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Diözese Eisenstadt - Seitentitel
Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Montag, 23. Januar 2012

„Gott ist Trumpf“: Diözesanbischof Zsifkovics beim Frühschoppen in Klingenbach

"Gott ist Trumpf" Klingenbach In Klingenbach fand gestern der erste von drei Sonntagvormittagen statt, an denen sich Bischof Ägidius J. Zsifkovics ganz der burgenländischen Tradition verschreibt: zuerst gemeinsamer Gottesdienst in der Pfarrkirche, dann zum Frühschoppen ins Gasthaus. Beim Frühschoppen im Gasthof Gregorits nahm sich der Diözesanbischof viel Zeit für Begegnung und Gespräch, für’s gemütliche Beisammensein und für das eine oder andere Kartenspiel.

Das Fotoalbum zum Frühschoppen in Klingenbach …
Weitere Termine:
  • Sonntag, 29. Jänner 2012, Neckenmarkt Pfarrkirche/Gasthof „Zur Traube“
  • Sonntag, 5. Feber 2012, Stegersbach Pfarrkirche/Pfarrtaverne
  • Beginn ist jeweils um 09.00 Uhr.

Montag, 16. Januar 2012

Festgottesdienst für kranke und alte Menschen

Festgottesdienst für kranke und alte Menschen Am 11. Feber, dem Gedenktag „Unsere liebe Frau in Lourdes“ begeht die Kirche den „Welttag der Kranken“.
Einige Tage zuvor lädt Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics zum Festgottesdienst nach Eisenstadt.
Sa, 4. Feber 2012, 15.00 Uhr, Eisenstadt, St. Martinsdom


Barrierefreier Zutritt.
Zum Eintreffen ab 14 Uhr gibt es ruhige Musik zur Einstimmung, ab dieser Zeit werden auch „mobile“ Beichtpriester im Dom sein und zur Feier des Bußsakramentes (Beichte) zur Verfügung stehen.
Neben ortskundigen Helfern zur Platzanweisung ist für alle Fälle auch ein Sanitäter-Team vor Ort in Bereitschaft. Die Zufahrt mit Kranken- bzw. Behindertentransportfahrzeugen ist bis unmittelbar vor den Domeingang möglich zum stufenlosen Eintritt in die Domkirche.

Lichterprozession im Dom.
Der Festgottesdienst, der musikalisch von der Dommusik St. Martin mit Werken von Franz Schubert und Wolfgang Amadeus Mozart gestaltet wird, beginnt um 15.00 Uhr mit einer Lichterprozession durch den Dom.
Dazu werden originale Lourdes-Kerzen verteilt, die alle Mitfeiernden gratis erhalten und als Erinnerung mit nach Hause nehmen können. Zur Tauferneuerung wird das heilkräftige Wasser aus der Lourdes-Quelle von Massabielle verwendet.
Im Anschluss an die Eucharistiefeier besteht die Möglichkeit, einzeln den Segen und die Krankensalbung zu empfangen.
Die diözesane Kirchenzeitung „martinus“ wird ihre aktuelle Ausgabe den Anliegen der Senioren und Kranken widmen und jeder/m Mitfeiernden im Dom ein Gratis-Exemplar der Zeitung überreichen.

Einladung.
Die Einladung zum „Fest der Kranken“ gilt allen Kranken im privaten Aufenthalt, den Bewohnern von Alten- und Krankenheimen, von Seniorenhäusern, Pflegestationen und Krankenanstalten. Selbstverständlich sind in die Einladung auch jene eingebunden, die als Ärzte, als Krankenbetreuer oder im Pflegedienst tätig sind, sei es in einer Anstalt oder in der privaten Betreuung zu Hause bzw. im Familienkreis.

Anmeldung.
Bei Teilnahme in Gruppen - etwa von einem Seniorenhaus oder Pflegeheim oder aus einer Pfarre - ist es der Vorbereitung hilfreich, wenn eine ungefähre Teilnehmerzahl (inkl. Begleiter) bekannt gegeben werden kann. Desgleichen gilt für die Teilnahme im Rollstuhl bzw. im Krankenbett.

