Diözese Eisenstadt - Menü
Aktuell - Menü
Bischof - Menü
Über uns - Menü
Pfarren - Menü
Kirchenbeitrag - Menü
Frauen, Männer, Familie - Menü
Junge Kirche - Menü
Bildung - Menü
Für die Seele - Menü
Info, Hilfe - Menü
Diözese Eisenstadt - Seitentitel
Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Montag, 18. Mai 2015

TV-masa s bermanjem u hrvatskom dekanatu na Filezi - 17. Mai 2015

Dragi subrati u svecenickoj i redovnickoj sluzbi s nasim biskupskim vikarom za Hrvate i gospodinom desetnikom nacelu! Dragi nas hrv. bogoslov i casne sestre! Dragi bermaniki iz Fileza, Mjenova, Geristofa, Frakanave, Dolnje Pulje, Mucindrofa, Suseva, Longitolja, Velikoga i Maloga Boristofa s Vasimi roditelji, kumovi i rodbinom – Liebe Firmlinge mit Euren lieben Eltern, Paten und Verwandten!
Dragi gledatelji Hrvatske Televizije i dragi slusatelji Hrvatskoga Radija!
Moja draga hrvatska braca ovde u crikvi i sirom svita!

Vazmena svica je simbol/znak goristaloga/uskrsloga Gospodina. Ona nam nazviscava radosnu vist Vazma i nje znaki imaju veliko i diboko znacenje za nas zivot i za nasu vjeru. Pogledajmo sada u ovoj prodiki skupa na ovu vazmenu svicu, ka ovde krasno nakincena pred nami stoji i premislimo nje znacenje za nas zivotni i vjerski put, posebno i za Vas put, dragi bermaniki.

U sredini vazmene svice vidimo kriz s pet cavli, ki nas spominjaju na Jezusevu smrt na krizu, na njegove rane po ki smo i mi svi spaseni.

Dva cavli na strani vazmene svice spominjaju nas na rane na Jezusevi ruka. Clovik more svojimi rukami ciniti dobro, druge blagoslivljati, biti njim na blagoslov. Clovik more svojimi rukami ali i zniciti, unistiti i ciniti zlo. Ca mi cinimo s nasimi rukami dobro ili zlo?
U svitlu vazmene svice goristali Jezus nam veli: Clovice, krscane, bermanice cini s tvojimi rukami dobro, odluci se u zitku uvijek za zivot, za dobro i protiv zla!

Dolnji cavao na vazmenoj svici spominja na rane na Jezusevi noga.
Noge nosu clovika i peljaju ga na dobre pute i k zitku a cudakrat i na grbave i krive pute. Kamo idu moje noge?
U svitlu vazmene svice goristali Jezus nam veli: Clovice, krscane, bermanice poj uvijek dobrim putem i ostavi cemerne i krive pute!

Cavao u sredini vazmene svice spominja nas na ranu prebodjenoga srca Jezusevoga. Clovicje srce je koc hladno i tvrdo kot kamen ali koc je i otvoreno i pripravno za Boga i bliznjega. Kakovo je moje srce?
U svitlu vazmene svice goristali Jezus nam veli: Clovice, krscane, bermanice budi milosrdan/milostivan, imaj otvoreno srce za Boga ali i za tvojega bliznjega!

A gornji cavao na vazmenoj svici spominja nas na trnovu korunu na Jezusevoj glavi. U clovicjoj glavi pocne boj i mir, sve ono ca u svitu odluci o dobru i zlu. Ca je u mojoj glavi, u moji misli – svadja, mrznja, laz, nepravica i fantenje-osveta ili ljubav, dobrota, milosrdnost, pomirenje i mir?
U svitlu vazmene svice goristali Jezus nam veli: Clovice, krscane, bermanice imaj u tvojoj glavi uvijek misli ljubavi i mira!

Vazmena svica spominja nas krscane, da mi s nasimi rukami, nogami, srcem i glavom – ada s nasim cijelim bicem – danas nosimo svitlo Kristusevo i radosnu vist Vazma u nas skuri, hladni i nemilosrdni svit i ljude oko nas dobavimo svitlom goristaloga Gospodina i tako budemo onde kade zivimo i djelamo njegovi svidoki. Ne pozabimo nikada, da smo i mi svi po peteri rana Kristusevi spaseni!

