. Er will nicht, dass unsere fehlerhaften Haltungen wie ranziges Öl unseren Zugang zur Welt und zu Ihm verkleben und uns an unserer freien Entfaltung behindern! Gott ist unser Freund, er will unser Bestes, unser Heil und unsere Heilung.

Das führt uns zur entscheidenden Frage: Wie kann ich so beichten, dass es mir echte innere Heilung ermöglicht? Der bekannte Mailänder Kardinal Carlo Maria Martini hat uns drei Schritte aufgezeigt, wie wir das Sakrament der Versöhnung als echtes Geschenk erfahren können, das uns Frieden, Befreiung und Lebensfreude bringt. Diese drei Schritte helfen auch mir persönlich bei der Beichte jedes Mal sehr. Es sind drei einfache Bekenntnisse. Sie sind Teil der Weisheit, die die Kirche über Jahrhunderte hinweg angesammelt hat und dem Menschen heute als Arznei für die Seele anbietet:

- Das Bekenntnis des Lobes (confessio laudis): Ich beginne die Beichte mit Positivem, nämlich mit einem Bekenntnis der Dinge, für die ich Gott loben und danken möchte. Ich nenne das viele Gute beim Namen, das Gott in meinem Leben gewirkt hat: Ereignisse, die mir viel bedeuten; Menschen, die ich liebe; Situationen, in denen mir geholfen wurde. Es wird wohl Keinen unter uns geben, dem nichts einfällt, wofür er dankbar sein müsste. Und indem ich dankbar Rückschau halte, wird mir umso mehr bewusst, dass ich mich des vielen Guten durch mein Verhalten nicht immer würdig gezeigt habe. Diese Einsicht kann einen Menschen tief bewegen und echte Reue bewirken. Denn oft sind, wie Papst Franziskus sagt, „in unserem Leben die Tränen die Brille, durch die wir Jesus sehen“.

- Diese Reue führt uns als Beichtende zum Bekenntnis des Lebens (confessio vitae): zum ehrlichen Bekenntnis der Dinge in unserem Leben, von denen wir vor Gott wünschten, dass sie besser nicht da wären. Es ist der Moment, die "alten Kühlschränke" und anderen Sondermüll, den wir versteckt halten, offen anzuschauen. Es kommt hier nicht darauf an, nur seine Fehlhandlungen zu berichten bzw. sich anhand der Zehn Gebote abzuarbeiten. Ein solcher Automatismus führt meist nicht zu einer tiefgreifenden Veränderung des Menschen. Das Sakrament ist kein Zauberding, das uns von außen verwandelt wie der Zauberstab des Harry Potter. Graben wir daher tief hinein in unser Inneres und blicken wir – wenn es sein muss durch die Brille unserer Tränen! – auf die wunden Punkte, die Tiefenströmungen und negativen Haltungen, die uns immer wieder der Sünde ausliefern und die nicht gut sind für uns und unser Leben.

- Zum Schluss der Beichte sprechen wir ein drittes und letztes Bekenntnis, das Bekenntnis unseres Glaubens (professio fidei): Wir bringen darin unseren Glauben zum Ausdruck, dass Gott die Macht und die Barmherzigkeit besitzt, all unsere Sünden zu vergeben und uns von Neid- und Rachegefühlen, von Verbitterung, Eifersucht, Machtstreben, Geltungssucht und anderen Ersatzgöttern zu befreien. Ihn bitten wir um Lossprechung. Danach sind wir mit Gott versöhnt und können im alltäglichen Leben auch Zeugen für die Aussöhnung mit unserem Nächsten sein.

