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Diözese Eisenstadt - Seitentitel
Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Dienstag, 28. Februar 2012

„…wo der Pfeffer wächst“ – eine Reise mit Diözesanbsichof Zsifkovics auf den Spuren einer 30-jährigen Diözesanpartnerschaft in Indien

Indienreise 2012 - 073
Am 10. Feber machte sich eine kleine Reisegruppe mit Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics auf den Weg in die Partnerdiözesen Kanjirapally und Changanacherry im Bundesstaat Kerala in Südindien. Der große Temperaturunterschied von ca. 50 Grad (-15 Grad in Österreich und +35 Grad in Indien) sollte für die Teilnehmer nur ein Vorgeschmack auf viele Gegensätze sein, denen sie auf dieser Reise begegnen würden.

Dieser Besuch war bewusst nicht als touristische Reise geplant, sondern sollte dem Diözesanbischof auf den Spuren der 30-jährigen Diözesanpartnerschaft eine erste Begegnung mit den Partnerdiözesen ermöglichen.

Bereits der Tag der Anreise zeigte sehr deutlich die Diskrepanz zwischen der Welt in Europa, der Glitzerwelt von Dubai, wo ein Zwischenstopp erfolgte, und dem einfachen und bisweilen sehr armen Leben in Indien.

Nach der Ankunft in Kochi besuchte die Reisegruppe jenen Platz, an dem der Apostel Thomas indischen Boden betrat. Ihm verdanken die „Thomas-Christen“ des syro-malabarischen Ritus der Partnerdiözesen ihren Namen und ihren Glauben.
Die Tage darauf waren geprägt von vielen herzlichen Begegnungen in und um Kanjirapally. Bischof Arackal empfing die Besucher aus der Diözese Eisenstadt mit größter Gastfreundschaft und versuchte, die meisten Projekte, die im Rahmen der Partnerschaft bisher gefördert worden waren, in das Reiseprogramm aufzunehmen. Neben sehr bedrückenden Besuchen in Heimen für obdachlose, geistig behinderte Frauen, für alkoholkranke Männer, einem Waisenhaus für Knaben und einer Art Hospiz gab es auch gleich anfangs eine sehr schöne Begegnung im Knabenseminar der Diözese. Bei der Sonntagsmesse in der Kathedrale, wo der Bischof von den Gläubigen besonders herzlich empfangen wurde, und beim Zusammentreffen mit den Eltern der im Priesterseminar der Diözese Eisenstadt studierenden indischen Seminaristen wurde der Gegensatz zwischen den fröhlichen, vorurteilslosen und einfach so gläubigen Menschen in Indien und den oft eher kühlen, skeptischen und berechnenden Menschen in Europa deutlich. Trotz Armut und einfachster Lebensverhältnisse begegneten den Besuchern stets fröhliche und lächelnde Erwachsene und vor allem Kinder, die sich nicht scheuten, das Gespräch mit den Fremden zu suchen oder – einfach so – um den Segen eines Bischofs oder Priesters zu bitten.

