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Diözese Eisenstadt - Seitentitel
Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Mittwoch, 18. Januar 2017

Ökumenischer Gottesdienstes in der Gebetswoche für die Einheit der Christen - Bad Tatzmannsdorf, 18. Jänner 2017

Liebe Schwestern und Brüder!

Zwei Blinde sitzen an einer Straße. Jesus kommt vorbei und sie bitten ihn laut rufend um Erbarmen. Die Menge ist erbost und will die beiden Blinden zum Schweigen bringen. Ohne Erfolg: Jesus hat Mitleid und macht beide sehend.

Was uns das Evangelium in wenigen Worten mit einer prägnanten Szene erzählt, ist auch ein Gleichnis für ein jahrhundertelanges Drama, auf dessen Bühne wir alle einen Platz einnehmen. Denn der Weg, an dem sich die Szene abspielt, ist auch der jahrhundertelange Weg unserer christlichen Konfessionen. Die Menge, von der die Rede ist und der die um Erbarmen rufenden Blinden ein Ärgernis sind, das sind auch die vielen Zeitgenossen, die keine Störungen ihrer gewohnten konfessionellen und sonstigen Sichtweisen und Privatwahrheiten dulden. Und die beiden Blinden an der Straße – ja, das sind wir! Denn der Weg zur Erkenntnis ist für den Einzelnen, für die Völker und Nationen, für die Kulturen und Religionen ein Weg des immer mehr Sehend-Werdens. Dieser Weg ist nie abgeschlossen. Offenbart sind uns nur die Richtung und das göttliche Ziel dieses Weges: Versöhnung, Friede, Liebe.

Entscheidend an dieser Szene des Evangeliums ist für uns: Jesus handelt nicht ohne oder gar gegen den Willen der Blinden. Es sind die beiden Blinden, die sich ihrer Blindheit bewusst sind und von sich aus um Erbarmen rufen. Und als Jesus ihnen die Frage stellt „Was soll ich euch tun?“, da antworten beide ganz klar: „Herr, wir möchten, dass unsere Augen geöffnet werden.“ Das ist entscheidend: Beide wollen sehend werden! Und so ist ihr Weg – so ist unser aller Weg! – ein Weg der drei Schritte:

1. Dieser Weg beginnt mit der Erkenntnis, dass wir als Christen im Laufe der Geschichte so vieles um uns herum, so vieles am jeweils anderen nicht gesehen haben, nicht sehen konnten, auch nicht sehen wollten. Jahrhunderte der Blindheit und der Verblendung begleiteten den Weg unserer Konfessionen.

2. Von dieser bitteren, aber notwendigen Erkenntnis gelangen wir zum zweiten Schritt, zum Bekenntnis. Es ist das Bekenntnis, dass wir durch unsere Blindheit aneinander schuldig geworden sind. Durch Religionskriege; durch gegenseitige Be- und Verurteilungen; durch Polemiken; dadurch, dass wir einander – theologisch und mit anderen Mitteln – gegenseitig „zur Hölle“ geschickt haben. Diese Schuld, Stein um Stein in Jahrhunderten zu einer hohen Mauer aufgeschichtet, hat uns lange Zeit voneinander getrennt. Sie hat uns im jeweils anderen einen vermeintlichen Feind und dadurch eine scheinbare Bestätigung der eigenen Standpunkte, der eigenen Lieblingstheorien und lähmender, blindmachender Klischees geliefert. Doch in Wahrheit hat diese Mauer uns alle eingeschränkt und ärmer, um nicht zu sagen: armseliger gemacht. Denn sie hat uns voneinander getrennt! Sie hat uns die Sicht aufeinander und dadurch die Sicht auf Gott in seiner Fülle verbaut! Politik, Ideologie und ein Zuviel an Theologie haben allzu oft die Herzen aus Fleisch und Blut, die Christus wollte, zu vorbiblischen Herzen aus Stein gemacht!

3. Erst durch dieses ehrliche Bekenntnis können wir den dritten Schritt tun und gelangen so zum Verständnis. Nur durch die Liebe, die uns drängt, wie Paulus sagt, können wir einander unvoreingenommen sehen als Geschwister und als Kinder des einen Gottes. Das Hirn bringt uns Menschen zwar sehr weit – aber nur das Herz lässt scheinbar unüberbrückbare Distanzen überwinden! Die Liebe ist die höchste Form des Erkennens und Verstehens – auch das lesen wir bei Paulus.