Postanschrift: „Krankenfest“, St. Rochus-Str. 21, 7000 Eisenstadt,
E-Mail: krankenfest@martinus.at
Telefonisch: Frau Szabo (02682) 777 / Durchwahl 224
Das Plakat als PDF … 

Donnerstag, 12. Januar 2012

Ein Sonntagvormittag mit dem Bischof

Unter dem Motto „Gott ist Trumpf“ lädt Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics zum Gottesdienst mit anschließendem Frühschoppen, Bauernschnapsen inklusive.

Zuerst zur Messe in die Kirche, dann zum Frühschoppen ins Gasthaus. Dieses ‚Programm’ für den Sonntagvormittag hat auch im Burgenland Tradition. Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics nimmt die Faschingszeit zum Anlass, um in drei burgenländischen Gemeinden an diesem Brauchtum teilzuhaben.
Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der jeweiligen Pfarrkirche geht es zum Frühschoppen. Dabei haben die Menschen nicht nur die Möglichkeit mit dem Bischof ins persönliche Gespräch zu kommen, sondern auch seine Fähigkeiten beim Bauernschnapsen zu testen und ihm vielleicht das eine oder andere Bummerl anzuhängen. Die Spielkarten dafür bringt der Bischof mit: mit dem Slogan „Gott ist Trumpf“ hat die Diözese Eisenstadt Schnapskarten aufgelegt.
Eingeladen sind alle, die Zeit und Lust haben dabei zu sein. Eine besondere Einladung ergeht an alle Frauen, ihren Sonntagvormittag auch einmal beim Frühschoppen zu verbringen.


Termine:
So, 22. Jänner 2012, Klingenbach
09.00 Uhr Hl. Messe in der Pfarrkirche anschl. Frühschoppen im Gasthof Gregorits 


So, 29. Jänner 2012, Neckenmarkt
09.00 Uhr Hl. Messe in der Pfarrkirche anschl. Frühschoppen im Gasthof „Zur Traube“


So, 5. Feber 2012, Stegersbach
09.00 Uhr Hl. Messe in der Pfarrkirche anschl. Frühschoppen in der Pfarrtaverne



Mittwoch, 4. Januar 2012

Kanzelwort zur Pfarrgemeinderatswahl 2012

am Fest der Taufe des Herrn (8. Jänner 2012)

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!
Ein sich öffnender Himmel - der Geist Gottes, der von oben herabkommt - Jesus, der Mensch, an dem Gott als seinem geliebten Sohn Gefallen hat: das heutige Evangelium berichtet von der Taufe Jesu in Bildern, welche unser Vorstellungsvermögen übersteigen. Zu gewaltig, zu plakativ erscheint das hier beschriebene Hereinkommen des Himmlischen in die Welt, zumal dem modernen Menschen, der mit den von ihm konstruierten Raketen den geografischen Himmel zwar längst erobert hat, aber beständig hin- und her gerissen ist zwischen seiner Größe als Entdecker und seinem Elend als Suchender.

Und dennoch: wir finden in diesen Bildern uns selbst wieder, zeichnen diese doch das Ereignis unserer eigenen Taufe, geben sie doch die Geschichte und Bestimmung eines jeden Einzelnen von uns wider! Es sind Bilder, die uns meinen und die Anlass zu einer Freude sein müssten, die uns über jedes Elend erhebt: Gott hat sich unser Leben gewünscht, hat auf uns gewartet mit offenen Armen und sich danach gesehnt, dass wir zu ihm kommen - zuerst mit unseren Eltern, die uns zur Taufe gebracht haben, später durch unsere eigenen Schritte auf einem Lebensweg, der, wenn er Erfüllung, Sinn und Ziel haben will, auf Gott ausgerichtet ist. Im Kreis gehen nur die Heiden, wusste schon der heilige Augustinus zu sagen.