Die Feste der Grundsteinlegung für eine neue Kirche, der Befestigung des Haupttores der Kirche – einer Art Gleichenfeier – zeigten den Mitgliedern der Reisegruppe, wie sehr es die indischen Gläubigen verstehen, mit einfachsten Mitteln beeindruckende Feste zu feiern und dass Zeit beim Feiern keine Rolle spielt. Für Bischof und Priester war die Teilnahme an einer der monatlich stattfindenden Priesterkonferenzen, in deren Rahmen Bischof Zsifkovics einen geistlichen Vortrag hielt, besonders eindrucksvoll. Auch die Begegnung und Liturgie in der Pfarre von Fr. Abraham Parampil, der bereits am Beginn der Diözesanpartnerschaft dabei war, war ebenso bewegend wie eine Einladung bei der Familie des Pfarrers von Forchtenstein, Aby Puthumana. Ein Besuch und ein Fest im Krankenhaus Mundakayam rundeten die Tage in den tiefer gelegenen Regionen der Diözese ab.
Es folgten Tage im klimatisch günstigeren Hochland, wo die Gruppe im Ayurveda-Zentrum Pothupara Quartier bezog. Im Land des weltbesten Pfeffers konnte man sich in einer Tee- und einer Gewürzkooperative der Diözese wie schon zuvor beim Besuch einer Molkerei bzw. Imkerei im Tiefland ein Bild von der Wichtigkeit der Unterstützung von Kleinbauern machen. Besonders beeindruckend war für die Teilnehmer eine Begegnung im Marian-College, einer der besten Schulen in Indien, die durch maßgebliche Unterstützung aus der Diözese Eisenstadt errichtet worden war. Ein besonders bewegender Nachmittag war für alle der Besuch in der Pfarre von Fr. Thomas Vayalunkal in Kumily. Diözesanbischof Zsifkovics konnte ein Pfarrzentrum, das mit Unterstützung der Diözese Eisenstadt errichtet wurde, und einen Kindergarten, dessen Bau auf Initiative von Pastoralassistent Leo Heller maßgeblich durch die Pfarre Ollersdorf und die Hauptschule Stegersbach finanziert wurde, feierlich segnen. In Kumily konnte die Gruppe ebenso wie bei einem Pfarrjubiläum in Tampalakkad an der Liturgie im beeindruckenden syrisch-malabarischen Ritus teilnehmen.
Eine Wallfahrt zur hl. Alphonsa, der ersten in Indien geborenen Heiligen, führte die Gruppe wieder ins Tiefland, wo an den letzten beiden Tagen Begegnungen in der Erzdiözese Changanacherry auf dem Programm standen. Eindrucksvoll war ein Treffen mit Alt-Erzbischof Powathil, der in seiner Zeit als Bischof von Kanjirapally im Jahr 1981 mit Bischof Stephan László die Diözesanpartnerschaft begründet hatte. Nach einer erholsamen Bootsfahrt auf den Backwaters besuchte die Gruppe am Schluss das Priesterseminar in Vadavathoor, wo sich 260 junge Männer auf den Priesterberuf vorbereiten. Hier konnte Bischof Ägidius eine unter Mithilfe der Diözese Eisenstadt errichtete Sportanlage segnen.

Reich beschenkt mit vielen Eindrücken und vor allem mit der Gewissheit, dass die durch die Diözese Eisenstadt und durch viele Einzelpersonen und Pfarren geleistete Hilfe auch tatsächlich ankommt traten die Besucher nach 10 Tagen die Heimreise an. Die vielen Gedenksteine an den besuchten Projekten sind handfeste Zeugen für die in den letzten 30 Jahren durch die Gläubigen der Diözese Eisenstadt geleistete Hilfe und sichtbare Zeichen dieser guten Diözesanpartnerschaft. Bischof Zsifkovics machte durch diesen Besuch deutlich und bekräftigte es auch im Rahmen der Reise immer wieder, dass er die Partnerschaft zwischen den Diözesen ausbauen und vertiefen möchte. Maßgeblich kann dies durch die weitere materielle Hilfe einerseits sowie durch die geistige und geistliche Hilfe in der Gestalt von Priestern und Seminaristen aus Indien, die zur Seelsorge in die Diözese Eisenstadt kommen, andererseits erfolgen.

Ein Reisebericht von Ordinariatskanzler Gerhard Grosinger

Indienreise 2012 - 179


Indienreise 2012 - 039

Mittwoch, 22. Februar 2012

Homilie zum Aschermittwoch im Martinsdom 2012


Eine Hand voll Asche ist das, was bleibt.
Zumindest scheint es so, wenn man die Bestattungskultur in unserer Zeit ver-folgt. Immer mehr Menschen lassen sich verbrennen. Die Beweggründe dafür sind unterschiedlich: man will Geld und Zeit sparen, Geld im Hinblick auf die Bestattungskosten, Zeit im Hinblick auf die nachfolgende Grabpflege.