Erkenntnis – Bekenntnis – Verständnis: Die Szene vor Jericho ist eine realistische Anleitung für die ökumenische Perspektive der Zukunft:
- Sie führt zu einer Erneuerung der Christenheit aus dem Geist des Evangeliums selbst. Sie skizziert unsere eigene Neuevangelisierung.
- Sie führt dazu, dass wir alle uns in Jesu Namen versammeln – und nicht im Namen trennender Kategorien, denen wir in der Vergangenheit mehr Liebe entgegengebracht haben als unseren Mitmenschen anderer Konfessionen.
- Sie führt dazu, dass wir ein gemeinsames und wirklich glaubhaftes Zeugnis der Barmherzigkeit in dieser Welt geben können, denn es besteht eine innere existentielle Verknüpfung von Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Gotteserkenntnis!

Viele Christen erwarten zu Recht, dass das Gedenken an die Reformation uns dem Ziel der Einheit als Christen näher bringen werde. Wir dürfen diese Erwartung nicht enttäuschen! Gerade wir als Burgenländer, die wir so lange an einer Grenze und an einer Mauer gelebt haben, können aus der historischen Erfahrung sagen, was es in Pannonien an Gegeneinander der Konfessionen gegeben hat. Gerade wir aber sind auch Zeugen, wie dieses Gegeneinander zu einem unverbindlichen Nebeneinander und schließlich zu einem immer stärkeren Miteinander und heute zu einem echten Füreinander geworden ist. Wir sind auf dem richtigen Weg! Gottes Erbarmen möge uns, die wir so lange blind waren, weiterhin die Augen für seine Pläne öffnen! Superintendent Manfred und ich sind als Vertreter unserer beiden Kirchenleitungen bereit, auf diesem Weg weiter voranzugehen, doch wir können das nur stellvertretend tun. Deshalb bitten und ermutigen wir alle evangelischen und katholischen Christen unseres Landes zum Mitgehen – es ist der Weg Jesu, der will, dass wir eins sind! – bei allen Ängsten und Vorbehalten, die es in beiden Konfessionen gibt! Habt Mut! Ihr seid dabei nicht allein gelassen, wie Martin Luther uns in einem seiner Gebete erinnert:

„Lieber Herr Christ(e), gib uns allen deinen Geist und (deine) Gaben, nicht zu unserem Ruhm, sondern zum Nutz(en) und (zur) Besserung der Christenheit ...“

Vor unserer Prozession von der katholischen Pfarrkirche hierher in die evangelische Pfarrkirche haben wir ein schönes Lied gesungen. Darin hieß es : „Wie ein Fest nach langer Trauer, wie ein Tor in einer Mauer, wie ein Brief nach langem Schweigen“...

Liebe Schwestern und Brüder! Feiern wir gemeinsam unsere Feste als Christusfeste – indem wir so viel wie möglich gemeinsam in dieser Welt wirken: in Gebet und Gottesdienst; im christlichen Unterricht und in der Bildung (wie etwa durch unseren neuen christlichen Lehrerverein); in der Pastoral und in der Caritas über alte Trennlinien hinweg! Schlagen wir neue, längst fällige Tore in alte Mauern! Und schreiben wir einander immer mehr Briefe! Diese Briefe können, wenn sie wirklich mit Interesse gelesen werden wollen, nur Liebesbriefe sein. Und vergessen wir nicht: Nur Menschen mit sehendem Herzen werden solche Briefe schreiben und auch lesen können. Menschen, die über die Erkenntnis zum Bekenntnis und schließlich zum Verständnis gelangen. Menschen wie die beiden Blinden vor Jericho, denen Christus mit seiner Liebe die Augen öffnete.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Christtag im Martinsdom - 25. Dezember 2016

Liebe Schwestern und Brüder!

Zu Weihnachten wünscht sich niemand Skandale. Die Familien nicht, die Politik nicht, auch die Kirche nicht. "Weihnachtlich" heißt ja für viele "wohnlich", "still". Wir singen das 200 Jahre alte Lied "Stille Nacht!" und in unseren Häusern und Kirchen werden Krippen aufgestellt. Aber gerade damit holen wir den größten Skandal mitten in unsere Wohnzimmer. Der Skandal, um den es geht, ist die Weihnachtsgeschichte!

· Denn wie kann es sein, dass eine hochschwangere Frau sich auf eine anstrengende Reise machen muss?
· Wie kann es sein, dass Despoten kleine Kinder ermorden lassen, um ihre Macht zu erhalten?
· Wie kann es sein, dass eine Familie mit einem Säugling in die Flucht getrieben wird?

Genau dieser Skandal passiert heute auf unserer Erde tagtäglich tausendfach und das macht die Weihnachtsgeschichte aktueller als die Tagesschau. Denn im Zentrum des Christentums steht das Flüchtlingskind Jesus.

Gott wurde in Bethlehem unter ärmlichsten Bedingungen Mensch und identifiziert sich von Anfang an mit den Notleidenden: mit den Hungrigen und den Durstigen, den Kranken und den Gefangenen – und besonders auch mit den Heimatlosen, den Fremden und den Verfolgten.