Dragi bermaniki!
Molitvom, polaganjem moje ruke, pomazanjem svetim uljem-svetom krizmom u znaku kriza na Vase celo i poslanjem, da budete nositelji svitla i posredniki mira u svitu cete sada primiti u sakramentu svetoga bermanja dar Duha Svetoga.
Ovim darom i Vas goristali Gospodin danas ojaca i salje, da budete njegovi svidoki. S Duhom Svetim nadareni cete s Vasimi rukami, nogami, srcem i glavom – s Vasim cijelim bicem – nositi Jezusevo svitlo i mir u nas svit. Ki ima Duha Svetoga u srcu ta ljubi, dili, govori istinu, je pravican, milosrdan, miroljubiv i oprasca, svisno gaji svoj jezik i kulturu ali postuje i drugoga. Kada pogledate na vazmenu svicu onda se uvijek spomenite nje znakov i znacenja: Cini s Tvojimi rukami dobro – Poj s Tvojimi nogami po dobri puti – Imaj otvoreno i milosrdno srce za Boga i bliznjega – Imaj u Tvojoj glavi svenek misli ljubavi i mira!

Da nasi bermaniki moru ovo ostvariti tribaju Vasu pomoc i dobru peldu/primjer dragi roditelji, kumovi i krscanska opcina. Na Vasem pretkipu neka vidu ca to znaci biti krscan, kako on zivi, vjeruje i se ponasa. Krscan moli, svecuje svetu masu na nedilje i svetke, primi sakramente, ima otvoreno srce i ruku za Boga i bliznjega, gaji farsku zajednicu, ne sramuje se svoje materinske rici i kulture.
Kot biskup Vas prosim: budite ovim mladim ljudem dobri sprohodniki na zivo-tnom, vjerskom i narodnom putu – a svim, ki se trudu velim: Hvala i Bog plati!

Liebe Firmlinge, im Sakrament der Firmung empfängt Ihr nun durch Gebet, Handauflegung, Salbung mit Chrisamöl in Form eines Kreuzes auf Eure Stirn und mit dem Friedensgruß die Gabe Gottes, den Heiligen Geist. Gott selber ist es, der Euch in dieser Stunde bei Eurem Namen ruft, der Euch durch die Hand des Bischofs berührt, der Euch die Gabe des Heiligen Geistes schenkt und Euch damit stärkt und sendet seine Friedensboten in dieser Welt zu sein. Mit Euren Händen, Füßen, Gedanken und Herzen sollt Ihr glaubwürdige Zeugen Jesu sein. Damit Ihr das könnt, braucht es die Verbindung mit Jesus im Gebet, Gottesdienst und durch die Feier der Sakramente, die Hilfe und Euer gutes Beispiel liebe Eltern, Paten und Pfarrgemeinde – seid und bleibt im Leben und Glauben diesen jungen Menschen gute Vorbilder, geduldige Helfer, verständnisvolle Wegbegleiter!

Marija, ti zarucnja Duha Svetoga, isprosi ovim mladim ljudem iz far nasega hrvatskoga dekanata dar Duha Svetoga, da svojimi rukami, nogami, srcem i glavom nosu svitlo Kristusevo u nas svit i budu svidoki dobra, ljubavi i mira!

Tako neka bude – Amen.

Glockenweihe in Neckenmarkt - Christi Himmelfahrt, 14. Mai 2015

Wir alle kennen wohl die Geschichte vom "Hans Guck-in-die-Luft" aus dem Strubelpeter – über den Burschen, der ständig nach oben starrt und deshalb das Nächstliegende nicht sieht; der zuerst über einen Hund stolpert und dann noch in einen Fluss fällt. Die Warnung, die uns mit dieser Geschichte vom "Hans Guck-in-die-Luft" auf den Lebensweg mitgegeben wird, ist nicht neu. Sie steht schon in der Bibel, wir haben sie eben in der Lesung aus der Apostelgeschichte gehört: "Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?"

Den "Guck-in-die-Luft-Jüngern" musste buchstäblich der Kopf verdreht werden, dass sie Jesus nicht oben in den Wolken suchen, und dass der Himmel, die neue Welt Gottes, nicht über ihnen schwebt. Das ist bis heute für die Kirche und uns Christen eine Gefahr, nur auf den Himmel, das Jenseits, zu schielen und dabei die Erde, das Diesseits, zu vergessen.

Das Fest Christi Himmelfahrt warnt uns vor einer "Guck-in-die-Luft-Kirche" und vor "Guck-in-die-Luft-Christen". Mit dem Christi Himmelfahrtstag beginnt ein neuer Lebensabschnitt für die Jünger Jesu und damit für die Kirche. Es ist als ob die Kirche in diesem Augenblick erwachsen worden wäre und von Jesus in die Selbständigkeit entlassen wird. Jesus sendet seine Jünger aus. Und als die Jünger noch begriffsstützig und gefangen in ihrer Abschiedstrauer zum Himmel starren, sagen ihnen zwei Männer in weißen Gewändern: "Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?" Mit anderen Worten: Los, an die Arbeit! So sendet Jesus seine Jünger! So sendet Jesus auch seine Kirche und uns Christen – uns Getaufte, Gefirmte und Geweihte!

