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Diözese Eisenstadt - Seitentitel
Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Dienstag, 16. Juli 2013

Flugwallfahrt Marianisches Lourdeskomitee - Dienstag, 16. Juli 2013

Immer wieder wird uns in den Evangelien berichtet, dass Jesus sich auf einen Berg zurückzieht, um zu beten. In allen Völkern, Kulturen und Religionen gibt es heilige Berge, die für den Kontakt mit Gott oder dem Heiligen unentbehrlich sind. Ein solcher Berg ist für Juden und Christen der Berg Karmel.
Auf dem Berg Karmel wohnte der Prophet Elija. Dort hat er den Glauben des Volkes Israel gegen die Propheten des Baal machtvoll verteidigt. Elija hat das Volk Israel aufgerufen treu zum Glauben an Jahwe – den einzigen Gott – zu stehen, sich für ihn zu entscheiden und nicht anderen Göttern nachzulaufen.
Auf dem Berg Karmel sind schon in den ersten christlichen Jahrhunderten Niederlassungen von Einsiedlern bezeugt, die sich im 13. Jahrhundert zu einem beschaulichen Orden, den Karmeliten, unter dem besonderen Schutz der Gottesmutter zusammenschlossen und ein Leben in Gebet, Zurückgezogenheit führten. Der heutige Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel erinnert daran.

Brauchen wir Menschen wirklich Berge, um zu beten? Was geschieht mit uns, wenn wir auf einen Berg steigen?
Wir verlassen die staubigen Niederungen und kommen in klare und reine Luft. Wir lassen die kleinen Dinge des Alltags hinter uns zurück und gehen ins Weite. Wir gehen weg aus unseren Häusern, um Abstand und Übersicht zu gewinnen. Wir nehmen nur das Notwendige/Wichtige mit und lassen alles Überflüssige.
Auf einen Berg steigen ist nicht nur ein physischer Vorgang, der unseren Körper in Anspruch nimmt, sondern auch ein seelischer Vorgang – Wir erheben gleichsam unser Herz zu Gott!

Der heutige Gedenktag ULF vom Berge Karmel erinnert uns zwei Dinge:
Wir sollen uns als Christen wie der Prophet Elija und wie Maria im Leben für Gott entscheiden und im Alltag trotz aller Herausforderungen, Versuchungen und Probleme treu und standhaft im Glauben sein!
Wir sollen als Christen wie Elija und Maria im Gebet die Nähe Gottes suchen! Das Gebet ist der Berg für unsere Seele, auf dem wir reine Luft atmen/auftanken sich aus den Niederungen des Alltags befreien, den Kontakt mit Gott erfahren und das Wesentliche im Leben – Gut und Böse – erkennen können.

Wenn wir jetzt Eucharistie feiern, dann hören wir vor der Wandlung den Ruf des Priesters „Erhebet die Herzen!“ Die Erhebung des Herzens zu Gott ist nichts anderes als die uralte und klassische Definition von Gebet! Beten ist ein Vorgang, den man mit dem Besteigen eines Berges vergleichen kann. Beten heißt: unser kleines Ich, das so gern um sich selber kreist, loslösen und zu Gott zu erheben.
Mit Maria steigen wir nun auf den Berg Golgotha und bringen gemeinsam das eucharistische Opfer dar – das kostbarste Gebet, das uns Gott ganz nahe bringt!

Flugwallfahrt Marianisches Lourdeskomitee - Montag, 15. Juli 2013

Weil das Licht, das Bernadette sah zu Lourdes gehört, folgende Geschichte:
Ein Mann hat davon gehört, dass an einem fernen Ort eine heilige Flamme brennt. Er macht sich auf, um dieses Licht zu sich nach Hause zu tragen. Er denkt sich: Wenn du dieses Licht hast, dann hast du das Leben und das Glück. So macht er sich mit dem Licht auf den Heimweg. Seine Sorge dabei ist, dass die Flamme erlischt. Er trifft einen anderen, der kein Feuer hat, der friert. Der bittet ihn, ihm von seinem Feuer zu geben. Zuerst will er nicht, denn er denkt, dieses heilige Feuer für so eine weltliche Sache, das geht nicht. Dann aber gibt er es doch weiter. Auf seinem Heimweg gerät er schließlich noch in einen Sturm So sehr er auch sein Licht schützt, seine Flamme erlischt. In seiner Not erinnert er sich dessen, dem er von seinem Licht abgegeben hat. Den weiten Weg zurück zum fernen Ort über Berge und Flüsse hätte er nicht mehr geschafft. Aber zu dem anderen, dem er geholfen hat, kann er zurück.