Eine Hand voll Asche – ist das wirklich alles, was bleibt?
Wird uns dabei nicht eine Diskrepanz vor Augen geführt: das reiche, erfüllte Le-ben eines Menschen auf der einen u. die Hand voll Asche auf der anderen Seite.
Wohin ist die Liebe, die empfangen und verschenkt wurde?
Wohin ist das Gute, das getan, die Schmerzen, die erlitten wurden?
Wohin sind all die Ängste, Wünsche, Gefühle, Sehnsüchte?
Dabei wird uns bewusst, dass doch das Eigentliche des Menschen unzerstörbar sein muss, will das Leben sinnvoll sein. Wenn das Gewicht eines gelebten Leb-ens sich im Rauch des Krematoriums verflüchtigen könnte, welche Gewichtig-keit hätte dann das Leben selbst? Wie bei einem Weg bestimmt auch im Leben das Ende schon den Anfang. Keiner von uns wählt einen Weg, der sich irgend-wann in einer Landschaft verliert, niemand folgt einer Straße, von der man weiß, dass sie plötzlich abbricht. Hingegen kann selbst der beschwerlichste Weg gegangen werden und ist sinnvoll, wenn er zu einem Ziel führt.

Eine Hand voll Asche liegt heute auf unserem Altar.
Es sind die verbrannten Palmzweige aus dem vergangenen Jahr. Mit dieser Asche empfangen wir heute das Aschenkreuz, begleitet von den Worten: „Gedenke Mensch, dass du Staub bist, und zum Staub zurückkehren wirst.“
Im Zeichen der Asche ist die ganze Hinfälligkeit, ja Erbärmlichkeit des Lebens ausgedrückt. Alles, was ist, wird einmal vergehen.
Aber wir empfangen die Asche in Form eines Kreuzes:
Im Zeichen des Kreuzes ist uns die sichere Hoffnung geschenkt, dass das Eigen-tliche selbst unzerstörbar bleibt, weil die Liebe Gottes stärker ist als die Flamme des Todes. Insofern ist es kein erstaunliches Phänomen, dass selbst in unserer säkularisierten Gesellschaft der Empfang des Aschenkreuzes auch heute von vielen Christen noch praktiziert wird.
Gerade die Eindringlichkeit des Aschenkreuzes wird vom Menschen verstanden: Ohne das Kreuz wäre alles nur Asche, doch mit dem Kreuz zeigt sich das Leben jenseits der Asche. Und genau dafür will uns die Österliche Bußzeit die Augen öffnen. Denn diese 40 Tage der „Buße und Umkehr“ sind nichts anderes als ein Weg zu diesem Kreuz. Wir alle wissen, dass in unserer modernen Gesellschaft immer weniger gefastet, geschweige denn gebüßt wird. Aber das Kreuz darf nicht abgeschafft werden, will man nicht den Menschen selbst abschaffen.

Deswegen ist die österliche Bußzeit-Fastenzeit so wichtig, ja unerlässlich, weil sie uns immer wieder hilft, uns der Vergänglichkeit zu stellen und die Hoffnung auf das Kreuz zu stärken. Diese Grundhoffnung wollen Christen den Menschen verkünden und dies tun wir, indem wir uns das Aschenkreuz auflegen lassen.
So sind wir alle aufgerufen mit dem heutigen Aschermittwoch den Weg zum Kreuz zu beginnen, damit die Gewissheit wachsen kann, dass jenseits dieses Kreuzes das Leben auf uns wartet.

Ich wünsche uns allen viel Mut und Freude auf diesem Weg durch die 40 Tage der österlichen Bußzeit – vor allem aber viel Gnade und Segen von Gott! Amen.

Fastenhirtenbrief 2012

Liebe Diözesanfamilie, 
Schwestern und Brüder im Herrn!