Daher haben wir der Weihnachtskrippe hier im Eisenstädter Martinsdom ein aktuelles Gesicht gegeben.

DAS JESUSKIND IM FLÜCHTLINGSBOOT

Die Heilige Familie flüchtete auf einem Esel nach Ägypten, um dem Kindermord zu entgehen. Jesus 2016 ist auf einem Flüchtlingsboot unterwegs. Die Weihnachtsgeschichte ist vor 2000 Jahren dort entstanden, von woher heute so viele Menschen zu uns kommen. Wie Jesus, der ebenfalls aus dem Nahen Osten stammte, sind es Menschen, die vor menschlichem Unrecht fliehen; vor Verfolgung, vor Krieg und Terror, vor mörderischen politischen Interessen; heute aber auch zunehmend vor einem aggressiven internationalen Wirtschaftssystem, das Papst Franziskus als "Dritten Weltkrieg auf Raten" bezeichnet.

Und so steht das Boot, in dem unser Jesuskind liegt, für die tiefe moralische Krise, in der die verstrickte Menschheit heute steckt. Alle Menschen sind miteinander durch unsichtbare Fäden kollektiver Verantwortung verbunden. Jesus nannte das die "Nächstenliebe" und er nannte uns alle "Geschwister" und "Kinder" eines Gottes.

Wer als Christ diesen Zusammenhang zwischen der Menschwerdung Gottes in Gestalt eines Flüchtlings und der eigenen Lebensweise verdrängt, der lebt an Weihnachten vorbei und wird in diesen Tagen selbst zum Flüchtling – zum Flüchtling vor der religiösen und historischen Realität! Feigen Terroranschlägen wie jenen in Berlin, darf es nicht gelingen, unsere Gesellschaft zu destabilisieren, zu entsolidarisieren und kälter zu machen. Gönnen wir den Terroristen nicht diesen Triumpf – werden wir nicht eiskalt – so wie sie!

DAS EINE RUDER

Unser Boot hier besitzt nur ein Ruder – damit würde es sich lediglich im Kreis bewegen. Es erinnert damit an die Flucht vieler Menschen in unserer Gesellschaft vor sich selbst. Es ist eine Flucht, und oft auch ein Zwang, hinein in die große Maschinerie des Wettbewerbs, des Konsums, der Unterhaltung, der Ablenkung. Die Seele geht dabei im Kreis.

Zugleich steigt in unserer Gesellschaft die Zahl der Menschen, die vor Gott fliehen, weil sie ihn nicht aushalten können. Das müssen keine erklärten Atheisten oder Agnostiker sein und auch nicht Menschen, die eine schwere Schuld zu tragen haben. Viele Menschen empfinden alleine den Gedanken an eine höhere Instanz als eine Art Unterwerfung – weshalb es heute auch nicht an Versuchen fehlt, Gott entweder wissenschaftlich oder mit dem Verweis auf die "Political Correctness" aus unserer Gesellschaft zu entsorgen.

Die stille Christenverfolgung, die heute mitten im Vereinten Europa mit weißen Handschuhen geschieht, ist ein tragischer Ausdruck der europäischen Unfähigkeit, in der Flüchtlingskrise solidarisch, barmherzig und damit christlich zu handeln. Diese stille Christenverfolgung wird deshalb ohne größeren Widerspruch hingenommen, weil viele Menschen die wahre Bedeutung ihres christlichen Glaubens vergessen haben. Sie haben Jesus, den Störenfried mit seiner lästigen Barmherzigkeit aus ihrer Mitte entfernt und längst wieder hinausgeschickt aufs offene Meer. Auch davon erzählt dieses Boot.

DER STACHELDRAHT
Und davon erzählt auch der Weihnachtsstern aus Stacheldraht bei unserem Jesuskind. Stacheldraht, Zäune und Mauern sind heute für viele Menschen die scheinbar richtige Antwort auf die Flüchtlingsbewegungen nach Europa. Der Terror einiger weniger, wie zuletzt in Berlin, bestärken viele von uns in dieser irrigen Meinung.

Doch es geht hier nicht um eine technische Frage, die wir an den so genannten "Staat" abschieben könnten. Es geht dabei um uns selbst! Die Flüchtlingsboote im Mittelmeer sind der knallharte Check unseres Barmherzigkeitspegels. Keine Politik könnte jemals so ideale Zustände herstellen, dass die Werke der Barmherzigkeit irgendwann überflüssig würden.

