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Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Donnerstag, 6. März 2014

Homilie zum Aschermittwoch 2014 im Martinsdom in Eisenstadt

„Das Fasten ist die Speise der Seele.“
Mit diesem Satz ermutigt der hl. Johannes Chrysosthomus uns für die heute beginnende Fastenzeit einen geistlichen Speiseplan zu erstellen. Dieser geistl. Menüplan enthält wichtige Vitamine, die uns geschenkt werden, wenn wir uns in den kommenden Wochen auf Ostern hin täglich dieses Menü gönnen.

Das Evangelium des Aschermittwochs gibt uns 3 Tipps für diesen Menüplan.
Der erste Tipp ist das Fasten selber. „Das Fasten ist die Speise der Seele.“
Das Fasten ist eine spezielle Form, sich wieder bewusst zu machen, was für das Leben wirklich nötig ist. Es geht dabei nicht nur um Gewichtsreduzierung – das ist vielleicht ein erster Schritt – es geht vielmehr darum, sich frei zu machen von den Dingen, die uns Menschen im täglichen Leben vereinnahmen, belasten und vom Wesentlichen ablenken. Fasten heißt nicht abhängig werden von Dingen, die uns zum Gebrauch und nicht zum Missbrauch gegeben sind. Fasten wir ein-mal so – das kann sehr schmerzlich sein, aber es kann uns auch befreien!

Der zweite Tipp: Zum geistl. Menüplan gehören Zeiten der Stille, des Gebetes. Da wird das Wort Gottes gelesen und verinnerlicht. Es ist für uns Menschen wichtig, immer wieder im Leben innezuhalten und zu fragen: Was will Gott von mir? Gebet ist das Gespräch mit Gott. Wir müssen mit Gott im Gespräch sein, um seinen Willen zu erfahren. In diesem Gespräch gibt es den Dank genauso wie die Bitte und die Klage. Suchen wir in dieser Fastenzeit wieder Zeiten der Stille, das Gespräch mit Gott und den Mitmenschen! Das Gebet u. Lesen der Hl. Schrift, der Gottesdienst u. Empfang der Sakramente/Beichte sind Hilfen dabei!

Der dritte Tipp ist: Zum geistlichen Menüplan gehört auch die Nächstenliebe, Caritas – oder wie es das Evangelium sagt, das Almosen geben. Die Sorge um die armen Menschen gehörte damals wie heute zu den Kernaufgaben u. Marken-zeichen der christlichen Gemeinde. Eine christliche Gemeinde, in der man sich nicht um die Armen sorgt, verdient diesen Namen nicht. Denn Jesu Handeln und Sorgen hat sich gerade auf diese Menschen bezogen, die vom Leben ausgegrenzt und benachteiligt waren. Deshalb erinnert Papst Franziskus die Kirche und uns Christen unermüdlich daran, die Armen unter uns nicht zu vergessen!

„Das Fasten ist die Speise der Seele.“
Denken wir an diesen Satz des hl. Johannes Chrysosthomus, wenn wir uns in diesen Wochen der Fastenzeit unseren täglichen geistlichen Menüplan zusam-menstellen, wobei auch die 3 Vitamine/Tipps des Evangeliums auf keinem Fall fehlen sollten – Fasten, Beten und Almosen geben, besonders den Armen!
Das Aschenkreuz, das wir uns jetzt auflegen lassen, verpflichtet uns dazu, wir bezeugen damit „das Fasten ist die Speise der Seele.“ Gesegnete Fastenzeit!