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Diözese Eisenstadt - Seitentitel
Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Montag, 7. November 2016

Martinsfest des Burgenlandes in Wien - 6. November 2016

Im Wiener Stephansdom gibt es mehrere Bezugspunkte zum Burgenland – einer der wichtigsten ist, dass dieses Wahrzeichen von Wien und ganz Österreich mit St. Margarethener Sandstein gebaut wurde; ein weiterer ist hier vorne diese Kommunionbank, die nach dem Wiederaufbau des Domes nach dem 2. Weltkrieg vom Burgenland gestiftet wurde; oder dann auch das Gnadenbild von Maria Pócs hinten beim Haupteingang, dessen Fest der feierlichen Übertragung in den Stephansdom am heutigen Sonntag gefeiert wird und von dem es auch bei uns im südburgenländischen Wallfahrtsort Maria Bild, eine Kopie gibt; sowie in der Krypta dieses Domes, wo auch die Erzbischöfe von Wien bestattet sind, die von 1921 bis 1954 auch unsere Apostolischen Administratoren waren und bis heute unsere Metropoliten sind. Hier in diesem Dom hat auch der unvergessliche Kardinal Franz König seine letzte Ruhestätte gefunden, der oft und gerne die Frage stellte, die uns auch das heutige Evangelium stellt: nach dem Leben, dem Tod und die Auferstehung – oder wie es Kardinal König so treffend formulierte: Woher komme ich – Wohin gehe ich – Was ist der Sinn meines Lebens?

Der Stephansdom als Bauwerk – seine Konzeption und Architektur – gibt uns eine Antwort auf diese Fragen, oder besser gesagt, will uns helfen als Menschen und als Christen eine Antwort darauf zu finden.

Woher komme ich?
Beim Haupteingang in dieses überwältigende Gotteshaus befindet sich am rechten Seitenaltar das bekannte Gnadenbild von Maria Pócs – die Muttergottes mit dem Jesuskind. Es ist für mich gleichsam der Hinweis dafür, dass wie das Jesuskind alle Menschenkinder dieser Welt das Leben als Geschenk aus Gottes Vaterhand empfangen. Gott ist es, der unsere Namen in seine Hand geschrieben, der jeden und jede von uns mit Talenten und Fähigkeiten ausgestattet und jedem und jeder einzelnen von uns eine hohe Würde geschenkt hat. Das Gnadenbild von Maria Pócs will uns sagen: Du bist ein Kind Gottes – Vergiss das nie in deinem Leben! Du hast einen Vater im Himmel, von dem Du kommst und zu dem Du gehst. In Maria hast Du auch eine Mutter, die Dich zum himmlischen Vater führen will – Vertrau im Leben auf sie und höre auf sie: "Was er/Jesus euch sagt, das tut!"

Wohin gehe ich?
Auch diese so wichtige Frage des Lebens findet eine Antwort in der Architektur dieses Domes. In den gotischen Gotteshäusern streben die Pfeiler und Säulen nach oben, hoch hinauf, weit in den Himmel! Das soll uns Menschen sagen, dass unsere Zukunft der Himmel ist, dass wir alle zum himmlischen Vater hin unterwegs sind und dass einer uns das Tor zum Himmel geöffnet hat – Jesus Christus, durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung. So ist das nicht nur eine fromme Geschichte, sondern eine Tatsache der Geschichte. Das bezeugt uns auch die Botschaft des heutigen Evangeliums, wenn Jesus sagt: "Gott ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden." Und dieses so prächtige Bauwerk der Gotik ist über Jahrhunderte hinweg ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, wohin wir Menschen gehen! Wir können voll Vertrauen diesem Weg folgen, weil Jesus ihn vor uns und für uns gegangen ist!

Was ist der Sinn meines Lebens?

Auch darauf gibt uns der altehrwürdige Stephansdom eine Antwort? In den gotischen Kirchen sind vor allem auf der Außenfassade oder im inneren auf den Säulen und Pfeilern oder auch auf den Altären Statuen von Heiligen in Stein oder Holz zu sehen. Die Heiligen zeigen uns, den Sinn unseres Lebens oder sie wollen uns sagen, dass sie in ihrem Leben den Sinn des Lebens nach Höhen und Tiefen, oft langem Suchen, Ringen und Zweifeln gefunden haben. Hier im Stephansdom werden wir im Gnadenbild von Maria Pócs an Maria erinnert und vor allem auch an den hl. Erzmärtyrer Stephanus. Wir Burgenländer denken in diesem Jahr aber auch ganz besonders an unseren Landes- und Diözesanpatron, den hl. Martin von Tours, dessen 1700 Jahrjubiläum wir heuer feiern und dessen Reliquie heute auch hier vorne am Seitenaltar vor uns steht. Was haben die Heiligen gemeinsam? Sie haben etwas vom Evangelium im Leben verwirklicht und ihren Mitmenschen – besonders den Armen und Schwachen – gedient. Die Heiligen waren sich dessen bewusst, was Paulus in der heutigen 2. Lesung den Thessalonichern gesagt hat: "Der Herr richte euer Herz darauf, dass ihr Gott liebt und unbeirrt auf Christus wartet." Das ist auch die Botschaft des hl. Martin, ein Herz zu haben, das Gott und die Menschen liebt und auf Christus wartet. Mit anderen Worten: Spiritualität, Solidarität und Barmherzigkeit. Diese Botschaft braucht unsere Welt, der moderne Mensch mehr denn je. Das Motto für unser Martins-Jubiläumsjahr: Die Welt braucht mehr Martinus ist so gesehen wichtig und richtig! Die Welt braucht mehr Menschen-Christen, die spirituell, solidarisch und barmherzig sind!