Die heilige Flamme, von der in dieser Geschichte die Rede ist, können wir als unseren Glauben deuten. Dieses Licht des Glaubens ist vor mehr als 2000 Jahren mit der Geburt Jesu in Betlehem entzündet worden und wurde uns seither von Generation zu Generation weitergegeben. Wir selber haben dieses Licht des Glaubens bei unserer heiligen Taufe übernommen und es von da an bewahrt. Und wir durften es wohl an uns selber erfahren, wie es in der Geschichte heißt: „Wenn du dieses Licht hast, dann hast du das Leben und das Glück.“ Wir alle durften dieses Leben/Glück des Glaubens bei vielen Gelegenheiten erfahren: bei unserer Erstkommunion, Beichte, Firmung, Eheschließung, Diakonen- und Priesterweihe, Krankensalbung sowie bei vielen Festen/Feiern im Kirchenjahr.
Da gibt es aber auch die Sorge, dass dieses Licht des Glaubens erlischt. An den eigenen Kindern/Enkeln erlebt man, dass vieles, was bisher zum Leben gehörte und selbstverständlich war, heute nicht mehr angenommen wird: der Glaube an Gott, das tägliche Gebet, die Sonntagsmesse, Beichte, christl. Werte und Moralvorstellungen. In unserer von Konsum und Genusssucht geprägten Zeit kommt man scheinbar auch ohne Gott ganz gut zurecht. Es scheint heute als besonderer Fortschritt zu gelten, wenn im Namen der Freiheit und Selbstverwirklichung Gott aus unserer Gesellschaft: aus Politik, Medien, Wirtschaft, Kunst und Kultur langsam aber sicher immer mehr hinausgedrängt wird – auch aus der Kirche!
Wir werden nicht das Glück im Leben finden ohne einen tiefen Glauben an Gott, den Schöpfer und Erlöser des Menschen, ohne eine enge Verbindung des Geschöpfes mit seinem Schöpfer im Gebet, ohne dass wir die Heilige Schrift lesen, betrachten und zum Maßstab unseres Handelns machen.
Wir werden nicht das Glück im Leben finden, wenn wir mit dem höchsten Gut, das der Mensch von Gott geschenkt bekommt – dem Leben – unter dem Deckmantel der Forschung und des Fortschritts verantwortungslos umgehen, spielen: Genmanipulationen, Klonen, Abtreibung und Euthanasie.
Wir werden nicht das Glück im Leben finden, wenn der Mitmensch nur dann zählt, wenn er mir nützt und etwas bringt, aber ich die Gemeinschaft mit ihm nicht suche und pflege, nicht bereit bin ihm zu helfen. Wir alle wissen wie wohltuend es ist, dass es jemanden gibt, mit dem man sein Licht teilen und über den Glauben sprechen kann, über das, was uns im Leben froh macht und trägt, aber auch darüber, was uns belastet und Sorge bereitet.

Dass die Flamme des Glaubens bei unseren östlichen Nachbarn während der Zeit des Kommunismus in den Kindern und Enkeln nicht erloschen ist, ist wohl der älteren Generation zu verdanken. Sie haben den Glauben still und heimlich gelebt, gepflegt und so auch weitergegeben.
Dass die Flamme des Glaubens in unserem wohlhabenden und übersättigten Europa/Österreich nicht erlischt, ist wohl weithin auch unser aller Aufgabe:
  • Wie glaubwürdig sie als Eltern und Großeltern ihren Kindern und Enkeln das Christsein vorleben und weitergeben – Gebet, Sonntag, Hauskirche. 
  • Ob wir mehr Güte, Dankbarkeit, Freude und Friede ausstrahlen als die Jüngeren, die mit dem Leben sich anlegen und herumkämpfen. 
  • Ob wir mit den Jungen Geduld haben, mit ihnen reden, neue Ideen zulassen, für sie Zeit haben und ihnen zuhören können. 
  • Ob wir über andere herziehen und schon immer alles besser wissen, oder ob wir weise, aufmerksam, zurückhaltend und barmherzig gegenüber den Mitmenschen sind, indem wir einander helfen und vergeben können. 
  • Ob wir Gott im eigenen Leben etwas zutrauen, ihm vertrauen in der zunehmenden Last unserer abnehmenden Tage. 
Maria ist uns dabei mit ihrer Haltung als Hörende, Schweigende, Tragende und Ertragende sowie als Betende, Wegweiserin, Helferin und Fürsprecherin.
Maria ist als gläubiger Mensch „Licht der Welt“ – wie es Jesus im Evangelium – von uns fordert. Maria hat das „Licht des Glaubens“ und sieht daher mit den „Augen des Herzens“ den Nächsten. Marianische Menschen sollte diese Eigenschaft auszeichnen – davon spricht auch Papst Franziskus in seiner 1. Enzyklika!