Nicht das Abschneiden beim Pisa-Test oder bei amerikanischen Ratingagenturen wird entscheidend für die Zukunft Europas sein, sondern wie wir menschlich abschneiden und ob wir zu einer Zone humanen Analphabetentums in technologisch und wirtschaftlich hochgerüsteter Umgebung verkommen. Die Härte, mit denen eine Gesellschaft heute den Vertriebenen begegnet, wird morgen zur Härte gegenüber den Bedürftigen in ihren eigenen Reihen umschlagen. Dieses Boot ist daher auch eine Warnung!

Nicht alle, aber viele Menschen in Österreich und Deutschland haben durch ihre Gastfreundschaft gegenüber Menschen auf der Flucht bewiesen, dass Menschlichkeit und Glaube bei uns noch lebendig sind. Diese Menschen haben die Weihnachtsgeschichte der Herbergssuche zur gelebten Barmherzigkeit gemacht. Sie sind aus ihrer Komfortzone herausgetreten und haben es in Kauf genommen, sich schmutzig und angreifbar zu machen. Ich danke diesen Menschen für ihren Mut und für ihre Barmherzigkeit!

DIE WINDELN
Das führt mich zum Tuch, auf das unser Jesuskind gebettet ist. Die Tücher und Windeln eines Säuglings sind ein Zeichen seiner Hilfsbedürftigkeit. Weil Gott als bedürftiges Kind zu uns kommt, ist die Barmherzigkeit gegenüber jedem bedürftigen Menschen der wahre Gottesdienst. Daher sind die priesterlichen Gewänder hier am Martinsdom aus demselben Stoff gefertigt wie die Windeln unseres Christuskindes. Sie sind bedruckt mit Zitaten aus der Heiligen Schrift und aus den Headlines der Zeitungen, die uns daran erinnern, wo Barmherzigkeit geübt und wo sie versäumt wurde.

DAS RETTUNGSBOOT MIT DEM ANKERSEIL
Das Weihnachtsevangelium sagt: "Jesus, der Retter ist da!" Im Schrei der Geburt zerschlug Gott alle menschlichen Gottesbilder und wurde aus Liebe zu uns Menschen selbst Mensch. Der Gottessohn in der Krippe ist der radikale Rettungsversuch Gottes für die Menschheit jenseits von Nation, Rasse, Sprache und Bruttosozialprodukt. Und wer wollte heute noch leugnen, dass diese unerlöste Menschheit tatsächlich gerettet werden muss!

Ich sagte: es ist ein Rettungs-Versuch. Denn die Liebe Gottes zu uns Menschen zwingt nicht. Sie wartet. Christus wartet mit offenen Armen. Er wartet auf unser Ja. Das ist Weihnachten. Weihnachten ist das Rettungsboot der Menschheit. Ergreifen wir das Ankerseil – Jesus, den Retter – und lassen wir dieses Boot nicht an uns vorbeifahren!

Montag, 7. November 2016

Martinsfest des Burgenlandes in Wien - 6. November 2016

Im Wiener Stephansdom gibt es mehrere Bezugspunkte zum Burgenland – einer der wichtigsten ist, dass dieses Wahrzeichen von Wien und ganz Österreich mit St. Margarethener Sandstein gebaut wurde; ein weiterer ist hier vorne diese Kommunionbank, die nach dem Wiederaufbau des Domes nach dem 2. Weltkrieg vom Burgenland gestiftet wurde; oder dann auch das Gnadenbild von Maria Pócs hinten beim Haupteingang, dessen Fest der feierlichen Übertragung in den Stephansdom am heutigen Sonntag gefeiert wird und von dem es auch bei uns im südburgenländischen Wallfahrtsort Maria Bild, eine Kopie gibt; sowie in der Krypta dieses Domes, wo auch die Erzbischöfe von Wien bestattet sind, die von 1921 bis 1954 auch unsere Apostolischen Administratoren waren und bis heute unsere Metropoliten sind. Hier in diesem Dom hat auch der unvergessliche Kardinal Franz König seine letzte Ruhestätte gefunden, der oft und gerne die Frage stellte, die uns auch das heutige Evangelium stellt: nach dem Leben, dem Tod und die Auferstehung – oder wie es Kardinal König so treffend formulierte: Woher komme ich – Wohin gehe ich – Was ist der Sinn meines Lebens?

Der Stephansdom als Bauwerk – seine Konzeption und Architektur – gibt uns eine Antwort auf diese Fragen, oder besser gesagt, will uns helfen als Menschen und als Christen eine Antwort darauf zu finden.

