Diözese Eisenstadt - Menü
Aktuell - Menü
Bischof - Menü
Über uns - Menü
Pfarren - Menü
Kirchenbeitrag - Menü
Frauen, Männer, Familie - Menü
Junge Kirche - Menü
Bildung - Menü
Für die Seele - Menü
Info, Hilfe - Menü
Diözese Eisenstadt - Seitentitel
Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Sonntag, 27. Oktober 2013

Besuch bei Burgenländern in Toronto - 27. Oktober 2013

Der amerikanische Schriftsteller James Hillman überraschte seine Leser einmal mit der Behauptung: Es sind nicht unsere Stärken und Erfolge, die uns menschlich und charakterlich reifen lassen, sondern unsere Schwächen und Misserfolge. Tatsächlich laufen wir mit unseren Erfolgen eher Gefahr oberflächlich, stolz und überheblich zu werden.
Das heutige Evangelium greift diese menschliche Erfahrung auf im Beispiel vom Pharisäer und vom Zöllner. Jesus erzählt es denen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten. Blicken wir mit der Botschaft des Evangeliums in unsere Kirche und Welt hinein. Da gibt es solche und solche, Pharisäer und Zöllner, Selbstgerechte und Selbstkritische. Schauen wir uns beide Menschentypen ein wenig genauer an.

Die Pharisäer oder die Selbstgerechten.
Auf den ersten Blick erscheint der Pharisäer, von dem Jesus erzählt, gar nicht so unsympatisch, und seine Haltung scheint verständlich. Er befolgt genau die Gebote Gottes. Er betet, fastet und teilt mit den Armen nach Vorschrift und darüber hinaus. Er kann rein äußerlich in religiöser Hinsicht große Erfolge aufweisen. Sein Problem ist aber seine Selbstgerechtigkeit: „Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, und schon gar nicht wie dieser Zöllner da!“ Hier beginnt für den Pharisäer das Problem. Hier ist kein Platz für eine kritische Selbsteinschätzung. Hier beginnt oft auch bei uns das Problem. Auch wir bemühen uns Gottes Gebote halbwegs zu beachten. Auch wie beten, gehen in die Kirche, machen Wallfahrten und fasten. Auch wir tun Gutes, spenden für die Armen und zahlen unseren Kirchenbeitrag. Und weil wir all das tun, erwarten wir uns von Gott einen Lohn, wollen wir vor den anderen besser dastehen, meinen wir das Recht zu haben auf sie zu zeigen und über sie lieblos zu urteilen.

Die Zöllner oder die Selbstkritischen.
Mit Scham und selbstkritisch schleicht sich der Zöllner in den Tempel. Während der Pharisäer mit viel Worten seine Erfolge vor Gott auflistet, stammelt der Zöllner mühsam diesen einen Satz: „Gott, sei mir Sünder gnädig!“ Dieser Satz ist die Zusammenfassung all dessen, was an Leiderfahrung und Hilflosigkeit gegenüber dem eigenen Versagen vorausgegangen ist. Selbstkritisch erkennt er, dass der Mensch auf Gott angewiesen ist und bittet ihn um Hilfe und Verzeihung. Wenn Jesus in seinem Beispiel den Zöllner gerechtfertigt nach Hause gehen lässt, so heißt er dessen Fehler nicht gut, sondern hebt hervor, dass der Zöllner gelernt hat, sein Versagen sich einzugestehen. Durch die selbstkritische und demütige Haltung hat er einen Zugang zu seinem Herzen gefunden. Aus der Tiefe seiner Seele vernahm er die Stimme Gottes, die ihn wieder aufgerichtet und mit sich selbst versöhnt hat. Das heutige Evangelium stellt uns alle vor die Frage: Neige ich wie der Pharisäer zur Selbstgerechtigkeit oder kann ich mir wie der Zöllner selbstkritisch mein Versagen eingestehen? Jesus verlangt im Evangelium von uns, mehr auf unser eigenes Versagen zu schauen, als auf die Fehler anderer zu zeigen. Nur so werden wir als Menschen und als Christen wirklich reifen und wachsen, von unseren Mitmenschen als glaubwürdig und überzeugend wahrgenommen werden.