Liebe Schwestern und Brüder! Ich lade Euch alle ein, diese besondere Zeit vor Ostern auch als Zeit Eurer persönlichen Umkehr zu sehen. Als eine Zeit, um das eigene Leben wieder etwas intensiver zu reflektieren, es in seinen dunklen Bereichen aufzuhellen, um ein Stück mehr mit sich, mit den Mitmenschen und mit Gott ins Reine zu kommen. Jeder von uns weiß ziemlich genau, wo die unterbelichteten Stellen in der eigenen Biografie zu finden sind. Jenen unter uns, die regelmäßig beichten, wünsche ich dabei, dass das Sakrament für Sie nicht zur oberflächlichen Routine wird, sondern dass es immer wieder den Weg ins Innere finden kann. Jenen unter uns, die schon längere Zeit nicht mehr beichten waren oder überhaupt noch nie einen Beichtstuhl von innen gesehen haben, möchte ich Mut machen: Nehmt Euch selbst so wichtig wie Gott es tut! Verweigert Euch nicht dem wunderbaren Heilmittel der Versöhnung, das er für Euch bereithält! Legt den alten Menschen ab und lebt als neue Menschen! „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“ Die Priester bitte ich ganz besonders, auch selbst zur Beichte zu gehen und umgekehrt den Gläubigen eine gute Beichte zu ermöglichen und sie auf eine gute Beichte vorzubereiten – etwa durch Bußfeiern oder Abende der Barmherzigkeit. Solche Formen der Vorbereitung sind wichtig, sie ersetzen aber nicht die persönliche Beichte und dürfen auch nicht gegen die Beichte ausgespielt werden! Anders als in der pharmazeutischen Industrie ist das Sakrament der Buße und der Versöhnung ein Heilmittel, für das es keine billige Ersatzmedizin, kein Genericon und kein Placebo gibt.

Abschließend bitte ich Euch alle, auch heuer wieder die Fastenaktion unserer Diözese großzügig zu unterstützen. Immer, wenn wir etwas für die Armen geben, dürfen wir unsere Gabe auch als Zeichen des Bemühens verstehen, das eigene Leben zu verändern. Die Armen helfen uns somit bei unserer Bußfertigkeit und erinnern uns daran, wie sehr auch wir auf Hilfe und Barmherzigkeit angewiesen sind.

Gott schenke Euch eine erfüllte Fastenzeit, eine gute Beichte und lasse Euch mit großer innerer Freude das Osterfest feiern! Es betet für Euch, segnet Euch und bittet gleichzeitig um Euer Gebet und Euren Segen

+Ägidius
Bischof von Eisenstadt

Freitag, 13. Februar 2015

Diözesanwallfahrt nach Rom und Assisi - Petersdom, 12. Feber 2015

Nach der gestrigen Begegnung mit Papst Franziskus – dem Nachfolger Petri unserer Tage – haben wir uns als Diözesanfamilie in dieser Morgenstunde hier im Petersdom zur Eucharistiefeier versammelt, zum Höhepunkt unserer Wallfahrt. Wenn Pilger hierher in den Petersdom kommen, dann sind sie eingeladen 3 Dinge zu tun, über die ich mit Euch in dieser Predigt nun kurz nachdenken möchte.

Rompilger gehen im Petersdom zuerst zum Grab des heiligen Apostels Petrus, um an der sogenannten "confessio" ihren Glauben zu bekennen und zu erneuern.
"Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!" Dieses Glaubensbekenntnis der ersten Christen legt der Evangelist Matthäus dem Petrus in den Mund. Seit mehr als 2000 Jahren wiederholen Christen auf der ganzen Welt dieses Bekenntnis des Petrus und folgen Jesus nach. Auch wir sind mit der Taufe Jünger Jesu geworden, einmalige, wichtige Glieder der Gemeinschaft, die sich Kirche nennt. Bei unserer Taufe haben unsere Eltern, Paten und die Pfarrgemeinde dieses Glaubensbekenntnis stellvertretend für uns abgelegt. So notwendig und maßgebend dieses Bekenntnis für uns Christen ist – es reicht noch nicht es nur nachzusprechen, sondern es muss uns weiterführen zur Frage Jesu im Evangelium: "Ihr aber, für wen haltet ihr mich?" Es muss zur persönlichen Frage werden: Was bedeutet Jesus mir? Welche Rolle spielt er in meinem Leben? Was will er von mir ganz persönlich? Verliert der Glaube bei uns nicht deshalb seine Kraft, weil wir ihn nur aus Tradition übernommen, uns der Frage Jesu "Für wen hältst Du mich" nicht persönlich stellen, weil wir Gebet, Gottesdienst, die Feier der Sakramente, das Lesen und Betrachten der Heiligen Schrift vernachlässigen? Die Zukunft des Christentums wird davon abhängen, ob es uns gelingt, dieses alte Bekenntnis des Petrus wieder so lebendig werden zu lassen, dass es uns und andere neugierig macht auf Jesus, uns zur persönlichen Auseinandersetzung mit ihm führt. Petrus war nicht nur Vorbild im Bekenntnis, wir kennen auch seine Schwächen, sein Versagen und Fallen – ist er uns Menschen darin nicht ähnlich?

