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Diözese Eisenstadt - Seitentitel
Nachrichten - Bischof Ägidius J. Zsifkovics

Nachrichten und Predigten

© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Montag, 19. September 2016

Diakonenweihe von Kurt Aufner und Gustav Lagler im Martinsdom 18. September 2016

Ich möchte uns allen – besonders unseren beiden Kandidaten zum Diakonat – den ungerechten Verwalter im Evangelium als Vorbild für unser Christsein und für Euren diakonalen Dienst geben. Warum gerade diesen Mann, Gauner? Wenn Jesus gerade diesen Mann im heutigen Evangelium lobt und uns damit empfiehlt auch so zu handeln, dann geht es ihm sicher nicht darum, Urkundenfälschung und Geschäftsschädigung gutzuheißen. Was Jesus uns sagen will, ist: Der Mann ist schlau, klug, originell, raffiniert. Um seinen Kopf zu retten, lässt er sich etwas einfallen und nützt die Chance des Augenblicks. Er entgeht einer Kündigung und sichert sich zugleich seine Zukunft. Umgesetzt für uns – besonders für unsere beiden Weihekandidaten – bedeutet das: Seid ihr Kinder des Lichts doch auch so erfinderisch für Jesu gute Sache wie die Kinder dieser Welt für ihre egoistischen Interessen. Eure Zukunft steht auf dem Spiel – nützt eure Zeit, handelt entschlossen, seid klug, riskiert alles für das Reich Gottes, seid originell, was euren Glauben, was das Umsetzen von Gottes- und Nächstenliebe in die Tat anlangt.

Ihr, liebe Weihekandidaten, habt diese Einladung Jesu zur Risikobereitschaft, Originalität und Klugheit im Dienst der Sache Jesu aufgegriffen und wollt Jesus im geistlichen Dienst ganz nachfolgen, mehr als nur Durchschnittschristen sein. Ihr seid Menschen, die radikale Konsequenzen aus ihrer Beziehung zu Gott und Jesus Christus gezogen haben. Ihr seid Menschen, die wachsam waren für Jesu Ruf sowie für die Not und die Notwendigkeiten ihrer Mitmenschen und Zeit. Ihr seid Menschen, die Freude am Evangelium haben und ein Herz für ihre Mitmenschen, besonders jenen, die in Not sind. Ihr werdet als Diakone auch Menschen sein, die für ihre Mitmenschen ein Wegweiser zu Gott sind, aber auch unbequeme Zeitgenossen, die das offene Wort riskieren, gegen den Strom schwimmen sowie Vorbeter und Fürbitter sind. Tut dies aber wie der Verwalter im Evangelium mit Klugheit und Originalität, vor allem aber mit Liebe und Barmherzigkeit und in der Sprache, die auch die heutigen Menschen verstehen – dann seid Ihr anziehend und glaubwürdig!

Ihr könnt dabei auf das Beispiel so vieler Christen und Heiligen schauen, die es uns im Laufe der Geschichte vorgemacht haben – in diesem Heiligen Jahr für die Weltkirche und Jubiläumsjahr für unsere Diözese und Eurem Weihejahr sind es vor allem der hl. Martin, unser Landes- und Diözesanpatron und die jüngste Heilige der Kirche, der Engel der Armen, Mutter Teresa von Kalkutta – beide sind wohl die großen Heiligen der Barmherzigkeit! Beide haben Jesu Wort im heutigen Evangelium: "Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon" in ihrem Leben verwirklicht.

Das aramäische Wort "Mammon" bedeutet ursprünglich "trauenvertrauen". Der "Mammon" ist also das, worauf man vertraut. Schon in biblischer Zeit bekam der "Mammon" die Bedeutung von "Besitz oder Vermögen" – und damit ist die zentrale Versuchung des "Mammon" klar: Menschen trauen nicht der Beziehung zu Gott, sondern glauben, in erster Linie durch das eigene Vermögen bewirken zu können, dass ihr Leben gelingt. Dem Besitz gilt dann auch ihre gesamte Arbeit und Aufmerksamkeit. Tun das nicht viele Menschen auch heute? Besitz und Reichtum allein garantiert aber kein glückliches und erfülltes Leben. Wenn die Sorge um den Besitz das Denken ausfüllt, geht Entscheidendes verloren, nämlich die Beziehung zu den Menschen und auch zu Gott. Vielmehr sind wir gefordert, Besitz so einzusetzen, dass er dem Leben dient. Das ist der kluge Umgang mit Reichtum, von dem Jesus im heutigen Evangelium spricht.