Der heutige Sonntag lädt uns alle ein, sich den wichtigen Fragen des Lebens zu stellen, ihnen nicht auszuweichen, sich an ihnen nicht vorbei zu schwindeln oder sie gar nicht aufkommen zu lassen durch Flucht in die Arbeit und Betäubung durch Konsum und Wellness. Dieser unser geliebter Stephansdom und alle unsere Kirchen lassen uns in der Hektik und im Lärm des Alltags inne halten und helfen uns eine Antwort zu finden auch auf die wichtigsten Fragen des Lebens: Woher komme ich – Wohin gehe ich – Was ist der Sinn meines Lebens? Unser Stephansdom sagt uns: Wir kommen von Gott – Wir gehen zu ihm – Er ist der Sinn und das Ziel unseres Lebens! Jesus Christus ist Garant dafür, weil er durch Tod und Auferstehung uns das Tor zum Himmel geöffnet hat. Er gibt uns berechtigte Hoffnung zum Glauben an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben!

Maria ist ihm als erste auf diesem Weg gefolgt und die Heiligen sind uns allen Vorbilder und Wegweiser, damit wir den Weg zum Himmel finden. Der erste Märtyrer der Kirche – der hl. Stephanus, dem dieser Dom geweiht ist und der den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen sah – sowie der erste Heilige der Kirche, der kein Märtyrer war – der hl. Martin, unser Landes- und Diözesan-patron – haben es uns vorgemacht, dass es möglich ist diesen Weg zu gehen. Jetzt sind wir dran es ihnen nachzumachen. Ich wünsche uns dabei viel Freude und Mut, aber zugleich auch viel Ausdauer und Geduld!

Möge der Segen Gottes, die Fürsprache Unserer Lieben Frau von Maria Pócs und die Wegbegleitung der hll. Stephanus und Martinus die Kirche und Gesellschaft in unserer Heimat Österreich, besonders aber auch unser Land Burgenland und unsere Diözese Eisenstadt in eine gute Zukunft begleiten!

Und vergessen sie nicht, sich auf die Frage: Woher komme ich – Wohin gehe ich – Was ist der Sinn meines Lebens, auch wirklich eine persönliche Antwort zu geben! Amen.

Sonntag, 6. November 2016

Kanzelwort zum Martinsfest 2016

Liebe Diözesanfamilie, Schwestern und Brüder im Herrn!

Zum Martinsfest 2015 haben w1r In unserer Diözese das Jubiläumsjahr "1700 Jahre Heiliger Martin von Tours" festlich begonnen. Kurz darauf wurde auch das von Papst Franziskus für die ganze Kirche ausgerufene "Heilige Jahr der Barmherzigkeit" in Rom und in den Diözesen weltweit feierlich eröffnet. Es ist eine Fügung der Vorsehung Gottes, dass wir beides zugleich feiern konnten, denn Martinus ist wohl der Heilige der Barmherzigkeit. Die Gestalt des Heiligen Martin, unseres Landes- und Diözesanpatrons, wurde so während der vergangenen zwölf Monate von vielen Menschen zum Anlass genommen, sich seiner Bedeutung theologisch, wissenschaftlich oder künstlerisch besonders anzunehmen. Martinus wurde zum Thema vieler neuer Publikationen, eines großartigen Films, eines alten neuentdeckten Pilgerweges, von geistlichen Initiativen und Wallfahrten, besonders nach Szombathely und Tours sowie monatlich aus allen Dekanaten in unseren Martinsdom nach Eisenstadt. Zugleich wurden auch konkrete Martinstaten der Solidarität gesetzt, wie die großherzige Hilfe der Diözese Eisenstadt für Menschen auf der Flucht. Und selbst strukturelle Schritte wie der Neue Pastorale Weg unserer Diözese als Weg einer zukunftsfähigen Seelsorge in Neuausrichtung wurden bewusst im Zeichen des Heiligen Martin gesetzt und zur Umsetzung auf den Weg geschickt.