Woher komme ich?
Beim Haupteingang in dieses überwältigende Gotteshaus befindet sich am rechten Seitenaltar das bekannte Gnadenbild von Maria Pócs – die Muttergottes mit dem Jesuskind. Es ist für mich gleichsam der Hinweis dafür, dass wie das Jesuskind alle Menschenkinder dieser Welt das Leben als Geschenk aus Gottes Vaterhand empfangen. Gott ist es, der unsere Namen in seine Hand geschrieben, der jeden und jede von uns mit Talenten und Fähigkeiten ausgestattet und jedem und jeder einzelnen von uns eine hohe Würde geschenkt hat. Das Gnadenbild von Maria Pócs will uns sagen: Du bist ein Kind Gottes – Vergiss das nie in deinem Leben! Du hast einen Vater im Himmel, von dem Du kommst und zu dem Du gehst. In Maria hast Du auch eine Mutter, die Dich zum himmlischen Vater führen will – Vertrau im Leben auf sie und höre auf sie: "Was er/Jesus euch sagt, das tut!"

Wohin gehe ich?
Auch diese so wichtige Frage des Lebens findet eine Antwort in der Architektur dieses Domes. In den gotischen Gotteshäusern streben die Pfeiler und Säulen nach oben, hoch hinauf, weit in den Himmel! Das soll uns Menschen sagen, dass unsere Zukunft der Himmel ist, dass wir alle zum himmlischen Vater hin unterwegs sind und dass einer uns das Tor zum Himmel geöffnet hat – Jesus Christus, durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung. So ist das nicht nur eine fromme Geschichte, sondern eine Tatsache der Geschichte. Das bezeugt uns auch die Botschaft des heutigen Evangeliums, wenn Jesus sagt: "Gott ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden." Und dieses so prächtige Bauwerk der Gotik ist über Jahrhunderte hinweg ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, wohin wir Menschen gehen! Wir können voll Vertrauen diesem Weg folgen, weil Jesus ihn vor uns und für uns gegangen ist!

Was ist der Sinn meines Lebens?

Auch darauf gibt uns der altehrwürdige Stephansdom eine Antwort? In den gotischen Kirchen sind vor allem auf der Außenfassade oder im inneren auf den Säulen und Pfeilern oder auch auf den Altären Statuen von Heiligen in Stein oder Holz zu sehen. Die Heiligen zeigen uns, den Sinn unseres Lebens oder sie wollen uns sagen, dass sie in ihrem Leben den Sinn des Lebens nach Höhen und Tiefen, oft langem Suchen, Ringen und Zweifeln gefunden haben. Hier im Stephansdom werden wir im Gnadenbild von Maria Pócs an Maria erinnert und vor allem auch an den hl. Erzmärtyrer Stephanus. Wir Burgenländer denken in diesem Jahr aber auch ganz besonders an unseren Landes- und Diözesanpatron, den hl. Martin von Tours, dessen 1700 Jahrjubiläum wir heuer feiern und dessen Reliquie heute auch hier vorne am Seitenaltar vor uns steht. Was haben die Heiligen gemeinsam? Sie haben etwas vom Evangelium im Leben verwirklicht und ihren Mitmenschen – besonders den Armen und Schwachen – gedient. Die Heiligen waren sich dessen bewusst, was Paulus in der heutigen 2. Lesung den Thessalonichern gesagt hat: "Der Herr richte euer Herz darauf, dass ihr Gott liebt und unbeirrt auf Christus wartet." Das ist auch die Botschaft des hl. Martin, ein Herz zu haben, das Gott und die Menschen liebt und auf Christus wartet. Mit anderen Worten: Spiritualität, Solidarität und Barmherzigkeit. Diese Botschaft braucht unsere Welt, der moderne Mensch mehr denn je. Das Motto für unser Martins-Jubiläumsjahr: Die Welt braucht mehr Martinus ist so gesehen wichtig und richtig! Die Welt braucht mehr Menschen-Christen, die spirituell, solidarisch und barmherzig sind!

Der heutige Sonntag lädt uns alle ein, sich den wichtigen Fragen des Lebens zu stellen, ihnen nicht auszuweichen, sich an ihnen nicht vorbei zu schwindeln oder sie gar nicht aufkommen zu lassen durch Flucht in die Arbeit und Betäubung durch Konsum und Wellness. Dieser unser geliebter Stephansdom und alle unsere Kirchen lassen uns in der Hektik und im Lärm des Alltags inne halten und helfen uns eine Antwort zu finden auch auf die wichtigsten Fragen des Lebens: Woher komme ich – Wohin gehe ich – Was ist der Sinn meines Lebens? Unser Stephansdom sagt uns: Wir kommen von Gott – Wir gehen zu ihm – Er ist der Sinn und das Ziel unseres Lebens! Jesus Christus ist Garant dafür, weil er durch Tod und Auferstehung uns das Tor zum Himmel geöffnet hat. Er gibt uns berechtigte Hoffnung zum Glauben an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben!