Christi Himmelfahrt gibt der Kirche, uns Christen den Rat des dreifachen Blickes.

Unser erster Blick heißt: nach innen zu schauen.
"Seid gewiss: ich bin bei euch alle Tage" – das sind im Matthäusevangelium die letzten Worte des Auferstandenen. Im Johannesevangelium sagt Jesus beim Abschiedsgebet im Abendmahlssaal: "Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht … damit die Liebe … in ihnen ist und damit ich in ihnen bin."
Wenn ich nach innen schaue, dann entdecke ich den Himmel, die neue Welt Gottes, dann entdecke ich Jesus Christus – in seinen Geschichten in der Bibel, die ich verinnerlicht habe; in seinen Worten, die mir innerer Kompass geworden sind; in seinen Taten, die ich mir habe zu Herzen gehen lassen.
Kirche-Christsein heißt immer: nach innen zu schauen – Gebet, Gottesdienst!

Unser zweiter Blick heißt: nach vorne zu schauen.
"Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern" – mit diesem Auftrag verabschiedet sich Jesus von seinen Jüngern, sendet er sie aus. Wenn ich nach vorne schaue, wenn ich die Aufgaben in den Blick nehme, die vor mir liegen, dann entdecke ich den Himmel, die neue Welt Gottes; dann entdecke ich Jesus Christus, in den Zielen, die er mir in seinem Evangelium mit auf den Weg gibt; in den Leitbildern, die mir in seinen Gleichnissen begegnen, und auf die ich mich zubewegen will. Ein Theologe hat einmal gesagt: "Die Himmelfahrt haben nur die verstanden, die nicht nur zum Himmel emporstaunen, sondern in die Welt gehen und für Jesus Zeugnis ablegen."
Kirche-Christsein heißt immer: nach vorne zu schauen – Neu-evangelisieren!

Unser dritter Blick heißt: zur Seite zu schauen, unsere Mitmenschen nicht aus den Augen zu verlieren.
Wenn ich mich auf Augenhöhe mit den anderen bewege; wenn ich ihre Nöte und Sorgen sehe; wenn mir die Mitmenschen links und rechts von mir nicht gleichgültig sind, dann entdecke ich den Himmel, die neue Welt Gottes; dann entdecke ich Jesus Christus – im geringsten Bruder, in der geringsten Schwester; in allen, die meine Hilfe und Zuwendung brauchen und erwarten. Ein Dichter sagte es so: "Wenn wir einen Menschen lieben, wird die Erde zum Himmel."
Das heutige Christi Himmelfahrtsfest gibt uns als Kirche und Christen den Rat des dreifachen Blickes: nach innen – nach vorne – zur Seite zu schauen!

Denn wer nicht nur nach oben, sondern nach innen, nach vorne und zur Seite schaut, der bleibt beweglich und geistig rege; der wird nicht frömmeln, stur und verschroben sein; der findet zu einem lebendigen Christsein im Sinne Jesu!

Glocken erinnern uns im lauten und hektischen Alltag den Blick zum Himmel, aber auch nach innen, nach vorne und zur Seite nicht zu vergessen. Glocken begleiten uns Christen in Freude, Leid und Gefahr, von der Wiege bis zur Bahre. Glocken erinnern uns Christen immer Jesu Zeugen in dieser Welt zu sein.

Schauen wir in dieser Stunde gemeinsam zum Himmel und bitten wir um die "die Kraft aus der Höhe", damit wir keine "Guck-in-die-Luft-Christen" sind, sondern glaubwürdige Zeugen Jesu, die den lebendigen Christus, die neue Welt Gottes in uns, vor uns und neben uns suchen! Auch uns ist gesagt: "Ihr Neckenmarkter was sitzt ihr da und schaut zum Himmel empor – los, macht Euch an die Arbeit und seid Jesu Zeugen in der Welt so gut ihr könnt!" Der hl. Donatus hat es uns vorgemacht – jetzt sind wir dran es ihm nachzumachen! Amen.

Montag, 4. Mai 2015

Pontifikalamt zum Jubiläum 90 Jahre Landeshauptstadt Eisenstadt - Dom St. Martin, 3. Mai 2015

Liebe Schwestern und Brüder!

Das Wort "Stadt" kommt in der Bibel unzählige Male vor. Städte sind es, in denen sich seit Anbeginn das Verhältnis des einzelnen Menschen zur Gemeinschaft und der Gemeinschaft zum einzelnen Menschen am prägnantesten zeigt; es sind die Orte, an denen sich die einzelnen Menschen und Menschengruppen der frühen Welt zu ersten Formen der Menschheit zusammenschließen. So sind es auch vorzugsweise die Städte und ihre Mächtigen, denen die Propheten ihr oft vernichtendes moralisches Attest ausstellen. Und schließlich kennt die Bibel das himmlische Jerusalem: die Stadt am Ende aller Zeiten, in der es weder Leid noch Tränen gibt; die Stadt als Bild für den finalen Zustand einer mit Gott vereinigten Menschheit.