Zeiten des Umbruchs und der Krise sind immer auch Zeiten von Unsicherheit, Ratlosigkeit und Angst. Wenn wir Gewohntes plötzlich in Frage gestellt sehen und alte Sicherheiten verloren gehen, suchen wir instinktiv nach einem Rettungsanker, der uns davor bewahrt, in den Wogen der Veränderung unterzugehen wie in der Sintflut, von der in der ersten Lesung dieses ersten Fastensonntags im Buch Genesis berichtet wird.

In einer von der Krise befallenen Wirtschaft sind Unternehmensberater solche Rettungsanker. Sie helfen Unternehmen, sich zu orientieren und das eigene Leitbild zu formulieren, um wieder auf Kurs zu kommen. Um sein Leitbild zu finden, müssen sich ein Unternehmen und seine Verantwortlichen immer drei wesentliche Fragen stellen:

  • 1. Was ist unser Auftrag? Oder: Was ist unsere Mission?
  • 2. Wohin wollen wir? Oder: Was ist unsere Vision?
  • 3. Wer sind wir? Oder: Was ist unsere Identität?

Auch die Kirche wird gelegentlich als ein Unternehmen bezeichnet, auch sie durchlebt gegenwärtig – wie die gesamte Gesellschaft, in der sie steht – Umbrüche und Krisen, die sie desorientiert, gelähmt und veraltet scheinen lassen. Viele „Unternehmensberater“ von außen und von innen, berufene wie unberufene, wohlmeinende wie weniger wohlmeinende, analysieren oder kritisieren ihren Zustand. Zahlreiche Ratschläge, Reformideen und Initiativen finden ihren Weg in die Öffentlichkeit. Manches davon scheint, mit weltlichen Augen betrachtet, plausibel zu sein.

Und dennoch: Die Kirche ist keine Produktionsstätte, der Glaube keine Ware, die Gotteskindschaft des Menschen kein börsennotierter Wert, Priester keine Eventmanager oder Entertainer. Optimierung und Sanierung sind keine Bezugsgrößen des Evangeliums – es sei denn, es handelt sich um die Liebe zu Gott und zum Nächsten, die nie stark und groß genug sein kann und die in der modernen Gesellschaft mehr denn je ein „Sanierungsfall“ ist.

Und so lade ich Sie, liebe Schwestern und Brüder, zu Beginn der Fastenzeit ein, mit mir gemeinsam auf unseren Herrn Jesus Christus, den Stifter und Eigentümer des „Unternehmens“ Kirche, seinen ersten und wichtigsten Berater, zu schauen und uns auf unser Leitbild und christliches Profil zu besinnen:  


1. Was ist unsere Mission?          

Unsere Aufgabe und unser Auftrag als Kirche sind: Menschen für die Sache Jesu, für das Reich Gottes zu gewinnen; sie auf den Boden des Glaubens zu bringen, der uns selbst Halt und Orientierung gibt; Menschen eine Perspektive aufzuzeigen, unter der ihr Leben gelingen kann. Unsere Mission ist und bleibt das Wort Jesu im Markusevangelium dieses ersten Fastensonntags: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“ Es ist der immerwährende Auftrag, den wir einander zurufen und den wir voreinander bezeugen müssen, wissend, dass glaubhafte Missionierung immer auch Selbstbekehrung bedeutet. Ohne sie ist Neuevangelisierung nicht möglich!


2. Was ist unsere Vision?                                                                                    

Die Heilige Schrift zeichnet Bilder von gewaltiger Kraft und Schönheit, um uns das Ziel der Pilgerschaft von Welt und Mensch vor Augen zu führen. Von einem neuen Himmel, einer neuen Erde, einem neuen Menschen ist die Rede; vom Himmlischen Jerusalem am Ende der Zeiten, wo eine gänzlich verwandelte Schöpfung an ihr Ziel kommen und mit dem Schöpfer eins werden wird. Durch Taufe und Firmung sind wir schon jetzt zu diesem neuen Menschsein berufen. Die zweite Lesung dieses ersten Fastensonntags aus dem ersten Petrusbrief erinnert uns daran, dass Jesus Christus gestorben und auferstanden ist, um uns an dieses Ziel zu führen.