Lourdes ist ein Ort, an dem eine hl. Flamme brennt, Licht als Tür zum Glauben!
Zu Unserer Lieben Frau von Lourdes dürfen wir immer wieder kommen, wenn unsere Flamme des Glaubens im Sturm des Lebens zu erlöschen droht oder gar schon erloschen ist, wenn wir im Finstern suchen und irren.
Bei der Mutter von Lourdes können wir verweilen, dürfen wir die Last des Lebens abladen und neuen Mut fassen, uns wieder neu auf den Weg machen, um mit Freude, Hoffnung und Vertrauen in Kirche und Gesellschaft mitzugestalten.
Mutter von Lourdes, hilf uns wie Bernadette das Licht des Glaubens zu finden und zu bewahren, und wenn es in uns erloschen ist, entzünde DU es durch andere in uns neu, damit wir es weitergeben können! Denn, wenn wir dieses Licht haben, dann haben wir das Leben und das Glück, dann brauchen wir uns heute trotz Gefahren und Herausforderungen vor nichts und niemanden zu fürchten. Das Lourdeslicht erinnert uns Christen wie Bernadette „Licht der Welt“ zu sein!

Flugwallfahrt Marianisches Lourdeskomitee - Samstag, 13. Juli 2013

Der Besuch des Engels Gabriel bei der Jungfrau Maria in Nazaret - von dem uns das Evangelium berichtet - gehört zu den kostbarsten Szenen und Begegnungen unseres Glaubens. Bekannte und unbekannte Künstler haben dieses Ereignis unzählige Male auf Bildern, Fresken und Ikonen gemalt. Das gläubige Volk denkt an diese Begegnung, wenn die Glocke dreimal am Tag läutet – in der Früh, zu Mittag, am Abend – und es den „Engel des Herrn“ betend betrachtet. Berühmte und weniger berühmte Prediger bemühen sich dem Volk Gottes dieses wohl wichtigste Ereignis in der Heilsgeschichte auszulegen und zu erklären.

Mit Hilfe von 3 Sätzen aus dem soeben gehörten Evangelium vom Besuch des Engels Gabriel bei Maria möchte ich in dieser Predigt hier in der oberen Basilika v. Lourdes versuchen dieses Schlüsselereignis unseres Glaubens zu deuten.

Das erste Wort des Engels an Maria war: „Sei gegrüßt, du Begnadetet!“
Unser Wort „sei gegrüßt“ bedeutet in der griech. Sprache: „Freue dich Maria!“
Dieser Gruß war für Maria ein eigenartiger Gruß, weil der jüdische Gruß bist heute lautet: „Shalom – Friede sei mit dir!“
Diesen ungewöhnlichen Gruß finden wir im Buch des Propheten Zefanja, der dem Volk Israel zuruft: „Freue dich, Tochter Sion, der Herr ist mit dir und er wird in dir Wohnung finden.“ Dieses Wort, das dem Volk Israel gesagt wurde, gilt jetzt Maria ganz persönlich.
Maria ist die Tochter Sions, von der der Prophet Zefanja spricht.
Maria hat Gott auserwählt, damit sie ihm Wohnung/Tempel sei.
Mit Maria hat Gott seinen Plan und sie beginnt zu fragen und nachzudenken.
Freue dich ist also das erste Wort des Engels an Maria.
Freue dich ist die Einladung des Neuen Bundes/Neuen Testaments, die da heißt:
· Gott ist uns nicht unbekannt oder gar weit weg von uns.
· Gott ist uns nahe, wird Mensch/Kind, ist mit uns auf dem Weg.
· Gott dürfen wir VATER nennen und zu ihm DU sagen.
Blicken wir in die heutige Welt und auch in die Kirche: Haben wir Christen nicht weithin die Freude an Gott, am Leben, an Glaube und Kirche verloren?
Sind wir in unserem Wohlstand nicht auch in Gefahr Gott selber zu verlieren, weil wir vielen Dingen dieser Welt nachlaufen und dabei taub und kalt Gott und dem Nächsten gegenüber sind?
Aber wenn der Mensch im Leben die Freude verliert, dann verliert er auch den Willen und die Zufriedenheit, dann beginnt er zu murren und unglücklich zu sein. Aber die Hl. Schrift sagt uns: Die Freude am Herrn ist unsere Stärke! Diese Freude sollen wir wie Maria zu Elisabeth auch zu unserem Mitmenschen tragen. Wir sind als Christen, als Getaufte, Gefirmte, Geweihte Boten der Freude!
Die Freude ist wohl das größte und wichtigste Geschenk des Lebens!
Das zweite Wort des Engels an Maria war: „Fürchte dich nicht, Maria!“
Maria hatte wirklich allen Grund sich zu fürchten – die ganze Last der Welt liegt auf ihr, da sie die Mutter Gottes werden soll. Weil diese Last ihre Kräfte übersteigt, sagt der Engel ihr: „Fürchte dich nicht, Maria!“
Dieses Wort hat Maria in ihrem Leben wohl nie vergessen: am Weg nach Bethlehem und auf der Flucht nach Ägypten – bei der Verheißung Simeons, dass ihre Seele ein Schwert durchbohren wird – auf dem Kreuzweg u. als sie beim Kreuz Jesu stand – als sie Zeugin der Auferstehung und der Urkirche wurde. Genau in diesen schweren Situationen dachte sie wohl an das Wort des Engels: „Fürchte dich nicht, Maria!“
Der Engel sagt dieses Wort auch uns: Fürchte dich nicht!
Der moderne Mensch hat vor vielem Angst: Armut, Hunger, Krankheit, Not, Leiden, Einsamkeit, Alter und Tod! Auch wenn wir heute für fast alles eine Medizin/Versicherung haben, wissen wir genau, dass in schweren Situationen auch das nichts hilft. Die einzige Sicherheit in diesen Situationen - das lehrt uns das Leben Marias - kommt von Gott allein, der uns sagt: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Du kannst nicht tiefer fallen, als in meine Hände!“
Das gibt uns Kraft, Mut und Hoffnung für das Leben!