Wenn in diesem vergangenen Jubiläumsjahr vermehrt auf das Vermächtnis des Heiligen Martin, auf seine Spiritualität, Solidarität und Barmherzigkeit hingewiesen wurde, so darf es jetzt nicht heißen: "Das Jubiläumsjahr ist beendet, gehen wir wieder über zur Tagesordnung!" Wir sollten uns vielmehr fragen: Was bleibt vom Jubiläumsjahr und was soll uns durch den pannonischen Alltag dauerhaft begleiten? Martinus hinterließ uns - passend für einen Soldaten, der sich auf den Straßen des Römischen Weltreiches zurechtfinden musste - einen Reiseführer der Tatsächlichkeit, eine Wegbeschreibung, die uns als Christen von der schönen Idee zur Tat wirklicher Weltveränderung führen kann. In eine gottesferne Zeit des Heidentums, des politischen Umbruchs und der moralischen Orientierungslosigkeit hineingeboren, wurde Martinus auf seinem spannenden Lebensweg zu Jesus Christus geführt, um später auch andere zu Jesus zu führen. Martinus stellt uns damit die entscheidende Reiseroute vor Augen, ohne die alle unsere Bemühungen nur Ideen bleiben und nicht zur Tat werden. Denn nur mit Christus im Herzen wird daher auch der Neue Pastorale Weg unserer Diözese nicht zu einem Masterplan, einer Taktik, einer Strategie verkommen, sondern er kann eine neue, vernetzte Pastoral einer Diözesangemeinschaft tatsächlich auf den Weg bringen. Nur mit Christus im Herzen wird unser Umgang mit dem Thema Flucht, Migration und Integration auch weiterhin den Prüfstand der Zeit bestehen. Diese und andere gesellschaftliche Herausforderungen werden unser Land und ganz Europa auch in Zukunft beschäftigen und unsere Gesellschaft auf Dauer verändern. Der vom Heiligen Martin in einer Epoche des Umbruchs praktizierte Glaube an Frieden, Freiheit und Versöhnung kann auch von uns Christen als Gegenentwurf und kraftvolle Stimme gegen Angst, Polarisierung, Panikmache, religiöse und politische Radikalisierung in die heutige Gesellschaft eingebracht werden.

Mit Martinus als Reiseführer lassen sich drei Ziele formulieren, die das christliche Programm für ein tatsächlich vereintes Europa der Zukunft darstellen:
1. Mit Martinus als Reiseführer kann die Kirche und können wir alle den Menschen tatsächlich helfen, Grenzen zu überwinden und Zeichen der Versöhnung zu setzen, damit sich die tragische Geschichte des 20. Jahrhunderts nicht wiederholt.
2. Mit Martinus als Reiseführer kann die Kirche und können wir alle tatsächlich mithelfen, gemeinsam die Quellen des Christseins in Europa zu entdecken und dieses positive Erbe für unsere Zukunft wieder fruchtbar zu machen.
3. Mit Martinus als Reiseführer kann die Kirche und können wir alle tatsächlich die Menschen ermutigen, die Zukunft nicht anderen zu überlassen, sondern selbst am Bauplatz Europa tätig zu werden und gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen.

Mit dem folgenden Gebet für Europa, das der bekannte verstorbene Mailänder Kardinal Carlo Maria Martini verfasst hat und das ich uns allen in dieser ernsten Stunde für Europa ans Herz lege, möchte ich dieses mein Kanzelwort zum Martinsfest 2016 beenden:

"Vater der Menschheit, Herr der Geschichte, sieh auf diesen Kontinent, dem du die Philosophen, die Gesetzgeber und die Weisen gesandt hast, als Vorläufer des Glaubens an deinen Sohn, der gestorben und wieder auferstanden ist. Sieh auf diese Völker, denen das Evangelium verkündet wurde, durch Petrus und durch Paulus, durch die Propheten, durch die Mönche und die Heiligen. Sieh auf diese Landschaften, getränkt mit dem Blut der Märtyrer, berührt durch die Stimme der Reformatoren. Sieh auf diese Völker, durch vielerlei Bande miteinander verbunden, und getrennt durch den Hass und den Krieg. Gib uns, dass wir uns einsetzen für ein Europa des Geistes, das nicht nur auf Wirtschaftsverträgen gegründet ist, sondern auch auf Menschlichkeit und ewigen Werten: Ein Europa, fähig zur Versöhnung, zwischen Völkern und Kirchen, bereit um den Fremden aufzunehmen, respektvoll gegenüber jedweder Würde. Gib uns, dass wir voll Vertrauen unsere Aufgabe annehmen, jenes Bündnis zwischen den Völkern zu unterstützen und zu fördern, durch das allen Kontinenten zuteil werden möge die Gerechtigkeit und das Brot, die Freiheit und der Frieden.