Bei aller Vorläufigkeit und Hinfälligkeit unserer kleinen menschlichen Schritte stehen wir schon jetzt in diesem großen Netz der Erlösung, das uns trägt und auffängt, das uns in all unserer menschlichen Vielfalt mit Gott und dem Nächsten verbindet: als Wankelmütige und als Begeisterungsfähige, als Gläubige und als Zweifelnde, als Sichere und als Suchende. Der heilige Hieronymus sagt: „Alle gehören in das Netz der Kirche.“ Die Knoten dieses Netzes aber sind die Liebe, die Jesus als Maßstab für die Beurteilung unserer Beziehungen gewählt hat. Die Liebe zu Gott und zum Nächsten – die Caritas – ist und bleibt unsere christliche Vision und unser „Dauerauftrag“!


3. Was ist unsere Identität?                                                                                  

Unser unverwechselbares christliches Profil und katholisches Selbstverständnis kommt am Augenscheinlichsten zum Ausdruck, wenn wir Eucharistie feiern. Doch noch viel mehr: Im Akt der Eucharistiefeier sind Mission und Vision der Kirche zusammengeführt und verdichten sich zu ihrem höchsten Ausdruck. Im Mahlhalten erfahren wir Gemeinschaft besonders intensiv, erahnen wir, dass wir zu einem Leben berufen sind, gegen welches unser irdisches Dasein nur ein schwacher Abglanz ist. Wir begegnen DEM, der uns in der Eucharistie Speise und Trank ist und uns uneingeschränkt und vorbehaltlos liebt.

Wie Gott mit Noach und seinen Söhnen einen Bund geschlossen hat und der Regenbogen sichtbares Zeichen dieses Bundes war, so ist für uns katholische Christen die Eucharistiefeier das sichtbare Zeichen des Neuen Bundes. Wer die Eucharistie feiert, hält am Bund mit Gott fest und begegnet ihm! Auch von uns Christen des 21. Jahrhunderts soll es später einmal heißen, was von den Christen aus Abitene im 4. Jahrhundert überliefert ist: „Ohne den Tag des Herrn können wir nicht leben!“

Darum lege ich es allen Priestern und Christgläubigen unserer Diözese ans Herz, neben all unserem christlichen Tun, der Eucharistie die ihr gebührende Bedeutung zu geben, sie insbesondere am Sonntag gemeinsam zu feiern und dadurch unsere christliche Identität zu wahren.

Liebe Schwestern und Brüder, gehen wir beim Herrn selber in die Schule! Lassen wir uns von IHM beraten, und wir werden als Christen unsere Mission erkennen, unsere Vision klar vor Augen haben und unsere Identität nicht verlieren! Wenn wir daran festhalten und unser christliches Profil durch unser Leben bezeugen – in unseren Familien und Pfarrgemeinden, in Alltag und Beruf –, dann bleiben Glaube und Kirche auch in bewegter und herausfordernder Zeit „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“. Dann bleiben kirchliche Worte und Werke wichtiger Bestandteil unserer modernen Gesellschaft, die sie wesentlich aufbauen, mittragen und bereichern. Allen, die sich in unserer Diözese und ihren Pfarrgemeinden dafür einsetzen, sage ich als Bischof von Herzen „Vergelt´s Gott“!

In diesem Zusammenhang darf ich an die traditionelle „Fastenaktion“ erinnern, die in unserer Diözese auch in diesem Jahr wieder stattfindet. Ich bitte um tatkräftige Unterstützung dieser Aktion der Mitmenschlichkeit und danke vielmals für alle bisherige Hilfe, die authentischer Ausdruck christlichen Profils ist!

Mit den besten Wünschen für eine fruchtbare Fastenzeit, in der wir mehr als sonst beten, fasten und teilen, sowie für ein frohes Osterfest grüßt und segnet Euch

+Ägidius J. Zsifkovics
Bischof von Eisenstadt

Beten - Fasten - Teilen. Anregungen für eine erfüllte Fastenzeit

Grüß Gott!