Das dritte Wort ist die Antwort Marias dem Engel Gabriel: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.“
Dieses Wort wiederholen wir auch jeden Tag im Gebet des Herrn - im Vater unser - wenn wir sprechen: Dein Wille geschehe!
Maria sagt JA zu Gottes Plan und Gottes Willen. Maria stellt sich Gott zur Verfügung und öffnet damit Gott wiederum die Tür in die Welt – die Tür, die Adam u. Eva in ihrem Ungehorsam verschlossen haben. Maria ist Gottes Tür zur Welt und unsere Tür zu Gott! Auch wenn Maria nicht alles gleich verstanden hat, hat sie den Willen Gottes angenommen und ist ihm gefolgt.
Sind wir moderne Menschen/Christen nicht in Gefahr nur das zu tun, was unserem Willen und Wollen entspricht?
Meinen wir nicht oft, dass Gott uns etwas nimmt, wenn wir uns seinem Willen unterwerfen und ihn annehmen?
Rechnen wir überhaupt noch mit der Vorsehung Gottes, dem Eingreifen Gottes?
Das Wort Marias: „Ich bin die Magst des Herrn; mir geschehe wie du es gesagt hast“ lädt auch uns ein, Gott die Tür unseres Herzens, unserer Häuser zu öffnen!

Im Blick auf Maria – die Tür zum Glauben – bitten wir Gott hier in Lourdes:
Schenke uns echte christliche Freude – nimm von uns die Angst im Leben und im Glauben – hilf uns wie Maria deinen Willen anzunehmen und auch zu tun!
Unsere Liebe Frau von Lourdes, erbitte unserer Kirche Bischöfe, Priester, Diakone, Ordensleute und Laienchristen, Familien und Pfarrgemeinden, die die christliche Freude im Herzen tragen, die sich nicht schämen und fürchten ihren Glauben im Leben zu bezeugen, die den Willen Gottes erkennen und ihn auch tun! Das ist echte Neuevangelisierung, zu der wir alle eingeladen sind! Amen.

Flugwallfahrt Marianisches Lourdeskomitee - Freitag, 12. Juli 2013

Die Grotte von Lourdes ist für mich wie der Hochzeitssaal von Kana, von dem uns das eben gehörte Evangelium berichtet hat. Warum eigentlich?

Im Hochzeitssaal von Kana sieht Maria rechtzeitig die Not der Brautleute und sagt zu den Dienern: „Was er (Jesus) euch sagt, das tut!“
Die Grotte von Lourdes ist die Tür zum Hochzeitssaal von Kana – die Tür zum Glauben. Maria sieht rechtzeitig die Not der Welt und sagt zur Dienerin Bernadette: „Beten Sie zu Gott für die Bekehrung der Sünder. Buße, Buße, Buße. Trinken Sie an der Quelle und waschen Sie sich.“ Bernadette tut es sofort. Sie kniet in der Grotte nieder, gräbt die Erde auf und entdeckt schmutziges Wasser, mit dem sie sich das Gesicht beschmiert. Dann versucht sie davon zu trinken. Schließlich wird das Wasser klar. Sie trinkt davon und wäscht sich damit. Die Dienerin Bernadette tut hier in der Grotte von Lourdes das, was Maria ihr sagt!

