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Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Montag, 14. Januar 2013

Sternsingertreffen in Jennersdorf - 12. Jänner 2013

Es gibt eine alte Legende, die das Evangelium von den Drei Königen noch weitererzählt: "Als die drei Weisen das Kind in der Krippe gefunden hatten, da fiel der Stern, der sie geführt hatte, vom Himmel und lag vor ihren Füßen. Da sagte der erste Weise: Endlich sind wir am Ziel. Der zweite fügte hinzu: Und für den Rückweg brauchen wir keinen Stern. Der dritte aber meinte: Wir müssen den Stern wieder an den Himmel bringen, damit er allen den Weg weist." Die ersten beiden Weisen hatten Recht, denn sie hatten ihr Ziel schon erreicht und den Rückweg kannten sie bereits. Aber dennoch war der dritte Weise klüger als die beiden anderen. Er hatte nämlich etwas Wichtiges erkannt: Der Stern muss wieder an den Himmel zurück und dort weiterleuchten, damit nicht nur sie, die Könige, Jesus finden können, sondern alle Menschen.

Wie soll der Stern wieder an den Himmel zurückkommen, um allen Menschen zu leuchten? Kein Mensch kann doch einen Stern wieder an den Himmel setzen! Wie soll das gehen? Das ist doch nicht möglich! Ich denke, es ist möglich- vielleicht anders als wir es uns vorstellen. 85 .000 Sternsinger gingen in diesen Tagen als Hl. Drei Könige verkleidet mit einem Stern durch Österreichs Dörfer und Städte, in unserem Land waren es 4.500.
Der eine Stern von damals, der am Himmel geleuchtet hat, ist zu Tausenden von kleinen Sternen geworden, die sie durch die Straßen tragen. Dieser Stern erzählt immer noch dieselbe Botschaft: Dass Jesus geboren wurde. Das haben wir an Weihnachten gefeiert, und der Stern erinnert alle Menschen daran!
Der Stern tut noch mehr: Er erinnert die Leute nicht nur an die Geburt Jesu, sondern sie können diesem Stern sogar folgen. Denn sich auf den Weg zu Jesus zu machen heißt auch immer, sich auf den Weg zu anderen Menschen machen. Und wir alle wissen, dass Jesus besonders für die Kranken, die Armen und die Schwachen da war. Wer also dem Stern folgt und sich auf den Weg macht, der kommt zu Jesus, der selbst als ein Kind von armen Leuten in einem einfachen Stall bei Betlehem zur Welt kam. Wenn die Leute den Sternsingern ihre Spende geben, dann machen sie einen solchen Schritt auf Jesus zu, dann folgen sie der Aufforderung, die der Stern bedeutet.
Der Stern ist eine Einladung an alle, sich auf den Weg zu Jesus zu machen und das kann man auch, indem man Mitmenschen hilft, besonders denen in Not. 

Ich bin als Bischof froh und dankbar, dass auch dieses Jahr 4.500 Kinder unserer Diözese mit vielen Begleitpersonen mitgeholfen haben, den Stern von Betlehem wieder an den Himmel zu setzen. Ich danke allen, die die Sternsingeraktion vorbereitet, durchgeführt und großzügig unterstützt haben! Mit jeder Gabe folgen wir dem Jesus-Stern und helfen Menschen in Not, heuer besonders in Äthiopien. Der Stern wird so zum Hoffnungsstern, der besseres Leben schenkt. Im Namen dieser Menschen sage ich Euch allen Danke und Vergelt's Gott! Amen!