So sind wir durch die Taufe berufen zur Heiligkeit. Durch die Taufe wurde das Siegel der Gotteskindschaft unauslöschlich in unser Herz geprägt und haben wir Anteil erhalten an einer Gemeinschaft, die Raum und Zeit übersteigt. Welch großes Geschenk, welche hohe Würde, welch verantwortungsvoller Auftrag!

Blick auf das Konzil
Vor 50 Jahren haben diese Würde und dieser Auftrag eine bahnbrechende Formulierung erhalten. Am Weihnachtstag 1961 wurde vom seligen Papst Johannes XXIII. das Zweite Vatikanische Konzil angekündigt. Eine Frucht dieses großen Reformkonzils war die Dogmatische Konstitution über die Kirche "Lumen Gentium". Dieses Konzilsdokument lehrt das „gemeinsame Priestertum aller Gläubigen“, welches zum Wesen des Weihepriestertums als eigene Größe hinzutritt und den Laien in der Kirche auch begrifflich einen Platz von unverzichtbarer Bedeutung und unverbrüchlicher Würde zuweist. Demnach ist der Laie in der Kirche beauftragt, am Heilswirken der Kirche teilzunehmen, sich auch zu gewissen kirchlichen Diensten heranziehen zu lassen. Er soll jedoch, so die Konzilsväter, seine christliche Hoffnung vor allem durch die Strukturen des Weltlebens ausdrücken. Die ihm vorbehaltene Verkündigung bekommt ihr besonderes Gewicht gerade dadurch, dass sie die Botschaft Christi im Alltag der Welt umsetzt und den wesentlichen missionarischen Aspekt verkörpert, dass die Kirche nicht für sich, sondern für die Welt da ist.

Während der Priester aus freien Stücken den Weg der Christusnachfolge in Ehelosigkeit und gehorsamer Verfügbarkeit für den Ruf Gottes geht, ist der Laie berufen, die zeitlichen Dinge zu durchleuchten und in der Welt das zu sein, was die Seele im Körper ist. Beide, Priester und Laie, finden ihren Platz Seite an Seite in der Pfarre als dem Ort, an dem sich kirchliche Gemeinschaft verwirklicht. Dieser Ort braucht, um Seele sein zu können, praktische Beratung und Entscheidung. Er benötigt das unverzichtbare Wirken und das Charisma seiner Pfarrgemeinderäte.

Die Bedeutung der Pfarrgemeinderäte
In unserer Diözese sind die Pfarrgemeinderäte seit ihrer Einrichtung zu den maßgeblichen Trägern des kirchlichen Lebens in unseren Pfarren geworden. Mit dem jeweiligen Pfarrseelsorger oft im Verborgenen und unbedankt arbeitend, ist es ihrem Engagement zu verdanken, dass sich Kirche vor Ort tatsächlich ereignet. Gemeinsam mit dem Pfarrer sorgen die Pfarrgemeinderäte dafür, dass die Liturgie lebendig gefeiert wird und so Quelle und Höhepunkt unseres Lebens als Christen sein kann; dass die Verkündigung auch jene erreicht, die nicht selbst zur Kirche kommen; dass den Armen und Benachteiligten geholfen wird; dass sich Gemeinschaft in vielen Festen und Feiern ereignet und dass auch bauliche, wirtschaftliche und verwaltungstechnische Aufgaben wahrgenommen werden. In dieser Sorge für die kirchlichen Grunddienste bringen die Pfarrgemeinderäte deutlich ihre Verantwortung als Gläubige zum Ausdruck und wirken am Leitungsdienst mit.