Wir feiern in diesen Tagen das 90jährige Bestehen unserer eigenen Stadt, Eisenstadt, als Hauptstadt des Burgenlandes und als Ort von Frieden, Freiheit und Wohlstand. Nicht vernichtendes moralisches Urteil, sondern großer Dank und große Freude für den bisherigen Weg unseres Gemeinwesens dürfen in diesen Tagen unsere Herzen erfüllen!

Gleichzeitig muss der dankbare Blick zurück, wenn er mehr sein will als nur Nostalgie, bereits das Bewusstsein unserer kollektiven Verantwortung für das Morgen in sich tragen. Das "himmlische Jerusalem" ist nicht jetzt. Im Zeitalter der sich globalisierenden Menschheit und der sich globalisierenden Probleme erkennen immer mehr von uns, dass es eine politisch, ökonomisch und kulturell autarke Insel der Seligen nicht mehr geben kann. Für niemanden von uns! Selbst unser kleines, aber feines Barockjuwel Eisenstadt und das energieautarke Burgenland sind eingebettet in einen großen globalen Gesamtzusammenhang aus Ökologie und sozialen Menschheitsfragen, den zu erkennen und dem Rechnung zu tragen die wahrlich nicht leichte Aufgabe unserer gesellschaftlichen Verantwortungsträger ist. Das Ertrinken von 700 Bootsflüchtlingen vor der Grenze Europas ist kein exotisches Fernereignis mehr.

Was kann, was muss die Kirche zu den Herausforderungen eines Gemeinwesens im 21. Jahrhundert sagen?

Die Schriftstellen, die wir heute gehört haben – der Psalm, die beiden Lesungen und zuletzt des Evangelium des Johannes –, fassen den christlichen Beitrag auf eine bestechend prägnante Weise zusammen: Der Psalm geht aus von der konkreten menschlichen Sorge um die Mitbürger, von der Sorge um die Armen und die Suchenden, und er verwurzelt diese Sorge im Anerkenntnis der Wirkmacht einer höheren Instanz: der Wirkmacht Gottes und seiner Gebote. Es ist die höchste Instanz aller nachfolgenden Generationen und Gesellschaften, die Heil und Segen für sich beanspruchen wollen.

So lebt bereits – wie die 1. Lesung aus der Apostelgeschichte uns wissen lässt – die frühe Kirche in Judäa, Galiläa und Samarien in dieser "Furcht vor dem Herrn", wie es heißt. Gemeint ist hier aber nicht eine furchtsame, von Angst bestimmte Gesellschaft, sondern eine Gesellschaft, die sich nicht ständig selbst in Machbarkeitswahn zum Maß aller Dinge erhebt. Gemeint ist eine Gesellschaft, die aus einem Urvertrauen an Gott lebt und die erst dadurch wirklich frei wird. Eine Gesellschaft, die trotz aller eigenen Fähigkeiten und Talente die Gebote Gottes achtet und wächst "durch die Hilfe des Heiligen Geistes", wie die Apostelgeschichte es ausdrückt.

Diese Woche wurde im Diözesanmuseum eine große Ausstellung zur Geschichte unserer Stadt Eisenstadt eröffnet. Anlässlich der Eröffnungsfeier habe ich diese Geschichte anhand von drei großen Bildern gedeutet. Eines davon war das Bild des Dorfes, das zur Stadt wird. Ich erinnerte daran, dass dieses Bild, wie bei einem Flügelaltar, von Anfang an an einem Scharnier hängt, das sich durch die Jahrhunderte unserer Stadt ziehen wird: Dieses "Scharnier", dieser geistliche und geistige Angelpunkt heißt "Martinus", der Patron bereits jener ersten Siedlung vor neun Jahrhunderten; der Patron, der im ungarischen Ortsnamen für Eisenstadt – Kismarton (Klein Martins-Dorf) – bis heute festgeschrieben ist.

Denn so wenig wir über die fremden Siedler auch wissen, die um 1100 in den westungarischen Grenzraum kamen und die heutige Stadt Eisenstadt gründeten – zwei entscheidende Dinge wissen wir über sie: Es waren Bauern, die an den Hängen des Leithagebirges die beste Lebensgrundlage für den Weinbau fanden. Und: es waren Menschen, in denen das Vermächtnis des großen Heiligen der christlichen Nächstenliebe so lebendig gewesen sein musste, dass sie ihren Lebensraum dem heiligen Martin weihten und ihm seinen Namen gaben. Das Bild vom Weinstock und den Reben aus dem Johannesevangelium, die zusammenbleiben müssen, damit reiche Frucht hervorgeht, hat hier, an diesem Ort, eine einzigartige Symbiose aus Natur und christlichem Lebensstil erlebt, prägend bis zum heutigen Tag.

