Diözese Eisenstadt - Menü
Aktuell - Menü
Bischof - Menü
Über uns - Menü
Pfarren - Menü
Kirchenbeitrag - Menü
Frauen, Männer, Familie - Menü
Junge Kirche - Menü
Bildung - Menü
Für die Seele - Menü
Info, Hilfe - Menü
Diözese Eisenstadt - Seitentitel
Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Dienstag, 16. Juli 2013

Flugwallfahrt Marianisches Lourdeskomitee - Dienstag, 16. Juli 2013

Immer wieder wird uns in den Evangelien berichtet, dass Jesus sich auf einen Berg zurückzieht, um zu beten. In allen Völkern, Kulturen und Religionen gibt es heilige Berge, die für den Kontakt mit Gott oder dem Heiligen unentbehrlich sind. Ein solcher Berg ist für Juden und Christen der Berg Karmel.
Auf dem Berg Karmel wohnte der Prophet Elija. Dort hat er den Glauben des Volkes Israel gegen die Propheten des Baal machtvoll verteidigt. Elija hat das Volk Israel aufgerufen treu zum Glauben an Jahwe – den einzigen Gott – zu stehen, sich für ihn zu entscheiden und nicht anderen Göttern nachzulaufen.
Auf dem Berg Karmel sind schon in den ersten christlichen Jahrhunderten Niederlassungen von Einsiedlern bezeugt, die sich im 13. Jahrhundert zu einem beschaulichen Orden, den Karmeliten, unter dem besonderen Schutz der Gottesmutter zusammenschlossen und ein Leben in Gebet, Zurückgezogenheit führten. Der heutige Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel erinnert daran.

Brauchen wir Menschen wirklich Berge, um zu beten? Was geschieht mit uns, wenn wir auf einen Berg steigen?
Wir verlassen die staubigen Niederungen und kommen in klare und reine Luft. Wir lassen die kleinen Dinge des Alltags hinter uns zurück und gehen ins Weite. Wir gehen weg aus unseren Häusern, um Abstand und Übersicht zu gewinnen. Wir nehmen nur das Notwendige/Wichtige mit und lassen alles Überflüssige.
Auf einen Berg steigen ist nicht nur ein physischer Vorgang, der unseren Körper in Anspruch nimmt, sondern auch ein seelischer Vorgang – Wir erheben gleichsam unser Herz zu Gott!

Der heutige Gedenktag ULF vom Berge Karmel erinnert uns zwei Dinge:
Wir sollen uns als Christen wie der Prophet Elija und wie Maria im Leben für Gott entscheiden und im Alltag trotz aller Herausforderungen, Versuchungen und Probleme treu und standhaft im Glauben sein!
Wir sollen als Christen wie Elija und Maria im Gebet die Nähe Gottes suchen! Das Gebet ist der Berg für unsere Seele, auf dem wir reine Luft atmen/auftanken sich aus den Niederungen des Alltags befreien, den Kontakt mit Gott erfahren und das Wesentliche im Leben – Gut und Böse – erkennen können.

Wenn wir jetzt Eucharistie feiern, dann hören wir vor der Wandlung den Ruf des Priesters „Erhebet die Herzen!“ Die Erhebung des Herzens zu Gott ist nichts anderes als die uralte und klassische Definition von Gebet! Beten ist ein Vorgang, den man mit dem Besteigen eines Berges vergleichen kann. Beten heißt: unser kleines Ich, das so gern um sich selber kreist, loslösen und zu Gott zu erheben.
Mit Maria steigen wir nun auf den Berg Golgotha und bringen gemeinsam das eucharistische Opfer dar – das kostbarste Gebet, das uns Gott ganz nahe bringt!

Blog Archive