Martin von Tours ist die Lichtgestalt eines solchen Europas des Geistes. Seine menschliche und christliche Haltung beginnt dort, wo andere aufhören, weil es schwer wird und weh zu tun beginnt. Deshalb braucht unser Land, braucht Europa und die Welt mehr Martinus! Seien auch wir im Alltag als Bürger und Christen einer Martinsdiözese echte Martinsmenschen, die konkrete Martinstaten setzen! Abschießend lade ich sie alle sehr herzlich zur Mitfeier des Martinsjubiläums mit der Österreichischen Bischofskonferenz und allen Gästen aus dem In- und Ausland zu Martini in den Martinsdom nach Eisenstadt ein. Der ganzen Diözesanfamilie, besonders den Martinspfarren unserer Diözese, sowie allen, die den Namen unseres Landes- und Diözesanpatrons tragen, entbiete ich von Herzen meine besten Segenswünsche.

Donnerstag, 3. November 2016

Allerheiligen im Martinsdom - 1. November 2016

Auf unserer Diözesanpilgerfahrt im Sommer dieses Jahres zum Grab des hl. Martin nach Tours haben wir auch einige der berühmten gotischen Kathedralen Frankreichs besucht. Auf den imposanten Kirchenfassaden und Portalen sowie auf den mächtigen Säulen in den Kirchenschiffen sind unzählige Heiligenfiguren aus Stein oder Holz zu sehen – meist hoch oben, entrückt und unerreichbar. Im Gegensatz dazu, habe ich auf der Insel Kreta orthodoxe Kirchen und Klöster besucht, wo die Heiligen dargestellt wurden als Wegweiser zwischen Erde (Fußboden) und Himmel (Altarraum) auf Augenhöhe, leicht erhöht vom Boden. Das will sagen: Die Heiligen sind Menschen wie Du und Ich. Sie stehen nicht entrückt und unerreichbar hoch oben, sondern sie sind Menschen mit Höhen und Tiefen, mit ihrem Glauben wie Zweifeln und Fehlern. Sie sind auf Augenhöhe etwas vom Boden erhöht, weil sie in ihrem Leben trotz allem auf Gott vertraut und den Menschen gedient haben. Darin sind sie uns Menschen auf unserer Pilgerschaft von der Erde zum Himmel Vorbilder und Wegweiser zu Gott!

Ein solcher Wegweiser unserer Zeit ist die erst vor kurzem heiliggesprochene Mutter Teresa von Kalkutta, der Engel der Armen, wie sie gerne genannt wird. 3 Eigenschaften, die Mutter Teresa auszeichneten, sollten auch uns Christen von heute auszeichnen:

1. Mutter Teresa war eine Frau der Stille, Kontemplation und des Gebetes. Bevor sie ihre Arbeit begann, hat sie im Gebet, in der Betrachtung des Kreuzes und in der eucharistischen Anbetung die Kraft geschöpft. Das war die Quelle ihres Tuns. Der Aktion ging die Kontemplation voraus. Und je mehr zu tun war, umso mehr brauchte es das Gebet. Immer wieder betonte sie: "Unsere Kraft schöpfen wir aus dem Gebet und der Meditation. Dafür lassen wir uns drei bis vier Stunden – über den Tag verteilt – Zeit. Die Messe ist die geistige Nahrung, ohne die ich mein Leben nicht durchstehen könnte. In der heiligen Kommunion begegnen wir Christus in der Gestalt des Brotes, und in den Armenvierteln berühren wir Jesus in den Kindern, Kranken, Leidenden und Sterbenden." Aus ihrer Biographie wissen wir, dass auch sie, wie viele andere Heilige, die "Nacht der Seele", innere Dunkelheit und Wüstenzeiten kannte. Mutter Teresa eine Einladung an uns zu einem Leben, das auch das Gebet, den Gottesdienst, die Anbetung, die Meditation der Heiligen Schrift nicht vergisst!
2. Mutter Teresa hatte immer den Blick für die Not der Menschen, die Armen. Nach ihrer ersten Berufung als Lehrerin, Direktorin und Oberin in einer Ordensschule spürte sie dann Gottes Ruf alles aufzugeben, um Jesus in den Ärmsten der Armen zu dienen. Dieser Schritt fiel ihr schwerer als der Ordenseintritt und das Verlassen ihrer Familie und Heimat Albanien. 1950 gründete sie die "Missionarinnen der Nächstenliebe", die sich seither weltweit in Heimen um behinderte Kinder, Sterbende, Kranke und Waisen kümmern. Sie gehen an die Ränder der Gesellschaft und dienen mit ihrem einfachen Lebensstil den Armen. Mutter Teresa eine Einladung an uns, die materielle und geistige Armut um uns zu sehen, Armen beizustehen und selbst einfach und bescheiden zu leben!
3. Mutter Teresas Nächstenliebe galt jedem Menschen, egal welcher Nation, Sprache, Kultur und Religion. Mutter Teresas Werk ist von "ökumenischem Geist“, denn es umfasst alle Menschen, den Christen und Nichtchristen. "Nächstenliebe" ist das Kennzeichen von Mutter Teresa und ihren Schwestern – Nächstenliebe, die keine Grenzen kennt, die niemanden ausschließt. Mutter Teresa eine Einladung an uns, jedem Menschen in Not zu helfen, ohne dabei nach seiner Herkunft, Sprache, Kultur und Religion zu fragen!