Liebe Schwestern und Brüder! Ich bitte Euch, nie zu übersehen, was der christliche Glaube so vieler ungezählter Menschen an und in dieser Stadt gewirkt hat. Diese unsere Stadt würde heute nicht so dastehen – und ich rede nicht nur von ihren Bauwerken! – ohne ihr Dranhängen am "wahren Weinstock" Christus und an Gott, dem "wahren Winzer". Selbst das, was in unserer heutigen Gesellschaft, in ganz Europa, in Österreich, unserem Land Burgenland und auch hier inmitten unserer Landeshauptstadt Eisenstadt auf den ersten Blick als weltlich, als säkular, als religiös neutral erscheint, trägt unter der Oberfläche die christliche DNA. Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Bürger- und Menschenrechte gehen zurück auf die Überzeugung vom unendlichen Wert des Menschen und der menschlichen Seele vor Gott. Sie sind Ausdruck einer Entwicklung, die vor 2000 Jahren begann. Zu einer Zeit, aus der die Texte stammen, die uns heute vorgelesen wurden. So gesehen, sind es die wahren politischen Texte der Menschheit, die wir heute hörten. Dass der Mensch – und zwar jeder Mensch! – etwas wert ist, hat seinen Ursprung in dieser jüdisch-christlichen Wurzel des Abendlandes! Hier in dieser Weltgegend, in der unsere Landeshauptstadt liegt, wurde diese Überzeugung und wurden diese Texte immer wieder hochgehalten – gegen alle Anstürme und Zeitenbrüche! Bewahren und schützen wir diesen Wurzelstock, an dem wir alle hängen!

Die Kirche – immer weniger als Taufschein-Christentum, sondern immer mehr durch innerlich überzeugte und danach lebende Christen – ist im 21. Jahrhundert kein staatlicher Funktionserfüller mehr und übernimmt auch nicht mehr frühere Feigenblattfunktionen. Die sich ständig erneuernde Kirche – mit dem Evangelium als Reiseführer in der Hand – will zunehmend globaler Wegweiser sein und sie will unaufhörlich erinnern:
  • an die Sorge für den Nächsten in Stadt, Land und Kontinent;
  • an den Einen, der uns diese Sorge aufgetragen hat und der kein bloßer Sozialreformer oder charismatischer Redner war, sondern Derjenige, der den Tod wahrhaft überwunden hat, Jesus Christus ;
  • und sie will erinnern an eine Welt, in der Gott mitten unter uns ist – eine Gegenwart, die uns selbst dort noch christliche Gelassenheit ermöglicht, wo das Leben uns an der Wurzel unserer persönlichen und gemeinschaftlichen Existenz angeht. 
Ich wünsche unserer Stadt – nein, besser ich: Ich wünsche den Menschen, die an dieser Stadt als lebendige Bausteine weiterbauen, dass sie mit allen ihren persönlichen Brüchen, Verwundungen, Abhängigkeiten und Verirrungen, diesen Letztbezug zur Transzendenz, zu Gott diese letztlich entscheidende "Funkverbindung" nach oben, nicht verlieren, sondern wie die Reben am Weinstock bleiben und gute Früchte hervorbringen. Eine Stadt, gebaut aus möglichst vielen Menschen mit dieser persönlichen "Funkverbindung nach oben", wird nur ein gnädiges Urteil der Propheten zu erwarten haben.

Gottes Segen und die Fürsprache des heiligen Martin begleite unsere jubilierende Landeshauptstadt und Freistadt Eisenstadt sowie alle seine Verantwortungsträger und Bewohner in eine gute Zukunft, im himmlischen Jerusalem der Stadt aller Städte! Möge Gott weiterhin in unserer Stadt einen festen Platz haben und mit uns auf dem Weg bleiben!
Amen.

Flugwallfahrt Marianisches Lourdeskomitee 2015

Erlauben sie mir die etwas ungewöhnliche Frage: Was würden sie tun, wenn sie nur mehr einen Tag zu leben hätten? Die Antwort auf diese Frage wird wohl bei den Menschen verschieden ausfallen, so verschieden wie wir Menschen eben sind. Die einen würden vielleicht noch einmal möglichst viel genießen - andere mit Freunden feiern - wieder andere sich vielleicht bewusst von ihren Mitmenschen verabschieden oder sogar die Kirche aufsuchen, um zu beichten und die Sakramente zu empfangen.