Rompilger gehen im Petersdom auch zum Grab des hl. Papstes Johannes XXIII.
Wir tun das heute ganz bewusst, weil gerade dieser Papst 1960 unsere Diözese errichtet hat. Er hat das 2. Vatikanische Konzil einberufen, und damit die Türen und Fenster der Kirche weit geöffnet, um frische Luft in alte Gemäuer zu lassen. Rompilgern, die Kirchen und Museen besichtigten, sagte er gerne: "Die Kirche ist kein Museum!" Johannes XXIII. steht für Einfachheit, Offenheit zur Welt hin, für die Erneuerung im Glauben, das Erkennen der Zeichen der Zeit, für die Berufung aller Christen aus Taufe und Firmung am Reich Gottes mitzubauen. Lernen wir von ihm auch für unseren neuen pastoralen Weg in der Diözese!
Der "Papa buono" ist als Nachfolger Petri der "gute Hirte", von dem die Lesung/ 1. Petrusbrief spricht, der seiner Herde Vorbild ist, der für sie sorgt – nicht aus Zwang, sondern wie Gott es will, nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Neigung!

Rompilger gehen im Petersdom zum Grab des hl. Papstes Johannes Paul II.
Wir tun das heute ganz bewusst, weil gerade dieser Papst aus Polen 1988 unsere Diözese besucht und mit fast 100.000 Gläubigen aus unserer Diözese, Ungarn und Kroatien auf dem Flugfeld in Trausdorf den Gottesdienst gefeiert hat. Die Botschaft des "Papstes aus dem Osten" an die Welt und an uns Christen bleibt unvergesslich: Öffnet Christus die Türen – Habt Mut und fürchtet euch nicht zu Christus zu bekennen – seid barmherzig! Braucht es nicht gerade heute Christen, die trotz "Gegenwind" das im Alltag verwirklichen? Die Jugend, Ehe und Familie sowie die Neuevangelisierung waren ihm ein Herzensanliegen. Braucht unsere Kirche und Gesellschaft nicht dringend einen neuen Blick auf Glaube, Ehe und Familie, damit diese Fundamente nicht weiter unterspült/unterwandert werden? Johannes Paul II. hat gerade uns Burgenländern aufgetragen, Brücke zum Osten zu sein – worum wir uns als Diözese auch bemühen. Dieser Papst hat mit vielen Pastoralbesuchen in der Welt den Petrusdienst erstmals universal ausgeübt. Er war als Hirte mutiger und treuer Zeuge Christi, der sein Leben für Jesus gab!

Wenn wir als Rompilger heute hierher in den Petersdom gekommen sind, dann bekennen und erneuern wir am Grab des Apostels Petrus unseren Glauben – jeder von uns ganz persönlich – und tragen wir dieses Licht des Glaubens heim, damit es in unseren Pfarrgemeinden und Familien nicht erlischt!
Am Grab von Papst Johannes XXIII. bitten wir um die Haltungen der Einfachheit, Offenheit, Erneuerung – bringen wir sie in Kirche und Gesellschaft ein!
Am Grab von Papst Johannes Paul II. bitten wir um Kraft und Mut zur Neuevangelisierung und zum Glaubenszeugnis, zu dem wir alle berufen sind!
Mögen diese Heiligen uns allen, vor allem unserer Diözese auf ihrem neuen pastoralen Weg, besondere Wegweiser, Helfer und Fürsprecher sein! Amen.