Allerheiligen erinnert uns Christen an unsere Taufe, wo wir "Heilige" wurden. Allerheiligen erinnert uns, dass Heilige Menschen wie wir sind – nicht hoch oben, entrückt und unerreichbar, sondern Menschen wie wir, die geglaubt, gezweifelt, gerungen, die auch versagt haben und gefallen sind, die aber immer fest auf Gott vertraut und ihren Mitmenschen gedient haben. Allerheiligen erinnert uns an Menschen wie Mutter Teresa, die dem Ruf Jesu gefolgt ist, alles verlassen, die Seligpreisungen des Evangeliums zum Maßstab ihres Lebens gemacht und die Werke der Barmherzigkeit gelebt hat.

Weil Mutter Teresa 1982 auch unsere Diözese in Jennersdorf besucht hat, ist sie uns besonders nahe. Als Heilige ist sie uns Vorbild und eine wichtige Wegweiserin in dieser herausfordernden Zeit sowie eine Fürsprecherin bei Gott! Mutter Teresa hat das Ziel schon erreicht, wohin wir noch unterwegs sind – schauen wir auf sie und eignen auch wir uns ihre Eigenschaften an! Amen.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Festgottesdienst am Nationalfeiertag in Mariazell - 26. Oktober 2016

Liebe Schwestern und Brüder!
Liebe vor der Mariazeller Muttergottes versammelte Pilgerfamilie!

Seit Jahrhunderten ist es Brauch, dass die Pilger, die nach Mariazell kommen, von den Glocken dieser Basilika begrüßt werden. Dieser Gruß hat im Lauf der Geschichte unzähligen Menschen gegolten und er erklang auch heute für uns. „Vivos voco“ – „die Lebenden rufe ich“, ist einer der Sprüche, die in eine neue Kirchenglocke eingegossen werden, wenn sie das Licht der Welt erblickt. Und so stehen wir heute hier – als „lebendige“ Menschen. Keiner würde von sich das Gegenteil behaupten wollen, vor allem jene nicht, die vielleicht zu Fuß hergekommen sind und jetzt ihre Beine spüren.

Leben und lebendig sein, das heißt für uns Christen aber auch inspiriert und bewusst leben in einer Welt, von der wir fest glauben, dass Gott in ihr am Wirken ist – trotz allem leider oft nicht so berühmten Werken und Herumwerken des Menschen.

Leben und lebendig sein, das heißt daher mit offenen Augen und offenen Herzens durch diese Welt pilgern und Botschaften wahrzunehmen – ich meine damit nicht die täglichen Nachrichten auf Zeitungspapier oder am LED-Bildschirm, die kommen und gehen wie Sandkörner im Wind, sondern echte Botschaften! Bleibende Wahrheiten, die tief hineinreichen in jeden einzelnen Menschen und die unser Leben zu einem „bewässerten Garten“ machen können, zu „einer Quelle, deren Wasser niemals versiegt“, wie es bei Jesaja in der heutigen Lesung heißt.

Die Glocken von Mariazell sprechen solch eine Botschaft des Lebens. Sie künden seit Jahrhunderten das Evangelium von der Feindesliebe ebenso wie sie Trost und Hoffnung in schweren Zeiten spenden. Die Glocken von Mariazell haben aber auch dann geläutet, wenn hier an diesem Ort große völkerverbindende Ereignisse stattfanden. Zwei davon will ich nennen: Den Besuch des heiligen Papstes Johannes Paul II. in Mariazell 1983 und den Mitteleuropäischen Katholikentag 2004. Beide Ereignisse haben nicht nur mit Europa zu tun, beide Ereignisse sind Europa!

Denn Johannes Paul II. war der Papst, der wie kein anderer für die Überwindung von Schützengräben und Grenzzäunen in unserer Welt steht. Er war der Mann aus dem Osten, der Christus sein Herz geöffnet hatte, der angstfrei lebte und auch allen anderen Menschen zurufen konnte, ohne Furcht zu sein, Brücken der Verständigung zu bauen und auf Christus als den wahren Herrn der Geschichte zu vertrauen. Er war der Papst, der maßgeblich zum Fall des Eisernen Vorhangs und damit zur friedlichen Vereinigung Europas beitrug.