Mutter Teresa hat einmal eine dreifache Antwort auf diese Frage gegeben. Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte, würde ich mir zuerst überlegen, mit welchen Menschen ich heute zusammentreffen möchte. Indem ich darüber nachdenke, mit wem ich meinen letzten Tag verbringen möchte, wird mir klar, welche Beziehungen mich wirklich tragen und wo ich anderen letztlich doch fremd oder etwas schuldig geblieben bin. Ich würde diesem Menschen sagen, was er/sie mir bedeutet, was er/sie in mir ausgelöst hat, welche Erinnerungen mir wichtig sind. Und ich würde ihm oder ihr für alles danken, was ich durch sie oder ihn erfahren und gelernt habe, was in mir angestoßen wurde und wo er/sie mir die Augen für das Eigentliche und Wesentliche geöffnet haben. Mit einem Wort, ich würde am letzten Tag meines Lebens zuerst lieben Menschen danken.

Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte, würde ich mir die Frage stellen: Wo ist etwas noch unklar in meinem Leben? Welche Konflikte belasten mich? Ich weiß, dass ich das alles nicht an einem Tag lösen kann. Ich würde mich beschränken auf den Konflikt, der mich am meisten bedrückt, und versuchen, den Menschen anzurufen und zu klären, was zwischen uns ist. Ich würde mich für das entschuldigen und um Vergebung bitten, was ich zum Konflikt beigetragen habe. Und sagen, dass ich auch alles vergeben möchte und wie sehr ich unseren Konflikt bedauere. Mit einem Wort, ich würde am letzten Tag meines Lebens Menschen mit denen ich Konflikte habe um Entschuldigung/Vergebung bitten.

Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte, würde ich das Gespräch mit einem Priester suchen, um mein Leben im Blick auf Gott und den Nächsten noch einmal zu überdenken, mich meines christlichen Glaubens zu versichern und durch den Empfang der Sakramente der Kirche - Buße/Beichte, Krankensalbung und Eucharistie - mich zu stärken und der Hand Gottes vertrauensvoll zu überlassen. Angesichts des Todes wird alles relativiert. Vieles kommt mir als unwichtig vor. Mir wird bewusst, es kommt nicht darauf an möglichst viel zu leisten, sondern bewusst zu leben: Nicht die Quantität meines Lebens ist wichtig, sondern die Qualität! Mein Leben ist einmalig und daher auch wichtig für die Welt. Das ermutigt mich dazu, meine Sorgen loszulassen und mein Leben als Geschenk anzunehmen. Mit einem Wort, ich würde am letzten Tag meines Lebens beten. Weil wir nicht wissen, wann der letzte Tag unseres Lebens ist, wie viel Zeit wir noch haben, können wir im Grunde nur so leben, als könnte jeder Tag der letzte sein - wie es uns auch die selige Mutter Teresa glaubwürdig vorgelebt hat.

Darum sollen Christen wachsam sein, achtsam leben, denn der Herr kommt "wie ein Dieb in der Nacht" - plötzlich, unerwartet, unerkannt, ohne Vorwarnung. So tritt Gott auch in unser Leben. Immer wieder im Alltag und einmal endgültig und unentrinnbar im Sterben. Wann, das sein wird, wissen wir nicht. Aber wir dürfen vertrauen, dass wir dann Gott begegnen, von Angesicht zu Angesicht. Christen sollten jeden Tag so leben als wäre es der letzte Tag und das tun, worüber wir gerade nachgedacht haben - danken, um Vergebung bitten und beten! 
Amen.

Flugwallfahrt Marianisches Lourdeskomitee, St. Joseph 2015

Wir alle kennen die Redewendung nach einem Autounfall oder bei besonderen Vorfällen "Zeuge gesucht". Wir alle wissen auch, wie wichtig Zeugen sind und sein können, wenn es um die Wahrheitsfindung, Weitergabe von Tatsachen und Erlebtem sowie um die Glaubwürdigkeit geht. Wir alle sind im Leben, Glauben für unsere Mitmenschen Zeugen, wir alle brauchen auch solche Zeugen!
Jesus spricht im Evangelium von Zeugen: "Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe" und an anderer Stelle "ihr sollt meine Zeugen sein!"