Montag, 9. Februar 2015

Gründungsfest des Deutschen Ordens - Wien, 8. Feber 2015

Liebe Familie des Deutschen Ordens – mit dem verehrten Hochmeister, Brüdern, Schwestern, Familiaren und Freunden!
Zur Feier der Jubiläen „825 Jahre Gründungsfest des Deutschen Ordens als Hospitalbruderschaft – 50 Jahre Apostolisches Statut der Familiaren – 150 Jahre Ehrenritterinstitut“ versammelte Ordensgemeinschaft!
Zum Dankgottesdienst versammelte Schwestern und Brüder im Herrn!

Ich freue mich sehr im "Jahr des geweihten Lebens" mit diesem Pontifikalamt das Gründungsfest des Deutschen Ordens mit euch zu begehen, das Jubiläumsjahr 2015 heute festlich zu eröffnen und euch dazu von Herzen zu gratulieren! Ich bin dankbar für die Einladung, sehe darin ein Zeichen der Verbundenheit und Wertschätzung, dass ich zur Familie des Deutschen Ordens gehören darf.
Ich sage dem Deutschen Orden und seinen Verantwortlichen "Vergelt´s Gott" für die große personelle Hilfe durch P. Hans-Ulrich Möring, die mir als Bischof und der ganzen Diözese Eisenstadt zuteil wird, obwohl wir keine Niederlassung des Deutschen Ordens im Burgenland haben – aber was noch nicht ist, kann ja noch werden, es wäre eine großartige und kostbare Jubiläumsgabe?! Wir garantieren beste Bedingungen – viel Arbeit, gute Luft, gute und reichliche Nahrung! Sie können unserer Diözese vertrauen und ihre besten und gewichtigsten Leute schicken – mit P. Hans-Ulrich haben wir bewiesen, dass wir imstande sind, schwerste Kalieber zu ernähren! Spaß beiseite, für diese große Bereicherung und Hilfe kann ich als Bischof nur nochmals von Herzen danken!

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres war gestern schon die Tagung "Kunst im Deutschen Orden", bei der neben Vorträgen der neue Katalog der Schatzkammer präsentiert und auch der neu gestaltete Raum V der Schatzkammer "Sakrales" eröffnet wurde. Warum erwähne ich das? Deshalb, weil das eben gehörte Evangelium mit dem bekannten Gleichnis vom barmherzigen Samariter auch zu den großen Kunstwerken der Weltliteratur gehört. Nicht nur das, dieses Evangelium enthält ein ganzes Programm für meine eigene christliche Lebenspraxis und zugleich Leitsätze für kirchliches Handeln grundsätzlich. Im Blick auf dieses Evangelium möchte ich im Jubiläumsjahr eurer Ordensfamilie, euch und uns allen 3 Leitsätze mit auf den Weg geben.