Als neuer Bischof des Burgenlandes bringe ich Euch heute die besten Grüße Eurer Landsleute in der alten Heimat und sage Euch: Grüß Gott – Vergelt´s Gott für die Einladung, Gastfreundschaft, Verbundenheit, Hilfen für die alte Heimat, vor allem für Eure Spenden für die Kirche im Burgenland – Gott behüte und begleite Euch und Eure Familien mit seinem Segen auf dem weiteren Lebensweg!

Als Bischof aus der alten Heimat Burgenland lege ich Euch drei Dinge ans Herz: Schämt Euch nicht und bleibt dem treu, was Ihr Euch aus der alten Heimat mitgenommen habt – den Glauben, die Sprache und Kultur sowie zwei fleißige Hände! Pflegt und gebt es Euren Kindern weiter, damit sie die neue Heimat bereichern! Christen sagen Gott und ihren Mitmenschen: Bitte – Danke – Entschuldige!
Bewahrt Euch als gläubige Menschen die Haltung, die hinter diesen drei Worten steht, dann werdet auch ihr immer „Bitte – Danke – Entschuldige“ sagen können. Auch wir sollen wie der Apostel Paulus in der 2. Lesung einmal sagen können: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue gehalten.“ Das uns allen das immer besser gelingt, braucht es Gottes Gnade und Segen – beides wünsche ich uns und beides erbitte ich von Gott für uns! Amen.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Besuch der Burgenländer in Allentown, Coplay - 24. Oktober 2013

Im heutigen Evangelium ist von Christen die Rede, die zwar fromm reden und ständig „Herr, Herr“ zu Jesus sagen, sonst aber nicht als Christen handeln. Kurz gesagt, das Evangelium spricht von Christen, die nur viel reden, aber nichts tun.

Aber das ist eine Frage, die uns allen gestellt ist, die wir Christen sein wollen: Sind wir tatsächlich Christen, die auch etwas aus ihrem Glauben heraus tun, oder begnügen wir uns mit dem Aufsagen von frommen Formeln wie „Herr, Herr“, Gebeten und dem Besuch des Gottesdienstes, wenn es uns danach ist? Diese Frage muss sich jeder von uns ganz persönlich stellen. Für jeden wird die Antwort auf die Frage ein wenig anders aussehen: 
· Vielleicht sollte ich etwas tun, dass mein Familienleben besser klappt?
· Vielleicht braucht ein Nachbar, Arbeitskollege oder Freund meine Hilfe?
· Vielleicht sollte ich mich mehr für die Allgemeinheit einsetzen, etwa in dem Verein, zu dem ich gehöre, in einer Partei, die meine Auffassungen vertritt, in der Pfarre, die auf meine Mitarbeit und meinen Einsatz zählt?
Gerade als Christ darf ich nicht nur reden, sondern muss ich auch etwas tun, sonst gehöre auch ich zu denen im Evangelium, die nur „Herr, Herr“ sagen.

Jesus spricht im Evangelium in diesem Zusammenhang auch vom Hausbau. Jesus geht es dabei nicht um ein Haus aus Stein, Holz oder Glas, sondern er meint etwas anderes. Jesus meint: Wenn du dein Leben aus dem Glauben heraus gestaltest, dann wird dein Leben gleichsam zu einem stabilen Haus, das heißt zu etwas Solidem, Bleibendem, auch über den Tod hinaus vor Gott Gültigem.
Welche Lebenspläne ich verwirklichen möchte, welche Begabungen ich habe, welchen Beruf ich ausübe, das fällt nicht wirklich ins Gewicht. Wichtig ist zuerst, worauf ich mein Leben gründe, worin ich verwurzelt bin. Die Verlässlichkeit oder Brüchigkeit meines Fundaments erweist sich spätestens dann, wenn Unwetter aus Enttäuschung, Verwundung, Versagen, Zweifel, Angst, Schmerz, Krankheit, Not und Tod an meinem Lebensbau rütteln. Jesus lässt keinen Zweifel daran aufkommen: Wer seine Worte hört und danach lebt, gleicht einem Menschen, der sein Haus auf Fels gründet; wer sie hört, ohne danach zu leben, ist wie ein Mensch, der sein Haus in den Sand setzt. Die Entscheidung zwischen Fels oder Sand müsste für uns Christen eigentlich eindeutig zugunsten des Felsen fallen, denn wer von uns will nicht sein Leben auf einem guten Grund bauen? Sein Leben auf Fels zu bauen, heißt für uns Christen: Salz und Licht für die Welt zu sein, die Nächsten und die Feinde zu lieben, mit den Armen, Notleidenden zu teilen und ihre Würde zu achten, das Wort Gottes ernst zu nehmen und zu befolgen, zu beten und den Gottesdienst zu feiern.
Die Gefahr sein Leben auf Sand zu bauen ist heute groß – hier in Amerika wie in Europa – aus Bequemlichkeit, Sattheit und Gleichgültigkeit. Um die Wahrheit nur zu wissen, über sie nur zu reden, ohne selber aus ihr heraus zu leben und sie zu tun, entspricht nicht dem, was Jesus von uns Christen verlangt. Wenn du nur „Herr, Herr“ sagst und nichts tust, dann baust du dir dein Haus auf Sand. Über kurz oder lang wird das Ganze aber in sich zusammenstürzen.