Jesus schickt seine Jünger nicht in die Welt, damit sie allen erzählen, was sie damals mit ihm alles erlebt haben. Jesus schickt seine Jünger vielmehr in die Welt: Sie sollen Zeugen sein - das bedeutet viel mehr. Zeuge sein, heißt:
  • Sie sollen mit ihrer Person und Existenz für die Sache J esu einstehen.
  • Sie sollen fortsetzen, was Jesus selbst getan hat: den Menschen die Frohe Botschaft vom Reich Gottes verkünden - die Kranken und wunde Seelen heilen - Vergebung zusprechen und die Nähe Gottes erfahrbar machen.
In seinen Jüngern will Jesus weiter unter uns Menschen sein - auch heute! Es ist nichts anderes als die Einsetzung der Jünger Jesu zu Stellvertretern Christi! Durch sie und in ihnen will Christus heute seine Sendung in der Welt fortsetzen. Die Apostel tun das nicht aus sich heraus, sondern es ist Gottes Geist, der durch sie wirkt, und durch den Jesus in der Welt gegenwärtig ist und bleibt! Jesus bleibt in dieser Welt gegenwärtig durch geisterfüllte Menschen - die sich erfüllen und anstecken lassen von seinem Geist und die so seine Sache zu ihrer Sache machen und "Stellvertreter-Zeugen Christi" auf Erden werden. Christen- Getaufte und Gefirmte - gehören nicht bloß zum "Verein der Freunde Jesu", sondern sind Stellvertreter Jesu Christi hier auf Erden! Durch uns will Jesus nach seinem Tod und seiner Auferstehung in dieser Welt lebendig sein. Durch uns will Jesus heute den Menschen begegnen. Durch uns will Jesus heute auf Kranke, Arme, Notleidende, Gescheiterte, Sünder, Ausgestoßene, Fernstehende, Einsame, Verzagte und Verwundete zugehen. Durch uns will Jesus heute denen, die verzweifelt sind, Hoffnung zusprechen. Durch uns will Jesus heute den Menschen die Liebe Gottes spürbar machen.

Jesus hat ein grenzenloses Vertrauen in uns Menschen: Er traut uns zu, sein Werk weiterzuführen. Er traut uns zu, als seine Mitarbeiter weiterzubauen auf dem Fundament, das er gelegt hat. Trotz mancher Enttäuschung, Rückschläge und Versagen ist er nicht derjenige, der sagt: Jetzt muss ich die Sache doch wieder selbst in die Hand nehmen. Nein, er traut uns zu, seine Stellvertreter und Zeugen in dieser Welt zu sein - bis er eines Tages wieder kommen wird vom Himmel.

Jesus gibt uns Christen in Taufe und Firmung den Auftrag dazu: Christus hat keine Hände, nur unsere Hände, um seine Arbeit heute zu tun. Christus hat keine Füße, nur unsere Füße, um Menschen auf seinem Weg zu führen. Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen, um den Menschen von ihm zu erzählen. Wir sind die einzige Bibel, die die Öffentlichkeit noch liest. Wir sind Gottes letzte Botschaft, in Taten und Worten geschrieben.

Wir alle haben in Taufe und Firmung, einige von uns auch durch die Weihe Gottes Geist geschenkt bekommen und damit den Auftrag erhalten, heute Jesu Zeugen in der Welt zu sein - seine Hände, Füße, Lippen! Wir sollen - wie uns Papst Franziskus dringend einlädt - die Wunden der Menschen heilen und ihre Herzen erwärmen! Das ist unsere Mission/Sendung, die wir als Christen heute mit Freude, Geduld und Beharrlichkeit erfüllen sollen. Wir sollen auf Jesus schauen und uns von ihm senden lassen, um mit unseren Talenten/Fähigkeiten im Geist Jesu heute Kirche und Gesellschaft mitzugestalten. Möge durch unsere Mitarbeit, unser Gebet und glaubwürdiges Zeugnis dort, wo wir leben und arbeiten die Kirche als offene, lebendige, engagierte Gemeinschaft von Menschen, die an Jesus glauben und ihm nachfolgen, erfahren werden und so für unsere Mitmenschen einladend und anziehend sein!

Und noch eines: Gerade in den vielen Ängsten vor neuen Wegen und Herausforderungen unserer Zeit vergessen wir Christen nie die Zusage des Herrn: "Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Weit."

Amen.