Und der Mitteleuropäische Katholikentag, der 2004 hier stattfand, war die Fortsetzung dieses Vermächtnisses. Es war ein geistlicher Schrittmacher, der in einer entscheidenden Phase des europäischen Integrationsprozesses stattfand und der sich dem Zusammenwachsen Europas nach Jahrzehnten des Krieges, des politischen Terrors und der Spaltung verschrieb, indem er die Völker zu einer Wallfahrt einlud, die lange auf der Schattenseite Europas gewesen waren.

Denn: „Mortuos plango“ – „die Toten beklage ich“, so lautet der zweite lateinische Spruch, der bis heute in viele neue Glocken eingegossen wird. Ja, Mariazell und seine Glocken sind nicht nur Rufer der Lebendigen, sie sind auch Zeitzeugen. Und als solche sind sie Zeugen der vielen Toten, die Europa im 20. Jahrhundert zu beklagen hatte: Zunächst in zwei bestialischen Kriegen, in den Zeiten des Totalitarismus, des Nationalsozialismus und des Faschismus, aber auch in der Nachkriegsära des stalinistischen Kommunismus, der in sogenannten Friedenszeiten nicht nur Millionen weiterer Toter auf sein Gewissen lud, sondern der sein ideologisches Gift tief in das Leben des Kontinents injiziert hat.

Doch während keine der mörderischen Ideologien den Weg in die Nachhaltigkeit menschlichen und humanen Zusammenlebens geschafft hat, hat der Mitteleuropäische Katholikentag 2004 hier in Mariazell drei Ziele formuliert, die das Programm der Kirche auch für ein vereintes Europa der Zukunft darstellen. Dieses Programm heute ebenso etwas zu verkünden wie der erste Guss jener Glocken, die anlässlich des Katholikentages 2004 hergestellt wurden und die heute nach dieser Feier geweiht werden:

1. Die Kirche muss den Menschen helfen, Grenzen zu überwinden und Zeichen der Versöhnung zu setzen, damit sich die tragische Geschichte des 20. Jahrhunderts nicht wiederholt.
2. Die Kirche muss dabei helfen, gemeinsam die Quellen des Christseins auf unserem Kontinent entlang der Pilgerstraßen Europas und an seinen großen Heiligtümern wieder zu entdecken und dieses positive Erbe für die gemeinsame Zukunft wieder fruchtbar zu machen.
3. Die Kirche muss die Christen ermuntern, die Zukunft nicht Hasardeuren und interessengetriebenen politischen und wirtschaftlichen Eliten zu überlassen, sondern selbst am Bauplatz Europa tätig zu werden und gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen.

Die Kernbotschaft dieses Zusammenkommens der osteuropäischen Völker damals in Mariazell war kein ideologisches Konstrukt und kein dekretiertes Parteiprogramm, sondern die Kernbotschaft war Christus als die wahre Hoffnung Europas. Und das einende Bild dieses Zusammenkommens der Völker waren keine eisernen Führer-, Bonzen-und Apparatschik-Figuren, sondern eine junge Frau, mit einem Kind im Arm, auf das sie hinzeigt und den Völkern Europas damit sagt: „Lebt und handelt einander, wie Er es euch gesagt hat – dann wird es gut!“

Ein Mensch ist heute unter uns, der für diese Ziele der Kirche und für ihre Botschaft hier an diesem Ort gelebt und geatmet hat. Lieber Pater Karl! Du bist bekannt geworden als der begnadete Superior und Wallfahrtsdirektor von Mariazell, als der Netzwerker, der das ganze Land und die Gesellschaft zusammengebracht hat vor der Mariazaller Muttergottes – die Großen und die Kleinen, die Wichtigen und die Wichtigtuer, die Lauten und die Leisen! Aber es wäre eine geistliche Kurzsichtigkeit, Dein Werk auf diese Tatbestände der Seelsorge zu reduzieren.

Der Eifer für dieses Haus hat Dich verzehrt! – um ein Psalmwort zu verwenden -, denn nur die Sprache der Psalmen kann ausdrücken, was Du an diesem Ort für Gott und die Menschen geleistet hast, wie sehr Du an diesem Ort „gebrannt“ hast. Du warst – selbst wenn Dein weithin bekanntes Temperament wieder einmal mit Dir durchgegangen ist! – diesem Ort und den Menschen, die hierher kamen, wie eine Mutter. Eine Mutter, die auch im Zorn stets liebte. Und Mütter sind, wie Papst Paul VI. einmal sagte, wie Moses: Sie bereiten für ihre Kinder ein Land vor, das sie selbst nie betreten werden.