Maria ist ihm als erste auf diesem Weg gefolgt und die Heiligen sind uns allen Vorbilder und Wegweiser, damit wir den Weg zum Himmel finden. Der erste Märtyrer der Kirche – der hl. Stephanus, dem dieser Dom geweiht ist und der den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen sah – sowie der erste Heilige der Kirche, der kein Märtyrer war – der hl. Martin, unser Landes- und Diözesan-patron – haben es uns vorgemacht, dass es möglich ist diesen Weg zu gehen. Jetzt sind wir dran es ihnen nachzumachen. Ich wünsche uns dabei viel Freude und Mut, aber zugleich auch viel Ausdauer und Geduld!

Möge der Segen Gottes, die Fürsprache Unserer Lieben Frau von Maria Pócs und die Wegbegleitung der hll. Stephanus und Martinus die Kirche und Gesellschaft in unserer Heimat Österreich, besonders aber auch unser Land Burgenland und unsere Diözese Eisenstadt in eine gute Zukunft begleiten!

Und vergessen sie nicht, sich auf die Frage: Woher komme ich – Wohin gehe ich – Was ist der Sinn meines Lebens, auch wirklich eine persönliche Antwort zu geben! Amen.

Sonntag, 6. November 2016

Kanzelwort zum Martinsfest 2016

Liebe Diözesanfamilie, Schwestern und Brüder im Herrn!

Zum Martinsfest 2015 haben w1r In unserer Diözese das Jubiläumsjahr "1700 Jahre Heiliger Martin von Tours" festlich begonnen. Kurz darauf wurde auch das von Papst Franziskus für die ganze Kirche ausgerufene "Heilige Jahr der Barmherzigkeit" in Rom und in den Diözesen weltweit feierlich eröffnet. Es ist eine Fügung der Vorsehung Gottes, dass wir beides zugleich feiern konnten, denn Martinus ist wohl der Heilige der Barmherzigkeit. Die Gestalt des Heiligen Martin, unseres Landes- und Diözesanpatrons, wurde so während der vergangenen zwölf Monate von vielen Menschen zum Anlass genommen, sich seiner Bedeutung theologisch, wissenschaftlich oder künstlerisch besonders anzunehmen. Martinus wurde zum Thema vieler neuer Publikationen, eines großartigen Films, eines alten neuentdeckten Pilgerweges, von geistlichen Initiativen und Wallfahrten, besonders nach Szombathely und Tours sowie monatlich aus allen Dekanaten in unseren Martinsdom nach Eisenstadt. Zugleich wurden auch konkrete Martinstaten der Solidarität gesetzt, wie die großherzige Hilfe der Diözese Eisenstadt für Menschen auf der Flucht. Und selbst strukturelle Schritte wie der Neue Pastorale Weg unserer Diözese als Weg einer zukunftsfähigen Seelsorge in Neuausrichtung wurden bewusst im Zeichen des Heiligen Martin gesetzt und zur Umsetzung auf den Weg geschickt.

Wenn in diesem vergangenen Jubiläumsjahr vermehrt auf das Vermächtnis des Heiligen Martin, auf seine Spiritualität, Solidarität und Barmherzigkeit hingewiesen wurde, so darf es jetzt nicht heißen: "Das Jubiläumsjahr ist beendet, gehen wir wieder über zur Tagesordnung!" Wir sollten uns vielmehr fragen: Was bleibt vom Jubiläumsjahr und was soll uns durch den pannonischen Alltag dauerhaft begleiten? Martinus hinterließ uns - passend für einen Soldaten, der sich auf den Straßen des Römischen Weltreiches zurechtfinden musste - einen Reiseführer der Tatsächlichkeit, eine Wegbeschreibung, die uns als Christen von der schönen Idee zur Tat wirklicher Weltveränderung führen kann. In eine gottesferne Zeit des Heidentums, des politischen Umbruchs und der moralischen Orientierungslosigkeit hineingeboren, wurde Martinus auf seinem spannenden Lebensweg zu Jesus Christus geführt, um später auch andere zu Jesus zu führen. Martinus stellt uns damit die entscheidende Reiseroute vor Augen, ohne die alle unsere Bemühungen nur Ideen bleiben und nicht zur Tat werden. Denn nur mit Christus im Herzen wird daher auch der Neue Pastorale Weg unserer Diözese nicht zu einem Masterplan, einer Taktik, einer Strategie verkommen, sondern er kann eine neue, vernetzte Pastoral einer Diözesangemeinschaft tatsächlich auf den Weg bringen. Nur mit Christus im Herzen wird unser Umgang mit dem Thema Flucht, Migration und Integration auch weiterhin den Prüfstand der Zeit bestehen. Diese und andere gesellschaftliche Herausforderungen werden unser Land und ganz Europa auch in Zukunft beschäftigen und unsere Gesellschaft auf Dauer verändern. Der vom Heiligen Martin in einer Epoche des Umbruchs praktizierte Glaube an Frieden, Freiheit und Versöhnung kann auch von uns Christen als Gegenentwurf und kraftvolle Stimme gegen Angst, Polarisierung, Panikmache, religiöse und politische Radikalisierung in die heutige Gesellschaft eingebracht werden.

