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Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Predigt anlässlich des Gedenktages der Hl. Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II. im St. Martinsdom - 22. Oktober 2014

Heute feiern wir den Gedenktag der beiden heiliggesprochenen Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II.
Beide Päpste haben einen besonderen Bezug zur Diözese Eisenstadt – Johannes XXIII. hat unsere Diözese 1960 errichtet und Johannes Paul II. hat sie zwei Mal besucht; 1970 als Erzbischof und Kardinal von Krakau und 1988 als Papst, wo er mit fast 100.000 Gläubigen aus unserer Diözese sowie aus Ungarn und Kroatien den Gottesdienst in Trausdorf am Flugfeld feierte und anschließend auch den Bischofshof in Eisenstadt und diesen unseren Martinsdom besuchte. Ich durfte damals als Neupriester, Sekretär und Zeremoniär von Bischof Stefan László diesen Pastoralbesuch miterleben und auch mitgestalten.

Was ist die bleibende Botschaft dieser für unsere Kirche und unsere Diözese so bedeutenden Päpste und Hirten der Kirche?

Johannes XXIII. ist wohl in die Geschichte der Kirche eingegangen als der Papst, der die Kirche mit der Einberufung des II. Vatikanischen Konzils zur Welt hin geöffnet, ein aggiornamento eingefordert hat und die Erneuerung der Kirche in der Besinnung auf das Wesentliche, auf Gott und sein Geheimnis sowie die Öffnung der Kirche zur Welt, zu den anderen Konfessionen und Religionen und zu allen Menschen guten Willens angestoßen hat.
Der lächelnde und gütige Papa Giovanni zeigt uns als Mensch und Hirte was es heißt, auf Gottes Heiligen Geist und seine Führung zu vertrauen, Freude, Gelassenheit und Gottvertrauen trotz aller Herausforderungen und Umbrüche zu haben und die Kirche als Werkzeug Gottes zu verstehen, die der ständigen Erneuerung bedarf und nicht für sich selbst, sondern für die Menschen da ist.
Braucht es nicht auch gerade heute diese Dinge von den Hirten und Gläubigen der Kirche?

Johannes Paul II. ist wohl in die Geschichte der Kirche eingegangen als der erste Papst, der aus dem Osten kam, der den Petrusdienst universal ausübte, indem er um die ganze Welt reiste und unzählige Länder und Diözesen besuchte, um die Brüder und Schwestern im Glauben zu stärken, der viele pastorale Initiativen setzte, Neuerungen einführte, uns ein reiches lehramtliches Schrifttum hinterließ und die Menschen immer wieder dazu aufrief: Öffnet Christus, dem Erlöser die Türen eures
Herzens – Fürchtet euch nicht – Vertraut auf Gottes Barmherzigkeit und seid miteinander barmherzig!
Braucht es nicht gerade auch heute Hirten und Gläubige, die den Menschen unserer Tage diese Botschaft verkünden und glaubwürdig vorleben?
Unsere Diözese hat Papst Johannes Paul II. in Trausdorf aufgerufen Brückenbauer in den Osten zu sein – das ist ein Auftrag für uns!
Für diesen Auftrag hat er sein Leben als Hirte hingegeben und sogar am Petersplatz im Mai 1981 beim Attentat sein Blut vergossen.
Die beiden uns geschenkten Blutreliquien sollen und wollen uns an sein Leben und Wirken erinnern sowie zur Nachfolge Jesu einladen und ermutigen – uns selber, unsere ganze Diözese und besonders die Pfarre Trausdorf.
In diesen Reliquien ist Papst Johannes Paul II. unter uns und seine Botschaft bleibt lebendig!

Beide Päpste waren wie Jesaja in der 1. Lesung sagt: Freudenboten, die den Frieden ankündigten, den Menschen die frohe Botschaft brachten und Rettung verheißten.
Beide Päpste haben wie Paulus im Epheserbrief die christliche Gemeinde ermahnt: „Ein Leben zu führen, dass des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe, und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält.“
Beide Päpste fragte der Herr wie Petrus im Evangelium: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?“ Beide beantworteten diese Frage mit ihrem Leben und mit ihrer Liebe!
Mögen beide Päpste mit ihren Leben und Glauben uns allen, der Kirche, unserer Diözese, besonders der Pfarre Trausdorf auf unserer Pilgerschaft zum himmlischen Jerusalem, Vorbild, Wegweiser und Fürsprecher sein!

Amen.

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