1. Leitsatz: Nicht fertige Antworten, sondern weiterführende Fragen!
Jesus antwortet im Evangelium nicht sofort auf die Frage des Gesetzeslehrers: "Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?" Jesus fragt zurück und lässt ihn erklären, woran er sich bisher orientiert hat. Erst nach der zweiten Frage des Gesetzeslehrers "Und wer ist mein Nächster?" erzählt Jesus eine Geschichte und will am Ende wissen, ob sein Gegenüber jetzt eine neue Erkenntnis gewonnen hat. Jesus hilft damit dem Fragesteller, seine eigene Antwort zu finden.
So verstehe ich Christsein: Ich darf meinen eigenen Glaubensweg gehen. Jesus führt auch mich durch seine Worte und Geschichten zu einer persönlichen Antwort auf die Frage: Wie gewinne ich ewiges Leben? – oder anders gesagt: Wie bekommt mein Leben einen Sinn? Wie kann es gelingen und vor Gott bestehen? Und so stelle ich mir eine Kirche vor, die an Jesus Maß nimmt: Sie weiß nicht alles schon im Voraus, sie wiederholt nicht nur Antworten, die früher einmal richtig waren, sondern sie lässt sich durch das Evangelium immer wieder neu anfragen und herausfordern. Sie regt uns alle zur Suche nach der Wahrheit an und ermutigt zu einem originellen Leben im Sinne Jesu.
Nicht fertige Antworten, sondern weiterführende Fragen helfen mein Christsein intensiver und die Kirche als Volk Gottes unterwegs glaubwürdiger zu leben.

2. Satz: Nicht starre Gesetze, sondern situationsgerechte Entscheidungen!
Jesus sieht – wie auch der Gesetzeslehrer – im Liebesgebot den Schlüssel zu allen anderen Geboten und Verboten des jüdischen Gesetzes. Die Vorschriften haben nur dann einen Sinn, wenn sie der Liebe zum Durchbruch verhelfen; wenn sie Leben fördern und nicht einschränken; wenn sie die Freiheit des Einzelnen schützen und nicht behindern. Durch die Beispielsgeschichte will Jesus dem Gesetzeslehrer deutlich machen: Wer der Nächste ist, lässt sich nicht gesetzlich regeln. Wer in Not ist und wer mich braucht, wird mir zum Nächsten. Die erste Frage ist nicht: Was verlangt das Gesetz von mir? Was darf ich und was darf ich nicht? – sondern: Was ist hier und jetzt notwendig und notwendend?
So verstehe ich Christsein: Ich muss die Welt nicht durch die Brille vieler Vorschriften und Verbote anschauen, sondern ich darf in jedem Augenblick fragen: Was entspricht jetzt dem Gebot der Liebe? Wie kann ich jetzt dazu beitragen, dass Leben sich entfaltet, Menschen Hilfe erfahren, befreit aufatmen können?
Und so stelle ich mir eine Kirche vor, die an Jesus Maß nimmt: Sie presst das dynamische und sich ständig veränderte Leben nicht in ewig gültige Normen, sondern traut mir zu, mich in den verschiedenen Herausforderungen meines Lebens für das zu entscheiden, was im Sinn Jesu das Gute und Richtige ist.
Nicht starre Gesetze, sondern situationsgerechte Entscheidungen helfen der Kirche den Geist der Freiheit zu wahren, sowie mutigen und vorausdenkenden Christen in ihr einen Platz zu geben.

Der dritte Leitsatz: Nicht fromme Sprüche, sondern menschliche Gesten!
Jesus nimmt im Evangelium das Wort Gott nicht ein einziges Mal in den Mund. Jesus erzählt eine Alltagsgeschichte, in die sich seine Zuhörer gut hineindenken können. Und doch ist die Nähe Gottes überall zu spüren: in der Art, wie Jesus dem Gesetzeslehrer eine neue Perspektive eröffnet; im Mitleid des Samariters; in seiner konkreten Hilfe für den Überfallenen. Jesus will den Gesetzeslehrer zur Tat bewegen, indem er ihn auffordert: "Dann geh und handle genauso!"
Nicht durch fromme Worte, sondern durch menschliche Gesten wird Gott hörbar, erlebbar und spürbar.
So verstehe ich Christsein: Ich muss nicht viel von Gott reden. So wie ich lebe, wie ich zuhöre, wie ich auf andere zugehe, kann Gott zum Vorschein kommen. "Rede von Gott nur, wenn du gefragt wirst. Aber lebe so, dass man dich fragt."
Und so stelle ich mir eine Kirche vor, die an Jesus Maß nimmt: Sie redet nicht allzu vollmundig und wissend von Gott, sondern fördert in ihren Gemeinden und Gemeinschaften eine offene, gastfreundliche Atmosphäre, in der man die Menschenfreundlichkeit Gottes ahnen und erfahren kann. Wenn uns jemand fragt: zeig uns deinen Gott, dann müssten wir antworten: Sieh unseren Gottesdienst und unser Leben, wie wir uns um unsere Mitmenschen mühen, wie wir mit Konflikten umgehen, mit eigener und fremder Schuld, wie wir Frieden zu stiften versuchen und uns versöhnen, dann weißt du, wer unser Gott ist.
Nicht fromme Sprüche, sondern menschliche Gesten helfen mir, etwas von der Liebe Gottes zu spüren und weiterzugeben.