Pater Karl, die Kirche in Österreich und in Europa, die Menschen in Österreich und in Europa, ja selbst die, die Dich gar nicht kennen und je kennen lernen werden, haben Dir viel zu verdanken! Denn Du hast Dich und Deine ganze Kraft, Dein Hoffen und Dein Bangen, Deine Freuden und Deine Schmerzen mithineingewoben in den zarten unsichtbaren Faden der christlichen Versöhnung und der christlichen Hoffnung der Völker, der hier mitten durch Mariazell läuft. Dieser Faden ist stärker ist als alle Gitterstäbe der totalitären Systeme und als alle Grenzzäune des politischen Irrsinns, die die verblendete Menschheit auf unserem Kontinent einst errichtete. Du hast mit Deinem Leben Anteil an einem Friedenswerk, dessen reife Früchte erst künftige Generationen genießen werden. Diese Generationen sind auch Deine Kinder!

Und doch bist Du mit den Jahren selbst Teil dieses unsichtbaren Fadens geworden, der Dich über Christus mit den Völkern Europas, und besonders mit seiner Mutter, die hier so verehrt wird, untrennbar verbindet. Daher weiß ich, dass die Mariazeller Muttergottes Dich begleiten und immer mit Dir sein wird, auch, wenn die Zeit des Abschieds gekommen ist und Du jetzt von hier fortgehst. Sie wird bei Dir sein auch an Deiner neuen Wirkungsstätte Eisenstadt.

„Fúlgura frango“ – „Blitze zerbreche ich“, das ist der dritte und letzte der lateinischen Sprüche, die in eine neue Glocke eingegossen werden. Mit ihm will ich schließen. Wenn wir heute als Österreicher unseren Nationalfeiertag begehen, dann sollen uns die Glocken von Mariazell auch daran erinnern, dass unser Glaube an Versöhnung, Friede und Freiheit auch bannend wirkt. Er ist der Gegenentwurf und die Gegenstimme zu Angst, Panikmache und Schwarzmalerei.

Ich bitte Sie, die anwesende Pilgerfamilie und alle Menschen guten Willens: Tragen Sie die Botschaft Mariazells von der Versöhnung, der Heiligkeit und der Verantwortung hinaus in die Welt und mitten hinein ins eigene Leben! Wer euch bittet, dem gebt! Grüßt auch die, die nicht eure Brüder und Schwestern sind! Liebt auch die, die euch nicht unbedingt lieben! Das wird unser Land zu dem machen, was es auch morgen für uns und für andere sein soll: Ein Ort der Humanität und der Würde, ohne den es keinen Ort der Sicherheit, der Freiheit und des Rechts gibt.

Vertrauen wir unser Land und unser Europa der Fürsprache unserer Mutter von Mariazell an, der Magna Mater Austriae, der Magna Domina Hungarorum und Mater Gentium Slavorum.

Amen.

Montag, 19. September 2016

Diakonenweihe von Kurt Aufner und Gustav Lagler im Martinsdom 18. September 2016

Ich möchte uns allen – besonders unseren beiden Kandidaten zum Diakonat – den ungerechten Verwalter im Evangelium als Vorbild für unser Christsein und für Euren diakonalen Dienst geben. Warum gerade diesen Mann, Gauner? Wenn Jesus gerade diesen Mann im heutigen Evangelium lobt und uns damit empfiehlt auch so zu handeln, dann geht es ihm sicher nicht darum, Urkundenfälschung und Geschäftsschädigung gutzuheißen. Was Jesus uns sagen will, ist: Der Mann ist schlau, klug, originell, raffiniert. Um seinen Kopf zu retten, lässt er sich etwas einfallen und nützt die Chance des Augenblicks. Er entgeht einer Kündigung und sichert sich zugleich seine Zukunft. Umgesetzt für uns – besonders für unsere beiden Weihekandidaten – bedeutet das: Seid ihr Kinder des Lichts doch auch so erfinderisch für Jesu gute Sache wie die Kinder dieser Welt für ihre egoistischen Interessen. Eure Zukunft steht auf dem Spiel – nützt eure Zeit, handelt entschlossen, seid klug, riskiert alles für das Reich Gottes, seid originell, was euren Glauben, was das Umsetzen von Gottes- und Nächstenliebe in die Tat anlangt.

Ihr, liebe Weihekandidaten, habt diese Einladung Jesu zur Risikobereitschaft, Originalität und Klugheit im Dienst der Sache Jesu aufgegriffen und wollt Jesus im geistlichen Dienst ganz nachfolgen, mehr als nur Durchschnittschristen sein. Ihr seid Menschen, die radikale Konsequenzen aus ihrer Beziehung zu Gott und Jesus Christus gezogen haben. Ihr seid Menschen, die wachsam waren für Jesu Ruf sowie für die Not und die Notwendigkeiten ihrer Mitmenschen und Zeit. Ihr seid Menschen, die Freude am Evangelium haben und ein Herz für ihre Mitmenschen, besonders jenen, die in Not sind. Ihr werdet als Diakone auch Menschen sein, die für ihre Mitmenschen ein Wegweiser zu Gott sind, aber auch unbequeme Zeitgenossen, die das offene Wort riskieren, gegen den Strom schwimmen sowie Vorbeter und Fürbitter sind. Tut dies aber wie der Verwalter im Evangelium mit Klugheit und Originalität, vor allem aber mit Liebe und Barmherzigkeit und in der Sprache, die auch die heutigen Menschen verstehen – dann seid Ihr anziehend und glaubwürdig!