Die Grotte von Lourdes wird zum Hochzeitssaal von Kana.
Die Erzählung von der Hochzeit zu Kana im Evangelium ist mehr als nur ein Märchen. Es ist eine Glaubensgeschichte, die uns helfen will das Geheimnis Jesu zu entdecken: das Geheimnis, dass in ihm Gottes Kraft aufleuchtet – die Kraft der Liebe, die alles verwandeln kann. Und das ist zugleich auch das Geheimnis unseres eigenen Lebens: Die Liebe ist die Kraft, die alles verwandeln kann. Wer sich Jesus anschließt, dessen Leben kann sich und wird sich auch verwandeln.

Das Evangelium von der Hochzeit in Kana lenkt dabei den Blick auf Maria, von der wir alle drei Dinge für unser Leben/Glauben lernen können und sollen.

1. Fürsorge. Der Fürsorge Marias haben es die Hochzeitsgäste zu danken, dass der Wein nicht ausging. Maria macht sich zur Sprecherin der Gäste: „Sie haben keinen Wein mehr!“, sie macht Jesus aufmerksam auf die konkrete Not der Brautleute, aber auch auf das Verlangen und den Durst der Menschen nach Heil.
Der mütterlichen Fürsorge Marias verdanken wir es, dass hier in der Grotte von Lourdes wieder ein Licht der Hoffnung für die Welt entzündet und eine Quelle des Heiles für uns Menschen – besonders für die Kranken an Leib und Seele – erschlossen wurde, damit wir von unseren Sünden gereinigt sowie von unseren Krankheiten und Gebrechen geheilt werden.
Wie ist das bei uns? Haben wir ein waches Auge für die Not des Nächsten und sind wir bereit zu helfen oder lässt uns das einfach kalt und teilnahmslos?

2. Dabei sein. Maria war damals in Kana bei der Hochzeit dabei, wo Jesu Stunde noch nicht gekommen ist. Maria ist aber auch unter dem Kreuz, wo Jesu Stunde gekommen ist. In Kana floß der Wein aus den Krügen in die Becher der Hochzeitsgäste. Seit Jesu Tod am Kreuz fließen aus seiner geöffneten Seite die lebensspendenden Kräfte aus dem Wasser der Taufe und dem Blut der Eucharistie.

Maria war mit Jesus ein Fleisch, weil sie ihn der Welt geboren hat. Sie hat Jesus nicht für sich festgehalten, sondern ihn uns allen geschenkt. Nun können wir durch die Eucharistie wie Maria mit Jesus ein Fleisch und ein Blut werden.
In der Grotte von Lourdes floss auch das Wasser der Gnade als Bernadette ihr verschmutztes Gesicht im klaren Wasser gereinigt und davon getrunken hat. Hier in der Grotte von Lourdes fließt bis heute das Wasser der Gnade, wenn Menschen bereit sind zur Umkehr und Buße, geheilt werden an Leib und Seele. Hier erlebt man die Kraft des Taufwassers als Tür zum Glauben und echtem Christsein, aber auch was Hochwasser – das Böse – alles anrichten kann.
Wie ist das bei uns? Sind wir im Leben an Jesu Seite oder schämen wir uns?
Bin ich als Getaufter und Gefirmter bereit zum Gebet, zur Umkehr und Buße?

3. Fürsprache. Maria stand im irdischen Leben bittend an der Seite Jesu. „Sie haben keinen Wein mehr!“ Gleichzeitig fordert sie die Jünger auf: „Was er euch sagt, das tut!“ Maria klagt und verklagt nicht, sie legt ihr gutes Wort ein. Sie spricht immer für jemanden und nie gegen jemanden. Maria ist unsere Fürsprecherin.
In der Grotte von Lourdes ruft Maria durch Bernadette die Welt zum Gebet, zu Umkehr und Buße auf sowie aus dieser Quelle zu trinken und sich zu waschen.
Wie ist das bei uns? Setzen wir uns für andere ein oder verklagen wir sie lieber?
Sind wir Christen, die im Wasser der Taufe gewaschen sind, bereit zum Gebet und Gottesdienst, zur Umkehr und Buße im Sakrament der Versöhnung/Beichte?
Maria lehrt uns alle aufmerksame, helfende und fürsorgende Menschen zu sein!
Maria will uns zu Jesus führen, um das Geheimnis der Liebe zu entdecken, die alles verwandeln kann. Ihr Rezept dafür heißt: „Was er euch sagt, das tut!“

Im Hochzeitssaal von Kana ist durch die Aufmerksamkeit und mütterliche Fürsprache Marias das Wunder der Verwandlung von Wasser in Wein geschehen.
In der Grotte von Lourdes geschieht auf die Fürsprache Marias bis heute das Wunder der Bekehrung und Heilung von Menschen an Leib und Seele.
An das Geheimnis der Wandlung werden auch wir jetzt bei der heiligen Messe denken, wenn Brot und Wein in Jesu Fleisch und Blut verwandelt wird! Wenn wir diesem Geheimnis wirklich unser Herz öffnen, dann kann auch mit uns das Wunder der Verwandlung geschehen! Ich wünsche es uns allen von Herzen! Möge es allen geschenkt sein, die wie wir, hierher zu Unserer Lieben Frau von Lourdes voll Freude, Dankbarkeit und Hoffnung kommen! Amen.