Die Erzählung vom barmherzigen Samariter ist nicht nur eine schöne Geschichte aus dem Mund Jesu, sondern Programm für mein eigenes Christsein, für unsere Kirche und vor allem auch für jede, so auch eure Ordensgemeinschaft.
Nicht fertige Antworten, sondern weiterführende Fragen!
Nicht starre Gesetze, sondern situationsgerechte Entscheidungen!
Nicht fromme Sprüche, sondern menschliche Gesten!
Diese 3 Leitsätze des Evangeliums möchte ich uns allen im Jubiläumsjahr eures Ordens und im "Jahr des geweihten Lebens" mit auf den Weg geben und euch einladen, dass wir sie immer mehr zum Programm unseres Christseins, unserer Bischofs-, Priester-, Diakonen- und Ordensberufung machen!
Ich danke allen, die sich darum im Alltag bemühen!
Ich wünsche dem Deutschen Orden viele neue geistliche Berufungen, die sich diese 3 Leitsätze des Evangeliums zum Programm ihres Lebens machen!
Ich wünsche der ganzen Ordensfamilie, dass sie nicht müde wird, heute diese 3 Leitsätze des Evangeliums im Alltag mutig und glaubwürdig zu bezeugen!
Gottes Geist hat uns alle dazu in Taufe, Firmung, Weihe und Ordensgelübde gesalbt und gesandt – so die 1. Lesung – er hilft uns eine treue, überzeugende, einladende christliche Gemeinschaft zu sein – so die Apostelgeschichte – und er ermutigt uns durch Jesus im Evangelium: "Dann geh und handle genauso!"
Es gibt auch bei uns viele Verwundete, die auf unsere Barmherzigkeit warten!
Unsere Liebe Frau vom Deutschen Haus in Jerusalem ist uns allen dabei wohl die beste Wegweiserin, Helferin und Fürsprecherin – sie begleite eure Ordensfamilie mit ihrem mütterlichen Schutz und Segen durch dieses Jubiläumsjahr auf dem Weg zum himmlischen Jerusalem! Amen.

Montag, 2. Februar 2015

Darstellung des Herrn - 2. Feber 2015

Das heutige Fest wird in der Ostkirche "Fest der Begegnung" genannt, weil das gehörte Evangelium von einer Begegnung erzählt. Der Prophet Simeon und die Prophetin Hanna begegnen Jesus im Tempel von Jerusalem. Beide erfahren nach einem Leben, das wie jedes Menschenleben von Angst und Sehnsucht, Resignation und Hoffnung geprägt ist, die "Gnadenstunde /Sternstunde" ihres Lebens. Sie begegnen dem Retter/Licht der Welt! Nun können sie loslassen. Sie haben nicht umsonst geglaubt, gehofft und geliebt, gebetet und auf Gott zu gelebt. So ist diese Begegnung eine Geschichte erfüllter Hoffnung und Verheißung.