Die Fastenzeit erinnert Christen an 3 wichtige Haltungen im Leben, die wir besonders in der Vorbereitung auf Ostern einüben sollen.

Beten heißt, das Gespräch mit Gott intensivieren, indem ich das persönliche Gebet pflege; mir Zeit nehme für den Gottesdienst; die Bibel lese und nach ihr mein Leben ausrichte.

Fasten ist mehr als Gewichtsreduzierung. Sich frei machen von Dingen, die uns belasten und vom Wesentlichen ablenken; Hindernisse zwischen mir - Gott - Mitmenschen ausräumen; bewusster essen und auf etwas verzichten.

Teilen gehört zu den Kernaufgaben des Christen und ist ein Markenzeichen der christlichen Gemeinde. Jesus liebte besonders die Armen und Benachteiligten, was auch uns zum Teilen verpflichtet.

Beten, fasten, teilen – Anregungen für eine erfüllte Fastenzeit …

Montag, 20. Februar 2012

Teilen macht stark – Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung

Benefizsuppenessen mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics, Landeshauptmann Hans Niessl und Landesrätin Michaela Resetar
Freitag, 24. Feber 2012, 12.00 Uhr, Eisenstadt, Dompfarrzentrum

2012 führt die Katholische Frauenbewegung (kfb) Österreichs zum 55. Mal die Aktion Familienfasttag durch. Unter dem Motto „Teilen macht stark“ wird dabei zum Teilen mit benachteiligten Frauen aufgerufen.

beten – fasten – teilen. Die kfb der Diözese Eisenstadt lädt am kommenden Freitag zum Aktionstag nach Eisenstadt. Um 10.30 Uhr feiert Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics die Heilige Messe im Dom. Das bereits traditionelle Benefizsuppenessen beginnt um 12.00 Uhr im Dompfarrzentrum. Serviert werden indische Suppenspezialitäten. Die Rezepte dazu stammen von indischen Priestern und Ordensschwestern, die in der Diözese Eisenstadt leben und wirken.

Dabei wird auch der Folder „beten – fasten – teilen“ präsentiert, der in deutscher und kroatischer Sprache aufgelegt wurde. Basierend auf den „10 Geboten der Gelassenheit“ von Papst Johannes XXIII. soll er Anregungen für eine erfüllte Fastenzeit geben. Die wöchentlichen Impulse werden auf www.martinus.at auch hörbar sein. Ein entwicklungspolitischer Kreuzweg um 14.30 Uhr auf dem Kalvarienberg Eisenstadt-Oberberg schließt den Tag ab.

Weitere Informationen: kfb, Tel. 02682-777-442, kfb@martinus.at

kfb Fastensuppenessen - Einladung …
Fastenfolder ...
Fastenfolder kroatisch ...

Katholischer Akademikerverband lädt nach Oberwart

Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics und der Katholische Akademikerverband der Diözese Eisenstadt laden am Vorabend des 1. Fastensonntages, am Samstag, 25.02.2012, zur gemeinsamen Eucharistiefeier und anschließendem Festvortrag nach Oberwart ein.

  • 17.30 Uhr: Eucharistiefeier mit Diözesanbischof Zsifkovics in der Osterkirche
  • 19.00 Uhr: Festvortrag Em. Univ. Prof. DDr. Valentin Zsifkovits: „Glück durch Ethik und Religion?“ im Kontaktzentrum

Eingeladen sind alle am Thema Interessierten.