Flugwallfahrt Marianisches Lourdeskomitee - 25. April 2015

In einigen französischen Dörfern wird bis heute folgender Osterbrauch gepflegt: Wenn am Ostersonntag in der Frühe zum ersten Mal die Kirchenglocken läuten, laufen Kinder und Erwachsene schnell zum Brunnen in der Mitte des Dorfes. Dort waschen sie sich mit dem kühlen und klaren Brunnenwasser die Augen aus. Sie wollen Oster-Augen bekommen:
  • Oster-Augen, aus denen die misstrauischen, die verachtenden, die neidischen und die berechnenden Blicke verschwunden sind;
  • Oster-Augen, aus denen der Schleier der Angst, der Resignation und der Hoffnungslosigkeit weggespült ist;
  • Oster-Augen, aus denen der Schlaf, die Interesselosigkeit und die Gleichgültigkeit im Leben und im Glauben herausgewaschen sind.
Die Osterevangelien und dieser alte Brauch sagen uns: Auferstehung kann man nicht mit Worten erklären, man kann die Wahrheit, dass J esus Christus nicht im Tod geblieben ist, nur durch österliche Menschen erfahren, denen man es an den Augen ansieht, dass sie aus dieser Wahrheit leben, dass sie mit Jesus zu einem neuen Leben auferstanden sind. Es sind also - von den ersten Jüngern bis in unsere Zeit - immer konkrete Menschen, die ohne große Worte Auferstehung leben, denen die Osterfreude aus den Augen schaut, die im wahrsten Sinn des Wortes in ihrem Leben Jesus "im Blick" haben: Menschen mit Oster-Augen.

Oster-Augen können entdecken, dass im Menschen Jesus von Nazaret das Leben endgültig zum Durchbruch gekommen ist, ein- trotz Leid und Tod am Kreuz - erfülltes und gelungenes Leben, so wie Gott sich wahres Leben vorstellt. Oster-Augen verschließen sich nicht vor der Not. Sie nehmen die vielen Todessignale in unserer Umgebung wahr, sie haben einen Blick dafür, wo das Leben zu kurz kommt oder auf der Strecke bleibt, wo einer mundtot gemacht wird, wo einer unter die Räder kommt. Sie erkennen, wo wir aufstehen müssen, einen Aufstand machen müssen gegen Ungerechtes, Eingefahrenes und Erstarrtes. Oster-Augen lassen sich aber auch leichter zudrücken. Sie sehen die eigenen Fehler, können über die Schwächen der Anderen gelassen hinwegsehen. Oster-Augen sehen weiter. Sie bleiben nicht auf das Schwierige und Unsympathische fixiert, das uns an unseren Mitmenschen immer zuerst auffällt, sie bleiben nicht bei Krankheit, Leid, Tod stehen, sondern schauen hinter die Fassade, entdecken den Anderen, so wie Gott ihn sich gedacht hat. Sie sehen einen Weg, wo vorher keiner war, und sie sehen im Ende schon wieder einen neuen Anfang. "Erlöster müssten die Christen aussehen, damit man an ihren Welterlöser glauben kann." Vielleicht hätte Friedrich Nietzsche diesen Vorwurf nicht formuliert, wenn er mehr Christen mit Oster-Augen begegnet wäre.

Vielleicht könnten wir als Kirche gelassener sein, wenn immer mehr Christen - Geweihte und Laien - den Auferstandenen wirklich "im Blick" hätten - das ist die heute so notwendige und Not wendende Neuevangelisierung! Die Mitte unseres Glaubens und unserer Kirche ist und bleibt der Auferstandene
und unsere lebendige Beziehung zu ihm durch Gebet, Gottesdienst und Caritas. Maria möchte uns zum Auferstandenen fiihren, damit wir Oster-Augen haben.

Der hl. Markus - den die Kirche heute feiert - war ein Mensch mit Oster-Augen. Die hl. Bernadette Soubirous war ein Mensch mit Oster-Augen. Sie kommt auf Bitte der Gottesmutter hierher zur Grotte von Lourdes, kniet nieder und betet für die Bekehrung der Sünder, tut Buße, gräbt die Erde auf, entdeckt schmutziges Wasser, mit dem sie sich das Gesicht beschmiert. Sie versucht davon zu trinken.Schließlich wird das Wasser klar. Sie trinkt davon und wäscht sich damit. Sie beginnt Gottes Plan zu begreifen, erfährt Heil/Heilung, bekommt Oster-Augen. Auch Du und Ich sollen Menschen mit Oster-Augen sein.

Daher sind wir heute als Wallfahrer aus Österreich mit vielen anderen Pilgern auf Einladung der Gottesmutter zur Grotte von Lourdes gekommen. Machen wir es wie Bernadette: knien wir hier an diesem heiligen Ort nieder, beten wir für unsere Bekehrung und tun wir Buße, empfangen wir Gottes Wort und Sakrament, trinken wir Wasser von dieser Quelle und benetzen wir unsere Augen, damit wir Heilung an Leib und Seele erfahren und Oster-Augen bekommen. Nur Menschen, die den Auferstandenen nicht aus den Augen verlieren, werden auch ein Auge haben für ihre Mitmenschen - vor allem für die Armen, Kleinen und Schwachen! Wir brauchen heute mehr denn je Menschen mit Oster-Augen!

Benetzen wir in diesen Tagen unsere Augen mit dem Wasser von dieser heiligen Quelle. Möge ULF von Lourdes uns vom Auferstandenen Oster-Augen erbitten!
Amen.

Blog Archive