Das heutige Evangelium fordert uns Christen auf:
Nicht nur viel und gescheit zu reden, sondern auch etwas konkret zu tun. In den Keller unseres Lebenshauses hinabzusteigen und nach dem Fundament zu schauen, ob ich mein Leben auf Fels oder auf Sand baue. Sollten wir uns auf sandigem Untergrund befinden, dann wünsche ich uns allen den Mut und die Kraft diesen zu verlassen und uns Jesus, dem Fels zuzuwenden!

Liebe Landsleute, Eure Vorfahren und Ihr selber seid aus der alten Heimat, dem Burgenland, aufgebrochen in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, um hier ein neues Leben zu beginnen, sich ein neues Haus zu bauen. Ihr habt Euch aus der alten Heimat den Glauben, die christlichen Werte und zwei fleißige Hände mitgebracht – damit konntet Ihr Euer Lebenshaus hier in der neuen Heimat auf ein gutes, tragendes Fundament, auf Fels bauen. Damit ein Haus auf Fels gebaut wird und das Zusammenleben in der Familie und christlichen Gemeinde gelingt, braucht es das Bemühen um die Haltungen, von denen der Apostel Paulus in der Lesung an die Kolosser spricht: „Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt euch gegenseitig, und vergebt einander. Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht. Seid dankbar! Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. Singt Gott in eurem Herzen Psalmen, Hymnen und Lieder.“

Als Bischof aus der alten Heimat ermutige ich Euch trotz Freiheit und Wohlstand hier in der neuen Heimat diese christlichen Werte, die Eure Vorfahren sich hierher mitgenommen haben zu leben und danke Euch gleichzeitig für Euer Glaubenszeugnis – so baut Ihr Euer Lebenshaus auf Fels trotz aller Stürme des Lebens! Wie viel Sorgen, Entbehrungen und Stürme mussten Eure Vorfahren hier in der neuen unbekannten Heimat auf sich nehmen, um das Lebenshaus zu bauen?! Im Blick auf Gott und mit Hilfe zwei fleißiger Hände sowie dem Zusammenhalt in der Pfarrgemeinde und der Burgenländischen Gemeinschaft ist es und kann es auch heute gelingen das Haus auf Fels zu bauen – ich wünsche es Euch von Herzen!

Vergelt´s Gott für Eure Einladung und Gastfreundschaft sowie für die Verbundenheit mit dem Burgenland, besonders auch für alle Spenden für die Kirchen in unserer Diözese – mit Eurer Hilfe konnte vieles aufgebaut und erneuert werden! Gott segne Euch, Eure Familien und die Gemeinschaft der Burgenländer hier in Amerika, damit sie in eine gute Zukunft gehen! Amen.