Mit Martinus als Reiseführer lassen sich drei Ziele formulieren, die das christliche Programm für ein tatsächlich vereintes Europa der Zukunft darstellen:
1. Mit Martinus als Reiseführer kann die Kirche und können wir alle den Menschen tatsächlich helfen, Grenzen zu überwinden und Zeichen der Versöhnung zu setzen, damit sich die tragische Geschichte des 20. Jahrhunderts nicht wiederholt.
2. Mit Martinus als Reiseführer kann die Kirche und können wir alle tatsächlich mithelfen, gemeinsam die Quellen des Christseins in Europa zu entdecken und dieses positive Erbe für unsere Zukunft wieder fruchtbar zu machen.
3. Mit Martinus als Reiseführer kann die Kirche und können wir alle tatsächlich die Menschen ermutigen, die Zukunft nicht anderen zu überlassen, sondern selbst am Bauplatz Europa tätig zu werden und gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen.

Mit dem folgenden Gebet für Europa, das der bekannte verstorbene Mailänder Kardinal Carlo Maria Martini verfasst hat und das ich uns allen in dieser ernsten Stunde für Europa ans Herz lege, möchte ich dieses mein Kanzelwort zum Martinsfest 2016 beenden:

"Vater der Menschheit, Herr der Geschichte, sieh auf diesen Kontinent, dem du die Philosophen, die Gesetzgeber und die Weisen gesandt hast, als Vorläufer des Glaubens an deinen Sohn, der gestorben und wieder auferstanden ist. Sieh auf diese Völker, denen das Evangelium verkündet wurde, durch Petrus und durch Paulus, durch die Propheten, durch die Mönche und die Heiligen. Sieh auf diese Landschaften, getränkt mit dem Blut der Märtyrer, berührt durch die Stimme der Reformatoren. Sieh auf diese Völker, durch vielerlei Bande miteinander verbunden, und getrennt durch den Hass und den Krieg. Gib uns, dass wir uns einsetzen für ein Europa des Geistes, das nicht nur auf Wirtschaftsverträgen gegründet ist, sondern auch auf Menschlichkeit und ewigen Werten: Ein Europa, fähig zur Versöhnung, zwischen Völkern und Kirchen, bereit um den Fremden aufzunehmen, respektvoll gegenüber jedweder Würde. Gib uns, dass wir voll Vertrauen unsere Aufgabe annehmen, jenes Bündnis zwischen den Völkern zu unterstützen und zu fördern, durch das allen Kontinenten zuteil werden möge die Gerechtigkeit und das Brot, die Freiheit und der Frieden.

Martin von Tours ist die Lichtgestalt eines solchen Europas des Geistes. Seine menschliche und christliche Haltung beginnt dort, wo andere aufhören, weil es schwer wird und weh zu tun beginnt. Deshalb braucht unser Land, braucht Europa und die Welt mehr Martinus! Seien auch wir im Alltag als Bürger und Christen einer Martinsdiözese echte Martinsmenschen, die konkrete Martinstaten setzen! Abschießend lade ich sie alle sehr herzlich zur Mitfeier des Martinsjubiläums mit der Österreichischen Bischofskonferenz und allen Gästen aus dem In- und Ausland zu Martini in den Martinsdom nach Eisenstadt ein. Der ganzen Diözesanfamilie, besonders den Martinspfarren unserer Diözese, sowie allen, die den Namen unseres Landes- und Diözesanpatrons tragen, entbiete ich von Herzen meine besten Segenswünsche.

Donnerstag, 3. November 2016

Allerheiligen im Martinsdom - 1. November 2016

Auf unserer Diözesanpilgerfahrt im Sommer dieses Jahres zum Grab des hl. Martin nach Tours haben wir auch einige der berühmten gotischen Kathedralen Frankreichs besucht. Auf den imposanten Kirchenfassaden und Portalen sowie auf den mächtigen Säulen in den Kirchenschiffen sind unzählige Heiligenfiguren aus Stein oder Holz zu sehen – meist hoch oben, entrückt und unerreichbar. Im Gegensatz dazu, habe ich auf der Insel Kreta orthodoxe Kirchen und Klöster besucht, wo die Heiligen dargestellt wurden als Wegweiser zwischen Erde (Fußboden) und Himmel (Altarraum) auf Augenhöhe, leicht erhöht vom Boden. Das will sagen: Die Heiligen sind Menschen wie Du und Ich. Sie stehen nicht entrückt und unerreichbar hoch oben, sondern sie sind Menschen mit Höhen und Tiefen, mit ihrem Glauben wie Zweifeln und Fehlern. Sie sind auf Augenhöhe etwas vom Boden erhöht, weil sie in ihrem Leben trotz allem auf Gott vertraut und den Menschen gedient haben. Darin sind sie uns Menschen auf unserer Pilgerschaft von der Erde zum Himmel Vorbilder und Wegweiser zu Gott!