Dabei kommt ihnen die schwierige Aufgabe zu, die in der Pfarre vorhandenen Charismen und Fähigkeiten zu erkennen und diese in das Leben der Gemeinde so zu integrieren, dass sie zum Aufbau beitragen können. Es ist ein Dienst, der eine solide Grundkenntnis des kirchlichen Auftrags und der kirchlichen Sendung ebenso voraussetzt wie ein klares Selbstverständnis und die Respektierung von Zuständigkeiten. Es ist ein Dienst, der eine gesunde Frömmigkeit verlangt und die mit ihr einhergehende Fähigkeit, die Zeichen der Zeit zu erkennen und auf die Chancen hinzuweisen, die Gottes Geist gerade in Zeiten des Umbruchs für uns bereit hält.

Es ist ein Dienst, der Zeugnis ablegt für Jesus Christus durch das eigene Leben.

Einladung - Ermutigung - Dank
Wenn daher am 18. März dieses Jahres in ganz Österreich die Pfarrgemeinderäte für die kommenden fünf Jahre gewählt werden, dann ist dies nicht nur ein wichtiger Tag für die Pfarrgemeinde, sondern auch für die Kirche in ganz Österreich. Als Bischof lade ich Sie ein, diese Wahl aktiv mitzutragen und mit Ihrem Gebet zu begleiten. Ich bitte Sie herzlich:

1. Suchen Sie nach möglichen Kandidatinnen und Kandidaten, und seien Sie auch selbst bereit zur Kandidatur! Benennen Sie verantwortungsbewusste, gläubige Menschen, welche ihre Begabungen einbringen in die verantwortungsvolle Arbeit der Pfarrgemeinde! Helfen Sie nach Kräften mit, für den kommenden Pfarrgemeinderat ein möglichst großes Spektrum von Personen zu finden, die bereit sind, aus dem Glauben heraus Verantwortung für die Pfarrgemeinde und für den Aufbau der Kirche am Ort zu tragen!
2. Gehen Sie selbst wählen und ermuntern Sie auch andere dazu! Wählen Sie Personen Ihres Vertrauens und erteilen sie ihnen mit Ihrer Stimme den Auftrag, in Ihrem Namen zu handeln und zu entscheiden!
3. Lassen Sie die Pfarrgemeinderäte nicht allein! Mit der Wahl entsteht zwar ein rechtliches Band gegenseitiger Verpflichtung zwischen Pfarrgemeinde und Pfarrgemeinderäten. Es erhält jedoch erst Bedeutung, wenn es in echter Solidarität verantwortungsbewusst gelebt wird. Der Pfarrgemeinderat als zentrales Gremium der Pfarre kann seine Aufgaben nicht ohne die Mitverantwortung und die Unterstützung vieler Pfarrmitglieder erfüllen.

Schließlich möchte ich allen Frauen, Männern und Jugendlichen, die in der zu Ende gehenden Pfarrgemeinderatsperiode ihrer christlichen Verantwortung durch die Mitarbeit im Pfarrgemeinderat nachgekommen sind, für ihre wertvolle Arbeit und für ihr christliches Lebenszeugnis meinen Dank, meine Anerkennung und ein aufrichtiges „Vergelt´s Gott!“ sagen. Ich lade sie aber auch ein, zu überlegen, ob Sie nicht für eine weitere Periode als Pfarrgemeinderat zur Verfügung stehen möchten. Dessen ungeachtet aber bitte ich um ihr Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung der Wahl.
Das heutige Fest der Taufe Jesu erinnert uns an unsere eigene Taufe und den Tag, an dem wir Gottes Kinder wurden. Gedenken wir dieser Gotteskindschaft mit Freude und werden wir dadurch - in Treue zum Auftrag und Vermächtnis des Zweiten Vatikanischen Konzils - auf all unseren Wegen zu lebendigen Zeugen eines offenen Himmels und einer von Gott beseelten Welt.

Der dreifaltige Gott - der Vater, der Sohn und der Heilige Geist -, auf den wir alle getauft sind, begleite uns mit Seinem Segen in ein gutes Jahr 2012!

+ Ägidius J. Zsifkovics
Bischof von Eisenstadt