Samstag, 19. Oktober 2013

Besuch bei Burgenländern in New York - 19. Oktober 2013

„Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde noch Glauben vorfinden?“ Wenn Jesus heute käme – was würde er bei uns vorfinden?
Viele Menschen, deren Weltanschauung nicht Gottes Plan ist. Denn Gott will Heil und Leben in Fülle für alle. Viele Leute heutzutage wollen das nur für sich. Ihre Weltanschauung ist der Materialismus: Ich – haben – machen – frei sein. Er würde in Amerika wie in Europa viele Menschen vorfinden die gehetzt, gejagt, gestresst und krank sind, weil sie sich ständig selbst überfordern. Sie dulden keinen Gott mehr über sich. Sie wollen frei und unabhängig sein. Er würde viele Menschen vorfinden, Kinder und Jugendliche, die Gott nicht kennen, weil er im Leben ihrer Eltern und Mitmenschen keine Rolle mehr spielt. Er würde viele Menschen vorfinden, die keine Zeit mehr haben, weil sie sich selbst zum Herrn ihrer Zeit gemacht haben. Menschen, die vergessen haben, dass Gott ihnen das Leben und die Zeit geschenkt hat. Darum sagen sie: Ich gehe in die Kirche, wenn ich Zeit habe. Ich bete, wenn ich Lust habe. Ich bestimme selber, wann ich für etwas Zeit habe. So macht sich der Mensch selber zum Maßstab und zum Herrgott!

Das heutige Evangelium bietet eine Hilfe an, wie wir zum Glauben finden und ihn auch bewahren können. Beten/Bitten sollen wir und nicht darin nachlassen. Beten – was meint Jesus damit?
Möglichst viele vorgefertigte Gebete aufsagen? Jeden Tag eine lästige Pflicht erfüllen?  Eine Leistung bringen, damit Gott zufrieden ist? Beten ist für Jesus etwas ganz anderes. Beten heißt für Jesus: Immer wieder in Beziehung mit Gott treten. Mit Gott reden, auf ihn hören, mit ihm Freundschaft pflegen. Auf Gott schauen und mich von ihm durchschauen lassen. Vor Gott da sein und für Gott da sein, heißt auch für den Nächsten da sein. Beten – das ist eine Verbindung herstellen zwischen Gott und mir. Die Frage ist aber: Will ich überhaupt mit ihm Verbindung haben? Wenn ich einen Menschen unbedingt sprechen will, dann werde ich alles tun bis ich ihn erreicht und mein Anliegen vorgebracht habe. Wenn mir ein Mensch wichtig geworden ist, dann werde ich alles daransetzen, dass diese Verbindung nicht abreist: Ich werde das Gespräch mit ihm suchen. Wenn mir aber der Mensch gar nicht mehr wichtig ist, wird die Verbindung abbrechen und das Gespräch aufhören. Und wenn das Gespräch aufhört, dann ist auch bald die Beziehung tot: beim Ehepartner – bei Freunden – bei Gott! Betet und lasst darin nicht nach wie die Witwe im Evangelium, die nicht locker lässt, bis sie zu ihrem Recht kommt. Beten und Glaube gehören zusammen. Indem ich bete, die Verbindung zu Gott herstelle, wächst auch mein Glaube, mein Vertrauen in diesen Gott. Und je mehr dieses Vertrauen wächst, desto mehr werde ich auch wieder das Gespräch und die Nähe zu Gott suchen. Der Glaube ist für Christen lebensnotwendig, Fundament christlichen Lebens. Glaubende Menschen schauen hinaus in die Welt, sie schauen um sich, haben den Blick für andere, besonders für die Armen, bewahren sich den Durchblick. Glaubende Menschen haben einen Horizont, der sich über das eigene Ich, über die eigenen Grenzen und Interessen hinaus weitet. Glaubende Menschen definieren ihren persönlichen Glauben aus der Beziehung mit ihrem Gott, indem sie mit ihm in einen betenden Dialog treten und von ihm alles erhoffen. Im Leben der Glaubenden spielt Gott eine Rolle, und wer im betenden Gespräch mit ihm steht, wer auf Gott hört, der weiß, was er zu tun hat. Wer als Betender glaubend aus dem Fenster seiner begrenzten Welt schaut, der sieht, was in der Welt los ist, und der ist auch fähig zu handeln, der setzt seinen Glauben in die konkrete Tat um. Das fängt in unserer kleinen Welt an: in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, unter Freunden, im Mittun in Kirche und Gesellschaft. Dort, wo Gläubige sich als Liebende erweisen und dort mit Hand anlegen, wo andere sich die Hände nicht schmutzig machen wollen, dort ändert sich die Welt, dort bringen sie Gott dieser Welt. Glaube ist etwas zutiefst Menschliches: Er hat ein Gesicht, und er kommt immer auf zwei Beinen zu uns. Menschen bezeugen einander diesen Glauben an Gott, sie tragen ihn weiter und übertragen ihn an die kommenden Generationen. Glaubende Menschen pflegen ihren Glauben, sie brauchen die Gemeinschaft im Glauben, die Kirche, ihre Pfarrgemeinde und suchen ihre persönliche Gottesbeziehung im Gottesdienst und gemeinsamen Gebet. Sie erfahren dadurch Freude, Kraft, Hoffnung und Lebensmut.