Montag, 8. Juli 2013

Diözesanwallfahrt Mariazell 2013 - Messfeier in der Basilika, Sonntag, 7. Juli, 10.00 Uhr

In unserer globalisierten Welt kommt es immer häufiger vor, dass Unternehmen expandieren und ihre Mitarbeiterinnen in eine andere Stadt/Land schicken, um dort eine neue Zweigstelle zu eröffnen und erfolgreich zu sein.
Stellen Sie sich vor, Sie werden dort hingeschickt; was wird Ihr Chef sich von Ihnen erwarten? Verhandlungsgeschick, Führungsqualität, Menschenkenntnis, Durchsetzungsvermögen, sicheres Auftreten, gute Verkaufsstrategien, Kontakte mit einflussreichen Leuten, eine erfolgsorientierte Öffentlichkeitsarbeit - auf diese Fähigkeiten wird gesetzt, diese Anforderungen werden erwartet. Die Logik und Taktik der Welt!

Das heutige Evangelium zeigt uns eine ganz andere Taktik - die Taktik Jesu. Jesus wählt 72 Menschen aus und schickt sie zu zweit in die Dörfer und Städte der Umgebung. Jesus sendet sie voraus, sie sollen die Menschen mit seiner Botschaft in Berührung bringen.
Jesus gibt ihnen den Auftrag: Sagt allen Menschen deutlich, dass Gott sie ohne Vorbedingung liebt. Aber sagt es nur, wenn ihr gleichzeitig durch euer Helfen zeigt, dass es wahr ist. Jesu Auftrag ist herausfordernd und ganz konkret:


Wenn Menschen sich freuen, dann freue dich mit!
Wenn Menschen Sorgen haben, dann stehe ihnen bei!
Wenn Menschen es schwer haben, dann teile mit ihnen die Last!
Wenn Menschen in Not sind und Hilfe brauchen, dann sei zur Stelle!
Wenn Menschen allein sind, dann bleibe bei ihnen!
Wenn Menschen traurig sind, dann lass sie nicht allein!
Wenn Menschen den Glauben, die Hoffnung und die Liebe verloren haben, dann hilfihnen Wege zu Gott zu finden und bete für sie!

Das ist die Taktik, die Frieden schafft, die heilt, die verbindet, die liebt. Es ist eine Taktik, die manchmal etwas kostet - Opfer und Verzicht - und manchmal etwas hervorruft - Unverständnis, Spott, Ablehnung und die Frage: Was bringt mir das?
Jesus sendet seine Jünger aus und er weiß, dass sein Auftrag nicht leicht ist. Jesus beschönigt nichts, er sagt deutlich, worauf sich die Jünger einstellen müssen, wenn sie sein Kommen vorbereiten. Jesu Anforderungen/Taktik unterscheiden sich deutlich von den Anforderungen eines Unternehmens mit seinen Mitarbeitern. Jesu Jünger sollen keinen Besitz, kein Geld, keinen Vorrat mitnehmen. Das Gottvertrauen, das sie predigen, sollen sie auch selbst leben: glaubwürdig! Mit ihren leeren Händen sollen sie das, was sie selbst von Gott empfangen haben, an andere weitergeben. Sie sind schutzlos und mittellos auf die Güte und Großzügigkeit der Menschen angewiesen. Neben dem Gottvertrauen gilt es auch den Mitmenschen Gutes zuzutrauen.

Haben Sie gemerkt, dass im heutigen Evangelium auch von uns die Rede ist?! Wir, Getaufte, Gefirmte und Geweihte, sind heute die Jünger und Gesandten Jesu. Wir sollen heute die Botschaft Jesu, dass Gott alle Menschen liebt und ihnen nahe sein will, weitersagen und so leben, dass etwas davon erfahrbar wird. Auf uns warten Traurige, Einsame, Notleidende, Schmerzgeplagte, Zweifelnde und Verzweifelte, innerlich zerrissene oder überforderte Menschen auf Beistand und Trost - meist nicht weit weg, sondern ganz nah: Familie und Umgebung!