Ihr könnt dabei auf das Beispiel so vieler Christen und Heiligen schauen, die es uns im Laufe der Geschichte vorgemacht haben – in diesem Heiligen Jahr für die Weltkirche und Jubiläumsjahr für unsere Diözese und Eurem Weihejahr sind es vor allem der hl. Martin, unser Landes- und Diözesanpatron und die jüngste Heilige der Kirche, der Engel der Armen, Mutter Teresa von Kalkutta – beide sind wohl die großen Heiligen der Barmherzigkeit! Beide haben Jesu Wort im heutigen Evangelium: "Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon" in ihrem Leben verwirklicht.

Das aramäische Wort "Mammon" bedeutet ursprünglich "trauenvertrauen". Der "Mammon" ist also das, worauf man vertraut. Schon in biblischer Zeit bekam der "Mammon" die Bedeutung von "Besitz oder Vermögen" – und damit ist die zentrale Versuchung des "Mammon" klar: Menschen trauen nicht der Beziehung zu Gott, sondern glauben, in erster Linie durch das eigene Vermögen bewirken zu können, dass ihr Leben gelingt. Dem Besitz gilt dann auch ihre gesamte Arbeit und Aufmerksamkeit. Tun das nicht viele Menschen auch heute? Besitz und Reichtum allein garantiert aber kein glückliches und erfülltes Leben. Wenn die Sorge um den Besitz das Denken ausfüllt, geht Entscheidendes verloren, nämlich die Beziehung zu den Menschen und auch zu Gott. Vielmehr sind wir gefordert, Besitz so einzusetzen, dass er dem Leben dient. Das ist der kluge Umgang mit Reichtum, von dem Jesus im heutigen Evangelium spricht.

Ihr, liebe Weihekandidaten, zeigt durch Eure Bereitschaft zur Weihe, dass Ihr der Beziehung zu Gott nicht nur traut, sondern auf ihr Euer ganzes Leben baut. Ihr vertraut Gott, dass Euer Leben gelingt und dass Ihr vielen Menschen den Weg zu einem gelingenden und erfüllten Leben – zu Jesus – zeigen und ihnen auch auf diesem Weg helfend beistehen könnt. In der Weihe wird jetzt durch Zeichen und Riten Euer Dienst als Diakon sichtbar gemacht, indem Ihr nach der Anrufung des Heiligen Geistes, Eurem Weiheversprechen, der Handauflegung und Gebet die Dalmatik anzieht und ich Euch das Evangeliar zur Verkündigung der Frohbotschaft Jesu überreiche sowie Euch den Friedensgruß gebe als Zeichen dafür, dass Ihr Friedensboten in der Welt seid. Wie Ihr aber den Dienst des Diakons ausüben und welche Eigenschaften Euch dabei auszeichnen sollen, das erbitte ich für Euch von Gott im Weihegebet: "Das Evangelium Christi durchdringe euer Leben. Sichtbare Liebe sei euch eigen, unermüdliche Sorge für die Kranken und Armen. Mit Würde und Bescheidenheit sollt ihr allen begegnen, lauter im Wesen und treu im geistlichen Dienste. Das Beispiel eures Lebens soll die Gemeinde auf den Weg der Nachfolge führen."

In Eurem Dienst als Diakone seien Euch die Klugheit, Risikobereitschaft und Originalität des Verwalters im heutigen Evangelium sowie Martinus und Mutter Teresa – die Heiligen der Barmherzigkeit – Vorbild und Wegweiser! Wie der Prophet Amos in der 1. Lesung damals, so kämpft auch Ihr als Diakone heute gegen Menschen an, die sich fromm geben und religiöse Feste feiern, aber die Armen betrügen und ausbeuten – seid und bleibt als Diakone immer auf der Seite der Armen, Kleinen, Schwachen, Flüchtlinge, Verfolgten, auch wenn es nicht "in" und angenehm ist, auch wenn der "Stammtisch" anderes sagt! Fürchtet Euch nicht, habt Mut und tut es, dann seid ihr auf der richtigen Seite! Betet stellvertretend für alle Menschen wie es Paulus in der 2. Lesung seinem Schüler Timotheus ans Herz legt und seid als Diakone wie Jesus immer Mittler zwischen Gott und den Menschen!

Unser aller Gebet begleitet Euch in dieser so wichtigen Stunde Eures Lebens, wenn wir jetzt vor der Weihe gemeinsam Gottes Heiligen Geist für Euch und für Euren Dienst als Diakone erbitten! Amen.