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Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Montag, 24. Juni 2013

25 Jahre Papstbesuch in Trausdorf, 22. Juni 2013

„Ja zum Glauben - Ja zum Leben“ - so lautete das Motto des Papstbesuches am 24. Juni 1988 in der Diözese Eisenstadt hier in Trausdorf.

„Ja zum Glauben- Ja zum Leben“- das ist auch das Motto dieses feierlichen Gedenkens anlässlich 25 Jahre Pastoralbesuch des sel. Papstes Johannes Paul lI. im Jahr des 100. Geburtstags von Bischof Stefan László heute hier in Trausdorf, der Heimatgemeinde unseres ersten Diözesanbischofs. „Ja zum Glauben - Ja zum Leben“- das ist wohl auch die bleibende Botschaft des sel. Papstes Johannes Paul II. an uns in der Diözese Eisenstadt, an die Welt. Was Bedeutet das „Ja zum Glauben“ für uns heutige Menschen-Christen? Wir erleben heute weithin eine Gottesfinsternis und Glaubenskrise in der Welt. Viele Menschen-Christen meinen auch ohne Gott ganz gut auszukommen, sie brauchen ihn nicht mehr in unserer Wohlstandsgesellschaft. Gott scheint eher hinderlich zu sein für ein glückliches, freies, modernes Leben. Wie hat Papst Benedikt so treffend gesagt - Wo Gott ist das ist Zukunft! Schon das 2. Vatikanische Konzil hat vor 50 Jahren Kirche und Welt aufgerufen wieder Gott und sein Geheimnis zu entdecken und nicht nur um sich selbst zu kreisen.

Das hat uns auch Papst Johannes Paul II. in seiner Predigt hier in Trausdorf vor 25 Jahren gesagt: „In der Tat, ohne Verbundenheit mit seiner Wurzel, die Gott ist, verarmt der Mensch an inneren Werten und erliegt allmählich den vielfältigen Bedrohungen. Die Geschichte lehrt uns, dass Menschen und Völker, die ohne Gott auszukommen glauben, stets der Katastrophe der Selbstzerstörung preisgegeben sind. Aus einer lebendigen Gottesbeziehung erwächst dem Menschen hingegen das Bewusstsein von der Einmaligkeit und Kostbarkeit seines Lebens und seiner personalen Würde. Inmitten seiner konkreten Lebenssituation weiß er sich von Gott gerufen, getragen und angespornt. Trotz herrschender Ungerechtigkeiten und persönlichen Leids versteht er sein Leben als Geschenk; er ist dafür dankbar und fühlt sich dafür vor Gott verantwortlich. Gott wird so für den Menschen zur Quelle der Kraft und der Zuversicht, aus der heraus er sein Leben menschenwürdig gestalten und auch selbstlos in den Dienst seiner Mitmenschen zu stellen vermag. Wir alle spüren, wie sehr wir der Erneuerung, einer neuen Hinwendung zu Gott bedürfen. Erneuerung, Umkehr und Hinwendung zu Gott, zu den Quellen des Glaubens, Besinnung auf den unverkürzten Glauben - das ist es, wozu uns das heutige Fest aufruft und wozu uns das Beispiel des hl. Martin anspornt.“

Sind das nicht auch heute noch aktuelle Worte? Bemühen wir uns darum in unserer Diözese, Pfarrgemeinden und Familien - das ist „Ja zum Glauben“ konkret! Oder wie es der hl. Paulus in der Lesung aus dem Galaterbrief sagt: „Denn ihr alle, die auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt.“

Das Bekenntnis des Petrus zum Messias und die Kreuzesnachfolge im heutigen Evangelium ist auch der Weg der Nachfolge des Christen heute, unser Weg! Was bedeutet das „Ja zum Leben“ für uns heutige Menschen-Christen? Wir erleben heute weithin wie die „Kultur des Lebens“ zu einer „Unkultur des Todes“ verkümmert - und das alles im Namen der Freiheit und des Fortschritts.