Bitten wir den Herrn um viele solche Arbeiter - Priester, Diakone, Ordensleute und pastorale Mitarbeiterlnnen, die gerade heute unserer Kirche so sehr fehlen!
Bitten wir den Herrn auch um viele solche Laienchristen, die ihr Leben in Familie und Beruf aus dem Glauben gestalten und ihre Fähigkeiten und Talente in Kirche/Diözese/Pfarre und Gesellschaft einbringen!
Bitten wir für uns selber um die Kraft,und den Mut uns für Jesus, seine Logik und Taktik im Alltag einzusetzen und in unseren Pfarrgemeinden mitzuarbeiten!

Die Mutter von Zell ist uns allen in den Stürmen des Lebens Wegweiserin zu ihrem Sohn Jesus - sie ist uns aber auch eine große Helferin und Fürsprecherin. Darum vertrauen wir ihr heute uns selber, unsere Kirche und Gesellschaft an und beten: Erbitte uns vom Herrn der Ernte viele neue Arbeiter für seine Ernte und begleite ihr Wirken mit deinem mütterlichen Segen, damit sie frohe, mutige und glaubwürdige Zeugen des Evangeliums sowie Friedensboten sind! Amen.

Diözesanwallfahrt Mariazell 2013 - Pilgermesse in der Basilika, Samstag, 6. Juli

Liebe Mitbrüder im priesterlichen und diakonalen Dienst!
Lieber Superior P. Karl!
Liebe Diözesanfamilie - Pilgerinnen und Pilger!
Liebe Schwestern und Brüder im Glauben!

Kennen sie James Bond, den britischen Geheimagenten 007 aus Kino/Fernsehfilmen? Was glauben sie, haben dieser James Bond und die Jünger Jesu im gehörten Evangelium gemeinsam? Wahrscheinlich sind sie überrascht über diese Frage! Die Antwort ist nicht schwer: Beide bekamen von ihrem Chef den speziellen Auftrag, eine wichtige Mission auszuführen. Die Art und Weise der beiden Missionen ist aber grundverschieden. Das Betrachten der Unterschiede soll uns helfen, das zu entdecken, was uns Christen dieses Evangelium von der Aussendung der Jünger heute als Einzelne, Kirche, Diözese und Pfarrgemeinde sagen will.

Mit Hilfe von 7 Fragen möchte ich nun in dieser Predigt mit ihnen gemeinsam über die Unterscheidungsmerkmale der beiden Missionen nachdenken:

1. ln welcher Mission sind sie unterwegs?
James Bond ist meist in geheimer Mission unterwegs und will die Welt vor dem drohenden Untergang oder vor einem schlimmen Bösewicht retten.
Die Mission der Jünger Jesu dagegen ist offen sichtbar und hat einen ganz anderen Sinn: Sie laden die Menschen, denen sie unterwegs begegnen, zur Umkehr ein. Sie fordern auf, das, was im Leben nicht so gut läuft, mit Gottes Hilfe zu entdecken und zum Guten zu verändern. Außerdem helfen und heilen sie Menschen in ihrer Not.
Fragen wir uns bei dieser Wallfahrt: Wo müssen wir uns ändern und umkehren? Was können wir in Zukunft anders, besser machen?

2. Wer steht ihnen zur Seite?
Während James Bond entweder allein oder mit einer hübschen Frau unterwegs ist, haben sich die Jünger Jesu zu zweit auf den Weg gemacht. Warum das?
Sie werden paarweise ausgeschickt, denn sie sollen als Zeugen wirken. Stimmen zwei Zeugen in einer Sache überein, so ist ihr Zeugnis vollwertig und rechtsgültig. Der Herr selber bestimmte und bestellte die Boten und gab ihnen damit amtlichen Auftrag und ihrer Sendung rechtlichen Charakter. Zudem haben sie die Möglichkeit, sich einander auszutauschen und zu bestärken. Sie können sich auch nach einer missglückten Mission gegenseitig wieder Mut machen. Gemeinsam sind sie stark genug, Jesu Auftrag auszuführen.
Fragen wir uns bei dieser Wallfahrt: Wie arbeiten wir mit anderen zusammen, in Familie, Pfarre, Dekanat und Diözese. Als Volksgruppen, in der Ökumene,  der Politik und in den Vereinen?

3. Welche Ausrüstung hilft ihnen dabei?
James Bond ist meist mit allen technischen Raffinessen, mit teuren Autos und Kreditkarten ausstaffiert. Die Ausrüstung der Jünger Jesu ist viel bescheidener: Wanderstab und Sandalen müssen ihnen ausreichen. Sie sind Pilger. So werden sie nicht abgelenkt von materiellen Dingen. Ihr Augenmerk liegt allein auf dem Auftrag, den Jesus ihnen gegeben hat.
Fragen wir uns bei dieser Wallfahrt: Brauche ich wirklich alles, was mir die Werbung vorschwärmt? Lenkt der Konsum nicht vom Wesentlichen ab? Braucht es heute nicht den Mut zur Einfachheit und Bescheidenheit? Machen mich nicht auch Dinge reich, die wenig oder gar nichts kosten: Ein Gespräch, Zeit für einen Besuch, für den Partner, die Kindern und Eltern oder Alte und Kranke?

