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Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Dienstag, 17. September 2013

Radiogottesdienst zur Kroatenwallfahrt in Loretto - 15. September 2013

Am 3. Sonntag im September- an dem wir Burgenland-Kroaten seit über 200 Jahren zur Schmerzensmutter von Loretto pilgern - geht unser Blick auf Maria. In der Laurentanischen Litanei besingt die Kirche in ihren Anrufungen, was Gott Großes an Maria getan hat. Ich möchte eine neue Anrufung anfügen, die etwas merkwürdig klingen mag: Du kreuzfidele Jungfrau. Kreuzfidel meint, dass als Frucht des Kreuzes den Menschen das geschenkt wird, was wir unter fidel zu verstehen haben. Fidel hat eine dreifache Bedeutung. Es meint: gläubig, treu und fröhlich. Kein Mensch hat so sehr im Schatten des Kreuzes gestanden wie Maria, darum ist in keinem Menschen so sichtbar geworden, was gläubig, treu und fröhlich ist. Von Maria können wir Christen diese 3 Haltungen lernen.

Maria hatte einen skandalfesten Glauben.
Nachdem der Engel Gabriel sie in ihrem Haus in Nazaret wieder verlassen hatte, blieb Maria mit ihren Unbegreiflichkeiten alleine zurück. Wie musste sie all das treffen, was wir als die „7 Schmerzen Mariens“ bezeichnen: die Weissagung Simeons - die Flucht nach Ägypten - das dreitägige Suchen nach Jesus bei der Wallfahrt zum Tempel - der Weg nach Golgota - die Kreuzigung Jesu - die Abnahme Jesu vom Kreuz - die Grablegung. Wo blieben denn jetzt all die großen Verheißungen Gottes?
Maria brauchte einen Glauben, der diesen Skandalen und Herausforderungen gewachsen war. Sie lebte ständig in Überforderungssituationen. Die Nähe zum Herrn ließ sie aber nicht unterliegen, sondern überstehen. Glauben heißt marianisch, in der Nähe Jesu leben. In der Nähe Jesu leben heißt immer, in der Reichweite des Kreuzes sein. Der Glaube an den Herrn ließ sie trotz aller Schwierigkeiten bestehen.
Geht es uns in unseren täglichen Sorgen in Familie, Kirche und Gesellschaft nicht wie Maria - auch wir brauchen heute mehr denn je einen skandalfesten Glauben, der sich vom Wort Gottes, Gebet und Empfang der Sakramente nährt? Sind wir heute nicht in Gefahr wie die Israeliten damals vom Weg abzuweichen, uns selber das goldene Kalb zu machen, es anzubeten, ins Verderben zu laufen? Das Evangelium macht Mut und sagt uns: Gott sucht uns Menschen immer wie der Hirte das verlorene Schaf, wie die Frau die verlorene Drachme/Geldstück!

Maria lebte die Treue - Marija bila je u zitku vjerna.
Bozja vjernost svojemu narodu nasla je u Marijinoj vjernosti svoj odziv. Bog je mogao s Marijom racunati, ar je bila vjerna do kriza, jos i onda, kada su uceniki Gospodina izdali i ostavili je ona ostala stalna i vjerna. Bog triba i danas vjerne ljude-krscane, na ke se more osloniti i ki prem teskoc i skusavanj dzru i ispunu ono, ca su u histvu ili u duhovnom stalizu obecali.
Vjernost krscanskih hiznikov omogucuje dici srican i slobodan zivot u obitelji.
Vjernost svecenika garantira krscanskoj zajednici euharistiju i otpuscenje gihov.
Vjernost redovnikov i redovnic omogucuje razlicne sluzbe u bolnica i skola.
Vjernost hrvatskih roditeljev garantira nasemu narodu prem velike asimilacije dalnji opstanak na ovom prostoru, da se nas lipi hrvatski jezik ne zgubi, nasa bogata kultura mladim predaje ter da se na nasem materinskom jeziku u nasi crikva prodikuje, moli i jaci. Ovo nase shodisce simo u Lovretu je vazan stup nase vjere i narodnosti, koga tribamo kot krscani i Hrvati gajiti!
Ca bi bila nasa Crikva i drustvo, nase Gradisce i ov nas svit prez vjemosti? Ravno danas tribamo vjeme ljude u histvu, Crikvi, drustvu i narodnom pogledu!

Maria ist fröhlich, darum singt sie.
Von Maria kommt das schönste Lied, das wir Christen haben: das Magnificat. Die Fröhlichkeit Mariens liegt nicht in ihrer glücklichen seelischen Veranlagung in ihr und nicht in den günstigen Verhältnissen um sie herum. Die Fröhlichkeit Mariens gründet allein in der Nähe zum Herrn. Die Fröhlichkeit ist ein Echo auf die Gottesnähe, während die Angst ein Reflex der Gottesfeme ist. Darum gibt es eigentlich keine Christenangst, sondern nur Heidenangst. Die Nähe Christi war Maria erfahrbar in der täglichen Begegnung mit dem Kreuz. So gibt es auch für uns kein Leben ohne Kreuz und Leid. Wollen wir moderne Christen nicht oft ein Leben ohne Kreuz und Leid, auch einen Glauben, der Kreuz, Leid ausklammert?
Das Evangelium lädt auch uns ein Gottes Nähe im Gebet zu suchen, damit wir die Freude im Leben nicht verlieren!
Maria ist die Frau in der Nähe des Kreuzes. Deshalb wissen wir sie auch in unserer Nähe, weil auch wir unter dem Schatten des Kreuzes stehen. Unsere Liebe Frau von Loretto - du kreuzfidele Jungfrau - erbitte uns modernen Christen die Gnade des Glaubens, der Treue und der Fröhlichkeit! Amen.

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