Freitag, 10. Februar 2012

Bischof Zsifkovics reist nach Indien

Erste Reise des Eisenstädter Diözesanbischofs in die Partnerdiözese Kanjirapally und in die Erzdiözese Changanacherry


Bischofsweihe Ägidius Zsifkovics
Mathew Arackal,
 Bischof der indischen Partnerdiözese Kanjirapally,
 bei der Bischofsweihe in  Eisenstadt
(c) Diözese Eisenstadt
Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics ist heute zu seiner ersten Reise in die indische Partnerdiözese Kanjirapally und in die Erzdiözese Changanacherry aufgebrochen. Zehn Tage lang wird er im Süden Indiens auf den Spuren des hl. Apostels Thomas unterwegs sein und die Kirche der Thomas-Christen kennenlernen. Dabei wird der Bischof zahlreiche soziale Projekte besuchen, die in den vergangenen Jahren aus Mitteln der Fastenaktion sowie sonstiger diözesaner oder pfarrlicher Initiativen unterstützt bzw. über- haupt ermöglicht wurden. Die enge Verbundenheit der Partnerdiözesen zeigte sich auch durch die Anwesenheit von Bischof Mathew Arackal bei der Bischofsweihe am 25. September 2010 in Eisenstadt. Bereits damals hat Arackal seinen neuen Amtskollegen zu einem Besuch eingeladen. Begleitet wird Zsifkovics von einer kleinen Reisegruppe, der auch der Pfarrer von Stegersbach, Karl Hirtenfelder, angehört.


Die Pfarre Stegersbach ist seit vielen Jahren mit der Diözese Kanjirapally eng verbunden. Im Rahmen des Partnerschaftsprojekts „Aktion Erzengel Rafael“ werden Familienpatenschaften übernommen, Ausbildungsprogramme ermöglicht sowie Sozialeinrichtungen realisiert und unterstützt. Die Partnerschaft der Diözese Eisenstadt und Kanjirapally geht auf das Jahr 1981 zurück. Der damalige Bischof Stefan László hat die Partnerschaft ins Leben gerufen. In der Diözese Eisenstadt wirken derzeit zwei Priester aus der indischen Partnerdiözese, drei junge Männer bereiten sich im Burgenländischen Priesterseminar auf ihren priesterlichen Dienst vor.

Dienstag, 7. Februar 2012

Die Kranken im Mittelpunkt

Festgottesdienst mit Diözesanbischof Zsifkovics im St. Martinsdom in Eisenstadt


Krankenfest im Martinsdom
Lichterprozession im Dom
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
Im Rahmen eines Gottesdienstes im Vorfeld des „Welttags der Kranken“ am 11. Februar lud Diözesanbischof Ägidus J. Zsifkovics zu einem Festgottesdienst in den Martinsdom ein. Eigens für die Feier wurden aus Lourdes die dort verwendeten Prozessionskerzen importiert. Zur Tauferneuerung wurde das heilkräftige Wasser aus der Lourdes-Quelle von Massabielle verwendet. In seiner Predigt erinnerte der Bischof an den französischen Wallfahrtsort wo „unzählige Menschen Heilung und Trost, Zuspruch und Stärkung erfahren“. Freilich sei nicht jeder Pilger als „Wundergeheilter“ nach Hause zurückgekehrt, doch „jeder wurde seiner Heilung ein stückweit näher gebracht“.

Zsifkovics erinnerte auch daran, dass Jesus auf dem Ölberg „vor dem Weg stand, den der Vater ihm gewiesen hat, den Weg des Leidens. In jener Stunde ist Jesus der Mittler, der das Leid der ganzen Welt in sich trägt, es in sich aufnimmt und in die Hände Gottes bringt.“ Der Bischof appellierte, dies als Vorbild für die eigene Lebenssituation zu sehen: „In der Krankensalbung wird uns das Öl gleichsam als Medizin Gottes angeboten – als die Medizin, die uns hier und jetzt seiner Güte versichert, die uns hier und jetzt stärkt und tröstet, und die zugleich über den Augenblick der Krankheit hinaus auf endgültige Heilung verweist.“

Text:kap/red

Krankenfest im Martinsdom
Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics beim Rosenkranzgebet (c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
Krankenfest im Martinsdom
Bischofsvikar László Pál spendet das Sakrament der Krankensalbung (c) Diözese Eisenstadt/Gossmann

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