4. Wie lösen sie Konflikte?
Von James Bond wissen wir, dass er für Konfliktsituationen besonders ausgefeilte Waffen bei sich trägt: Das können Kugelschreiber sein, mit denen er schießt oder Mini-Raketen, die in seinem Auto versteckt sind.
Eine ganz andere Strategie bekommen die Jünger von Jesus mitgeteilt. Im Evangelium heißt es: "Wenn ihr abgelehnt werdet, dann schüttelt den Staub von euren Füßen." Jesus fordert also keine gewaltsame Zwangsmissionierung, auch kein Überreden mit vorgehaltener Pistole. Die freie Entscheidung eines jeden Menschen wird akzeptiert.
Fragen wir uns bei dieser Wallfahrt: Nehmen wir unsere Mitmenschen ernst, wenn sie eine andere Meinung haben? Versuchen wir als Christen andere zu überzeugen anstatt zu überreden, am besten mit einem glaubwürdigen Leben?

5. Welche Vollmachten bekommen sie von ihren Auftraggebern?
James Bond hat die Lizenz zum Töten. Davon macht er in den Filmen oft Gebrauch. Er geht über Leichen. Ganz anders die Jünger Jesu. Sie bekommen von Jesus die Lizenz zum Heilen. Im Namen Jesu Christi treiben sie Dämonen aus und heilen Kranke. Sie setzen sich ein, Leben zu schützen und zu erhalten.
Fragen wir uns bei dieser Wallfahrt: Setzen wir uns als Christen für das Leben ein von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod? Braucht unsere Gesellschaft heute nicht mehr denn je diesen Einsatz und dieses Zeugnis der Christen?

6. Wie stellen sie sich dar?
James Bond stellt sich als Superagent dar, er ist ein moderner Superman. Die Jünger Jesu haben eine solche Selbstdarstellung nicht nötig, denn sie sind unterwegs im Namen des Herrn. Sie verweisen bei allem, was sie tun, auf Jesus. Sie sehen sich als Wegweiser zu einem erfüllten Leben mit Gott.
Fragen wir uns bei dieser Wallfahrt: Wer oder was steht im Mittelpunkt meines Lebens und Glaubens oder meiner Tätigkeit in Kirche und Gesellschaft? Muss ich selber im Mittelpunkt stehen oder bin ich anderen ein Wegweiser zu Gott?

7. Wer schrieb die Handlung?
James Bond ist erfunden, ebenso das Drehbuch zum Film. Es geht um eine gute und spannende Unterhaltung sowie um volle Kassen. Das Evangelium ist nicht erfunden, es hat eine andere Zielrichtung: Es geht darum, dass Jesus seine Anhänger einlädt, die frohe Botschaft weiterzugeben, so wie er sie weitergegeben hat. Es ist ein Auftrag für alle Christen zu allen Zeiten.
Fragen wir uns bei dieser Wallfahrt: Wie kann ich meine Erfahrungen mit Gott weitergeben? Wie kann ich meinen Glauben leben, dass er andere ansteckt?

Auch der spannendste James-Bond-Film geht zu Ende mit einem Happy End. Der Bösewicht ist besiegt, die tödliche Gefahr beseitigt und James Bond ist der Held, der seine Mission gut und erfolgreich beendet.
Wissen sie wie die Mission Jesu eigentlich endet? Der Auftrag Jesu ist noch nicht abgeschlossen! Solange es Christen gibt, sind sie aufgerufen, Zeugnis von ihrem Glauben zu geben. Jeder und jede von uns hat von Jesus die Lizenz der Glaubensweitergabe in der Taufe und Firmung erhalten. Wir müssen uns dabei nicht wie die ersten Jünger Jesu die Füße wund laufen. Es genügt, dass wir dort glaubhaft sind, wo wir leben und arbeiten. Wenn uns das gelingt, wird unser ganzes Leben eine Mission sein, die spannender als jeder James-Bond-Film ist.
Diese unsere Diözesanwallfahrt im Jahr des Glaubens zur Mutter von Zell möge uns Mut machen, dass wir als Christen - Getaufte, Gefirmte und Geweihte - unsere Mission erkennen und sie aus Überzeugung und mit Freude erfüllen! Als Bischof danke ich allen, die sich in unserer Diözese und den Pfarrgemeinden im Alltag darum mühen und lade ein, trotz aller Herausforderungen unserer Zeit darin nicht müde zu werden!
Maria ist uns dabei Wegweiserin und Fürsprecherin! Amen.