Ein solcher Wegweiser unserer Zeit ist die erst vor kurzem heiliggesprochene Mutter Teresa von Kalkutta, der Engel der Armen, wie sie gerne genannt wird. 3 Eigenschaften, die Mutter Teresa auszeichneten, sollten auch uns Christen von heute auszeichnen:

1. Mutter Teresa war eine Frau der Stille, Kontemplation und des Gebetes. Bevor sie ihre Arbeit begann, hat sie im Gebet, in der Betrachtung des Kreuzes und in der eucharistischen Anbetung die Kraft geschöpft. Das war die Quelle ihres Tuns. Der Aktion ging die Kontemplation voraus. Und je mehr zu tun war, umso mehr brauchte es das Gebet. Immer wieder betonte sie: "Unsere Kraft schöpfen wir aus dem Gebet und der Meditation. Dafür lassen wir uns drei bis vier Stunden – über den Tag verteilt – Zeit. Die Messe ist die geistige Nahrung, ohne die ich mein Leben nicht durchstehen könnte. In der heiligen Kommunion begegnen wir Christus in der Gestalt des Brotes, und in den Armenvierteln berühren wir Jesus in den Kindern, Kranken, Leidenden und Sterbenden." Aus ihrer Biographie wissen wir, dass auch sie, wie viele andere Heilige, die "Nacht der Seele", innere Dunkelheit und Wüstenzeiten kannte. Mutter Teresa eine Einladung an uns zu einem Leben, das auch das Gebet, den Gottesdienst, die Anbetung, die Meditation der Heiligen Schrift nicht vergisst!
2. Mutter Teresa hatte immer den Blick für die Not der Menschen, die Armen. Nach ihrer ersten Berufung als Lehrerin, Direktorin und Oberin in einer Ordensschule spürte sie dann Gottes Ruf alles aufzugeben, um Jesus in den Ärmsten der Armen zu dienen. Dieser Schritt fiel ihr schwerer als der Ordenseintritt und das Verlassen ihrer Familie und Heimat Albanien. 1950 gründete sie die "Missionarinnen der Nächstenliebe", die sich seither weltweit in Heimen um behinderte Kinder, Sterbende, Kranke und Waisen kümmern. Sie gehen an die Ränder der Gesellschaft und dienen mit ihrem einfachen Lebensstil den Armen. Mutter Teresa eine Einladung an uns, die materielle und geistige Armut um uns zu sehen, Armen beizustehen und selbst einfach und bescheiden zu leben!
3. Mutter Teresas Nächstenliebe galt jedem Menschen, egal welcher Nation, Sprache, Kultur und Religion. Mutter Teresas Werk ist von "ökumenischem Geist“, denn es umfasst alle Menschen, den Christen und Nichtchristen. "Nächstenliebe" ist das Kennzeichen von Mutter Teresa und ihren Schwestern – Nächstenliebe, die keine Grenzen kennt, die niemanden ausschließt. Mutter Teresa eine Einladung an uns, jedem Menschen in Not zu helfen, ohne dabei nach seiner Herkunft, Sprache, Kultur und Religion zu fragen!

Allerheiligen erinnert uns Christen an unsere Taufe, wo wir "Heilige" wurden. Allerheiligen erinnert uns, dass Heilige Menschen wie wir sind – nicht hoch oben, entrückt und unerreichbar, sondern Menschen wie wir, die geglaubt, gezweifelt, gerungen, die auch versagt haben und gefallen sind, die aber immer fest auf Gott vertraut und ihren Mitmenschen gedient haben. Allerheiligen erinnert uns an Menschen wie Mutter Teresa, die dem Ruf Jesu gefolgt ist, alles verlassen, die Seligpreisungen des Evangeliums zum Maßstab ihres Lebens gemacht und die Werke der Barmherzigkeit gelebt hat.

Weil Mutter Teresa 1982 auch unsere Diözese in Jennersdorf besucht hat, ist sie uns besonders nahe. Als Heilige ist sie uns Vorbild und eine wichtige Wegweiserin in dieser herausfordernden Zeit sowie eine Fürsprecherin bei Gott! Mutter Teresa hat das Ziel schon erreicht, wohin wir noch unterwegs sind – schauen wir auf sie und eignen auch wir uns ihre Eigenschaften an! Amen.