Von Simeon und Hanna können wir Christen von heute 3 Dinge lernen.
Es gibt auch heute viele Menschen, denen Sehnsucht und Hoffnung fremd ist. Viele sagen: Mir fehlt nichts! Ich habe alles! Worum sollte ich beten? Mein Leben ist gelebt! Ich kann mir vieles leisten! Ich brauche niemand! Das Haus ist gebaut, die Kinder versorgt, die Enkel sind gesund! Was soll da noch kommen?
Diesen Menschen sagen Simeon und Hanna:
Es gibt mehr als all das, mehr als du machen und schaffen konntest. Es gibt ein Geschenk: Leben ohne Grenzen, Licht ohne Dunkel, Liebe ohne Leistung, Freude aus verwandelten Tränen, Geborgenheit und Ruhe in Gott, Frieden mit mir, gestillte Sehnsucht, die loslassen lässt, weil ich so viel Heil und Güte sehen darf.

Es gibt heute auch Menschen, die sehen nur noch schwarz, nur noch Probleme, deren Angst und Bedenken verstellen den Blick auf die Zukunft, die sehen in allem nur noch das Böse und den Untergang – diese Gefahr ist heute sehr groß!
Diesen Menschen sagen Simeon und Hanna:
Überseht trotz aller Herausforderungen, Veränderungen, Krisen, Umbrüche, Abbrüche nicht und achtet auf jedes neue Lebenszeichen! Nehmt um euch herum wahr, wo sich solche kleinen Aufbrüche und Hoffnungszeichen befinden, und seht sie nicht als Täuschung, sondern traut ihnen zu, was in ihnen steckt!

Die Hoffnung von Simeon und Hanna gründet in Gottes Wort, seiner Verheißung. Dieses Wort haben sie durchgetragen durch alle Wegabschnitte ihres Lebens, durch Erfolg, aber auch im Leid und Misserfolg. In diesem Wort war Gott gegenwärtig. Dieses Wort haben sie in ihrem Herzen bewegt, auf ihr Leben hin abgefragt, wahrscheinlich manchmal verständnislos bedacht und gelesen, aber nicht vergessen. Deshalb waren sie so wach, als das Wort Gottes in Erfüllung ging.

Simeon und Hanna lehren uns am heutigen Festtag der Begegnung 3 Dinge:
Als Christen dürfen wir in uns eine begründete Hoffnung und Sehnsucht tragen, nicht schwarz malen, sondern diese oft verborgenen, kleinen Hoffnungszeichen sehen sowie auf Gottes Wort vertrauen, es zum Kompass des Lebens machen! Ich wünsche uns allen, dass wir von Simeon und Hanna echtes Christsein lernen!

Wenn wir heute am Fest der Darstellung des Herrn auch den "Tag des geweihten Lebens" feiern, so bitten wir gerade in diesem "Jahr des geweihten Lebens" für die Kirche und unsere Diözese um Ordensberufungen mit den Haltungen von Simeon und Hanna – wir bitten um Ordenschristen, die dem Herrn persönlich im Leben begegnet sind, eine große Freude, Hoffnung und Sehnsucht im Herzen tragen, die nicht schwarz-weiß malen, sondern die oft so kleinen, verborgenen Aufbrüche und Hoffnungszeichen sehen und pflegen, die auf Gottes Wort fest vertrauen und diesem Gott ihr Leben im Dienst der Kirche ganz schenken!

Menschen wie Simeon und Hanna haben nicht nur das "Heil der Welt" gesehen, sie sind dem "Licht" treu gefolgt, haben andere zum "Licht" geführt und so die Finsternis der Welt erleuchtet! Das "Nunc dimittis" des greisen Simeon im Gebet der Komplet erinnert uns jeden Tag daran!

Als Bischof danke ich allen Ordenleuten in unserer Diözese, die sich darum bemühen und die mit ihrem Ordenscharisma und ihrem persönlichen Einsatz unsere Diözese bereichern – Gott segne ihren vielfältigen Dienst und vergelte ihnen ihr Beten und Arbeiten im Weinberg des Herrn! Bitten wir gemeinsam den Herrn, dass er seiner Kirche viele, gute Ordensberufungen schenkt! Amen.