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Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Donnerstag, 5. September 2013

Arbeitsjahreröffnung im St. Martinsdom – 3. September 2013

Am Beginn des neuen Arbeitsjahres möchte ich uns alle ganz bewusst an drei Worte von Papst Franziskus erinnern, die er nach seiner Wahl zum Nachfolger Petri bei seiner ersten Messe in der Sixtinischen Kapelle uns ans Herz gelegt hat. Diese 3 Worte sind ein Programm, das uns im neuen Arbeitsjahr als Christen, noch mehr als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Diözese vor Augen sein soll. Sie sind für Hirten und Herde Auftrag und Sendung zugleich.

Das erste Wort von Papst Franziskus heißt: Gehen.
„Unser Leben ist ein Weg, und wenn wir anhalten, geht nichts. Gehen, in der Gegenwart des Herrn, im Licht des Herrn, und dabei versuchen, rechtschaffen zu leben, so, wie Gott es schon von Abraham verlangte. „
Das, wozu uns Papst Franziskus da einlädt, ist nichts anderes als was Gott von seinem Volk verlangt. Gott hat die Israeliten aus Ägypten herausgeführt. Gott legt einen Weg an durch die Wüste, um sein Volk aus dem Exil in Babylon in die Heimat zurückzuführen. Gott wird noch Größeres tun. Gott hat in Jesu Tod und Auferstehung seine Verheißungen auch erfüllt! Gott ist also ein Gott, der den Weg mit uns Menschen durch dick und dünn geht, ein Gott der Leben und Zukunft schenkt. Wenn wir als Christen unseren Weg gehen, sollen wir uns immer an die Taten Gottes erinnern und diese unsere Erinnerung muss zur Verkündigung werden. Das ist der Weg der Weitergabe des Glaubens und Neuevangelisierung heute! Das ist Jesu Auftrag an seine müde gewordene Kirche, an uns laue Christen! Gehen wir also unsere Wege trotz aller Sorgen und Nöte im Licht des Herrn - Gott geht mit uns! Wer sich einlässt auf die Herausforderungen der Zeit und unsere Welt annimmt, der wird auch imstande sein in die Zukunft zu gehen, weil er weiß, dass nicht wir es sind, die alles machen müssen, sondern der Herr es ist!

Das zweite Wort von Papst Franziskus heißt: Aufbauen.
„Die Kirche aufbauen, dazu braucht es lebendige Steine, vom Heiligen Geist getränkte Steine. Die Kirche auf jenen Eckstein aufbauen, welcher der Herr selbst ist. Das ist eine wichtige Bewegung unseres Lebens.“ Wozu uns Papst Franziskus einlädt, ist nur ein anderes Wort dafür, was Paulus den Korinthern in der heutigen Lesung sagt: „Wir verkündigen nämlich nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn.“
Christen sind keine toten Grabsteine. Vielmehr sollen wir Kirche u. Gesellschaft aufbauen als lebendige Steine, mit unseren Gaben. Damit wir lebendige Steine sind, braucht es den Hl. Geist, den wir empfangen haben. Wer Gottes Geist im Herzen hat, der liebt, teilt, verzeiht, tut Gutes, arbeitet zusammen, baut auf! Wir alle sind kraft Taufe/Firmung berufen das Reich Gottes in d. Diözese Eisenstadt mit unseren Talenten aufzubauen! Bauen wir nicht auf uns, sondern auf Jesus als Eckstein, damit unser Leben gelingt und Kirche gebaut wird, wie Jesus sie will!

Das dritte Wort von Papst Franziskus heißt: Bekennen.
„Wir können gehen, wie weit wir wollen, wir können vieles aufbauen, aber wenn wir nicht Jesus Christus bekennen, geht nichts. Wir werden eine wohltätige NGO, aber nicht die Kirche. Wenn man nicht geht, bleibt man stehen. Wenn man nicht auf Stein aufbaut, fällt alles zusammen. Wenn man Jesus nicht bekennt, bekennt man die Weltlichkeit des Bösen. Oft kann man von Christen hören: Ich folge dir Jesus, aber sprich mir nicht vom Kreuz. Ich folge dir mit anderen Möglichkeiten, ohne das Kreuz. Wenn wir ohne das Kreuz gehen, wenn wir ohne das Kreuz aufbauen und Christus ohne das Kreuz bekennen, sind wir nicht Jünger des Herrn.“
Wozu uns Papst Franziskus einlädt, sagt Jesus im Evangelium zu den Jüngern so: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ Das ist die erste Aufgabe der Kirche, von Christen: Bekennen. Für den Christen ist dabei der Blick auf das Kreuz Jesu wichtig. Christliches Leben ist nur im Blick auf das Kreuz möglich und erträglich. Daher hat das Kreuz einen besonderen Platz in unserem Leben, sollen wir dem Kreuz nicht ausweichen, sondern es annehmen. Wer es annimmt, dem gibt Gott die Kraft es zu tragen, der wird Prüfungen bestehen und teilhaben am Tisch im Reich Gottes. Am glaubwürdigsten bekennen wir unser Christsein im Dienst am Nächsten, oder wie es Lukas im heutigen Evangelium sagt: „Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Kleinste, und der Führende soll werden wie der Dienende.“ Das ist Jesu Auftrag an uns Christen, besonders an die Hirten und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Kirche!

Wir alle sind eingeladen im neuen Arbeitsjahr unsere Wege im Licht des Herrn zu gehen - wir dürfen wissen, dass unser Gott „Immanuel“, ein Gott mit uns ist! Wir alle sind eingeladen im neuen Arbeitsjahr mit unseren Talenten Kirche und Gesellschaft als lebendige Steine mitzubauen/aufzubauen-blicken wir dabei auf Jesus, unseren Grundstein, damit der Bau von Kirche und Christsein gelingt! Wir alle sind eingeladen im neuen Arbeitsjahr als Mitarbeiter d. Kirche Christus im Alltag zu bekennen -Dienen, unser Beten und Arbeiten soll übereinstimmen!

Bischof Stefan Laszlo ist als Christ und Hirte seine Wege gegangen im Lichte des Herrn, im großen Vertrauen auf Gottes Verheißungen. Bischof Stefan hat 40 Jahre als Hirte unsere Diözese mit seinen Talenten und Fähigkeiten unermüdlich aufgebaut u. ausgebaut, er scheute dabei keine Mühen. Bischof Stefan hat als Seelsorger und Hirte sich zum Glauben bekannt und für Christus und seine Kirche glaubwürdig Zeugnis gegeben! Wenn wir im Jahr seines 100. Geburtstages heute seine Büste im Bischofshof nun aufstellen, dann möge sie uns alle an ihn und sein Vermächtnis erinnern - gehen, aufbauen und bekennen!

Ich wünsche uns allen viel Freude und Mut dazu, aber vor allem Gottes Segen!
Amen.

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