So können wir in diesem „Jahr des Glaubens“ nur bitten:
Herr, lehre uns beten, damit wir stärker glauben können.
Herr, lehre uns glauben, damit wir besser beten können.

Auf dem Weg von der alten Heimat Burgenland in die neue Heimat Amerika hat Euch und Eure Vorfahren neben der Armut, Sehnsucht nach Arbeit, Sicherheit und Frieden, vor allem der Glaube und der Fleiß getragen. Mit diesen beiden Tugenden im Herzen konntet Ihr Euch hier eine neue Existenz aufbauen und die neue Heimat Amerika mit eurem Glauben, Sprache, Kultur, Talenten bereichern. Schämt Euch dessen nicht, was Ihr Euch aus der alten Heimat mitgebracht habt, bewahrt es, ja gebt es Euren Kindern weiter – dann werden auch sie reich sein!

Als Bischof des Burgenlandes bringe ich Euch heute die besten Grüße und Segenswünsche Eurer Landsleute und sage Euch: Grüß Gott – Vergelt´s Gott für die Einladung, Gastfreundschaft, Verbundenheit und Hilfen für die alte Heimat, vor allem auch die Spenden für die Kirche im Burgenland – sowie Gott behüte und begleite Euch mit seinem Segen auf Eurem weiteren Lebens/Glaubensweg! Was der Apostel Paulus seinem Schüler Timotheus in der 2. Lesung sagte, sage auch ich als Bischof meinen Landsleuten hier in den Staaten: Mein Sohn, meine Tochter! Bleibe bei dem, was du gelernt hast – Glaube, Gebet und Fleiß! Amen.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

MASA S HRVATSKOM MLADINOM U TRAJSTOFU - 12. Oktober 2013

Nas danansnji sastanak hrvatske mladine Gradisca ovde u Trajstofu u ovom "Ljetu vjere" je dobra prilika pitati se: Ca je vjera? Ki su znaki krscanske vjere? Kakov je odnos modernoga clovika i vjere, mladine i vjere? Pogled u drustvo kaze, da je moderni clovik u pogibeli zgubiti Boga i vjeru, da kot izgleda more i prez Boga i vjere ziviti, ar ima pinez, tehniku, napredak i uziva dobrostanje, da mu je Bog i vjera na zivotnom putu vec zapreka, nego pomoc. Ovo potvrdi i cinjenica, da je sve manje dice i mladine u nasi crikva! Ali u isto vrime vidimo kako ravno sve vec mladi ljudi iscu za smislom zivota, duhovnost i put vjere, ar je sam pinez, uspijeh, neogranicena sloboda i uzivanje, alkohol, seks i droga ne nacinja sricnim i zadovoljnim. Krscanska vjera daje cloviku u zitku smisao, orientaciju i nacinja ga sricnim.

Tri su znaki nase krscanske vjere, ke kanim s vami skupa sada kratko premisliti.