Oder wie es Papst Johannes Paul Il. in seiner Predigt vor 25 Jahren hier in Trausdorf ausgedrückt hat: „Wohl in keiner anderen Zeit sind bisher durch Technik und Medizin größere Anstrengungen unternommen worden, um menschliches Leben gegen Krankheit zu schützen, es immer mehr zu verlängern und vor dem Tod zu retten. Gleichzeitig aber hat kaum eine Zeit zuvor so viele Orte und Methoden der Menschenverachtung und Menschenvernichtung hervorgebracht wie die unsrige. Oder müssen wir uns nicht gerade angesichts der schrecklichen Geschehnisse, die durch Menschen über unsere Welt hereingebrochen sind, und angesichts der vielfältigen Bedrohungen unserer Zeit umgekehrt fragen: Hat sich nicht der Mensch von Gott, seinem Ursprung entfernt, sich von ihm abgewandt und sich selbst zum Mittelpunkt und Maßstab seines Lebens gemacht? Drückt sich nicht in den Experimenten mit dem Menschen, die seiner Würde widersprechen, in der Einstellung vieler zu Abtreibung und Euthanasie ein beängstigender Verlust der Ehrfurcht vor dem Leben aus? Zeigt sich nicht auch in eurer Gesellschaft immer deutlicher im Schicksal vieler einzelner, welches durch innere Leere, Angst und Flucht bestimmt ist, dass sich der Mensch selbst von seiner Wurzel angeschnitten hat? Müssen nicht Sexualisierung, Alkoholismus, Drogenkonsum als Alarmsignale verstanden werden? Deuten sie nicht auf eine große Vereinsamung des heutigen Menschen hin, auf eine Sehnsucht nach Zuwendung, einen Hunger nach Liebe, die eine nur auf sich selbst gerichtete Welt nicht stillen kann? Ja, wir wissen alle um die Notwendigkeit der Erneuerung in unserer Gesellschaft, der Neu-Evangelisierung unseres Kontinents: damit der europäische Mensch den Sinn für seine grundlegende Würde nicht verliert; damit der nicht den zerstörerischen Mächten des geistigen Todes verfällt, sondern das Leben hat und es in Fülle hat.“

Sind nicht auch das heute noch aktuelle Worte des sel. Papstes an uns alle? Bemühen wir uns in unserer Diözese, Pfarrgemeinden und Familien auch um ein „Ja zum Leben“, fordern und unterstützen wir alles, was dem Leben dient! Die bleibende Botschaft von Papst Johannes Paul II. an uns von seinem Besuch bei uns hier in Trausdorf ist: Sagt „Ja zum Glauben - sagt Ja zum Leben“; denn Gott lebt es mit euch! Mit ihm wird euer Leben zu einem Abendteuer; es wird schön, reich und erfüllt sein! Seliger Johannes Paul, bitte für uns!

Ca je vist zitka i djelovanja bl. pape Ivana Pavia II. nasoj Crikvi i svitu? Troje: Otvorite vrata Kristusu, nasemu Spasitelju i Otkupitelju! Ne bojte se! Povjerujte Bozjoj milosrdnosti i budite sami milosrdni! Blazeni Ivane Pavle, ti si nam putokaz i zagovomik na nasem putu, da i mi moremo biti ljudi-krscani, ki ne velu samo „Da k vjeri - Da k zitku“, nego to i zivu!

Es ist wahrlich ein großes Werk und Erbe, das dieser Papst hinterlassen hat und kaum zu fassen, dass dies alles ein Menschenleben bewältigen kann! Man kann nur staunen, aus Hochachtung sich vor ihm verneigen und Vergelt's Gott sagen! Was ist und bleibt aber seine Botschaft, die er uns allen mit seinem Leben und Wirken, in seinen Reden und Schriften hinterlässt?

Schaut auf den, den sie durchbohrt haben - das sind auch die Worte des Herrn in der eben gehörten Lesung aus dem Propheten Sacharja an sein Volk. Schaut auf den, den sie durchbohrt haben - an dieses Wort werden wir immer dann erinnert, wenn wir auf das Kreuz schauen, besonders auf das Papstkreuz hier in Trausdorf und an die Apostelkreuze, die diesen Festplatz zum Gottesdienstraum machten und jetzt in unseren Dekanaten und Nachbardiözesen aufgestellt sind.

Mit dieser Feier bekennen auch wir uns zum Kreuz Jesu Christi und schauen auf den, den sie durchbohrt haben!