Nasa vjera je u prvom redu zivo prijateljstvo s Jezusem Kristusem.
Mi svi dobro znamo kako su nam u zitku vazna i draga dobra prijateljstva. Mi svi trpimo, smo tuzni i nesricni kada se raspade prijateljstvo. Mi svi dobro znamo koliko casa, snage i dobre volje triba uloziti, da se prijateljstvo ugoda i zivi. Prijateljstvo se ne da kupiti pinezom, nego jedino gajiti ljubavom. Polag sv. krsta smo mi svi postali dica Bozja, Jezusevi prijatelji i kotrigi Crikve. Jezus sklopio je s nami prijateljstvo i kani da i mi gajimo to prijateljstvo s njim! Gajiti prijateljstvo s Jezusem konkretno znaci: razgovarati i pominati se s njim u molitvi, bolje ga upoznati citanjem i premisljavanjem Sv. pisma, povezati se s njim u Bozjoj sluzbi i primanju sakramentov. Ovim putem hranimo i gajimo nasu vjeru, da ne omlahavi, nego nas sprohadja i drzi u zitku i u smrti! Krscani su Jezusevi prijatelji u svitu - smo mi zaistinu Jezusevi prijatelji?

Drugi znak nase krscanske vjere je Jezusevo goristanje.
Sveti Pavao u danasnjem 2. stenju Timoteja opominja: "Predragi! Spomeni se, da se je Gospodin Jezus Kristus, ki je od roda Davidovoga, od mrtvih goristao. Ovako glasi moje Evandjelje. Za nje trpim nevolje ... Isitinita je ric: "Ako smo s njim umrli, s njim cemo i ziviti. "Krscanstvo temelji na Jezusevom goristanju. Jezusevo goristanje je sredina i bit nase vjere. Zadaca Crikve je, da Jezusevo djelo, zivot, smrt i goristanje svakomu stvorenju glasi i ljudem kaze put k Bogu. Krscani su svidoki Jezusevoga goristanja u svitu - zalazu se za zivot i za dobro!

Treti znak krscanske vjere je ljubav - solidarnost, milosrdnost i zahvalnost.
Jezus razumi svoju smrt na krizu kot predanje, darivanje zitka za svoje prijatelje. Jezus svojom smrcu veli, da Bog ljubi svakoga clovika a Bog potvrdi Jezusev zivot i predanje goristanjem. Kriz postane tako znakom ljubavi i predanja. Krscani su ljudi, ki ljubu Boga i bliznjega, ki dilu, oprostu i su zahvalni – smo mi kot Samaritanac u evandjelju ili kot oni devetimi, ki su nezahvalni?

Papst Franziskus hat beim Weltjugendtag in Rio de Janeiro die Jugend aufgerufen: "Geht und habt keine Angst zu dienen!" Dazu braucht es aber den Glauben. Der Glaube ist jener Beitrag, den Christen für ein "wirklich sinnerfülltes" Leben erbringen sollten. Wie ein gutes Essen Salz und Öl braucht, damit es auch einen guten Geschmack hat, so wird auch unser Leben erst den richtigen Geschmack haben, wenn wir folgende Zutaten dazutun:
"Tu Glauben dazu!"- und Dein Leben wird dadurch neuen Geschmack haben, einen Kompass, der die Richtung anzeigt.
"Tu Hoffnung dazu!"- und Dein Horizont wird nicht düster, sondern weit und klar sein.
"Tu Liebe dazu!"- und Dein Haus ist auf Fels gebaut, Dein Leben wird Freude erfüllen und in der Welt werden Gerechtigkeit und Frieden zunehmen.
Glaube, Hoffnung und Liebe sind Geschenke von Jesus Christus, die wir von ihm erbitten dürfen und die uns Christen - Jesu Freunde - auszeichnen sollen!

Christen sind kraft Taufe und Firmung von Gott gerufen und gesandt die Sache Jesu in der Welt als seine Freunde weiterzuführen, Zeugen von Jesu Tod und Auferstehung zu sein sowie Jesu Liebe im Alltag zu bezeugen, indem sie Gott und den Nächsten lieben, teilen, verzeihen, barmherzig und dankbar sind! Geht und habt keine Angst das zu tun und euer Leben wird reicher und erfüllter sein, unsere Welt wird besser werden!

Mit Papst Franziskus rufe ich euch Jugendlichen zu: "Jesus rechnet mit euch! Die Kirche rechnet mit euch! Der Papst rechnet mit euch! Und ich füge hinzu: Auch der kleine Bischof von Eisenstadt rechnet mit euch!" Amen.