Ihr, liebe Weihekandidaten, zeigt durch Eure Bereitschaft zur Weihe, dass Ihr der Beziehung zu Gott nicht nur traut, sondern auf ihr Euer ganzes Leben baut. Ihr vertraut Gott, dass Euer Leben gelingt und dass Ihr vielen Menschen den Weg zu einem gelingenden und erfüllten Leben – zu Jesus – zeigen und ihnen auch auf diesem Weg helfend beistehen könnt. In der Weihe wird jetzt durch Zeichen und Riten Euer Dienst als Diakon sichtbar gemacht, indem Ihr nach der Anrufung des Heiligen Geistes, Eurem Weiheversprechen, der Handauflegung und Gebet die Dalmatik anzieht und ich Euch das Evangeliar zur Verkündigung der Frohbotschaft Jesu überreiche sowie Euch den Friedensgruß gebe als Zeichen dafür, dass Ihr Friedensboten in der Welt seid. Wie Ihr aber den Dienst des Diakons ausüben und welche Eigenschaften Euch dabei auszeichnen sollen, das erbitte ich für Euch von Gott im Weihegebet: "Das Evangelium Christi durchdringe euer Leben. Sichtbare Liebe sei euch eigen, unermüdliche Sorge für die Kranken und Armen. Mit Würde und Bescheidenheit sollt ihr allen begegnen, lauter im Wesen und treu im geistlichen Dienste. Das Beispiel eures Lebens soll die Gemeinde auf den Weg der Nachfolge führen."

In Eurem Dienst als Diakone seien Euch die Klugheit, Risikobereitschaft und Originalität des Verwalters im heutigen Evangelium sowie Martinus und Mutter Teresa – die Heiligen der Barmherzigkeit – Vorbild und Wegweiser! Wie der Prophet Amos in der 1. Lesung damals, so kämpft auch Ihr als Diakone heute gegen Menschen an, die sich fromm geben und religiöse Feste feiern, aber die Armen betrügen und ausbeuten – seid und bleibt als Diakone immer auf der Seite der Armen, Kleinen, Schwachen, Flüchtlinge, Verfolgten, auch wenn es nicht "in" und angenehm ist, auch wenn der "Stammtisch" anderes sagt! Fürchtet Euch nicht, habt Mut und tut es, dann seid ihr auf der richtigen Seite! Betet stellvertretend für alle Menschen wie es Paulus in der 2. Lesung seinem Schüler Timotheus ans Herz legt und seid als Diakone wie Jesus immer Mittler zwischen Gott und den Menschen!

Unser aller Gebet begleitet Euch in dieser so wichtigen Stunde Eures Lebens, wenn wir jetzt vor der Weihe gemeinsam Gottes Heiligen Geist für Euch und für Euren Dienst als Diakone erbitten! Amen.

Montag, 12. September 2016

Predigt anlässlich des Ordenshochfestes „30 Jahre Ferdinandus Orden“ - 10. September 2016

Lieber Bischof Paul als Geistl. Generalprotektor des Ferdinandus Ordens!
Liebe Ordensmitglieder mit den Honoratioren an der Spitze!
Geschätzte Vertreter der Politik und des öffentlichen Lebens!
Liebe, zum feierlichen Gottesdienst versammelte Gemeinde!

Das Beispiel vom barmherzigen Samariter, das wir soeben gehört haben, ist einer der wichtigsten Texte der Menschheit. Jesus führt seinem Gesprächspartner vor Augen, worin die Erlangung des ewigen Lebens besteht. Sie besteht nicht in der Rechtgläubigkeit; sie besteht auch nicht darin, zur richtigen Kaste zu gehören oder den richtigen sozialen Status in der Welt zu haben. Das Himmelreich erlangt, so Jesus, jener, der Mitleid mit seinem Nächsten hat. Der, der aus reiner Barmherzigkeit hilft und die Wunden des anderen verbindet. Willst Du das ewige Leben erlangen, "dann geh und handle genauso!"

Das Liebesgebot Jesu hat die Welt verändert. So schrecklich sie auch immer wieder sein mag – zu allen Zeiten hat es Menschen gegeben, die von Christus inspiriert, vom Mitgefühl für andere bestimmt waren und nach dem Liebesgebot handelten. Martin von Tours stand für diese Haltung und lebte sie überzeugend in Zeiten allergrößter gesellschaftlicher Herausforderungen. Es war die Zeit der Völkerwanderung, alte Sicherheiten zerbrachen, die antike Gesellschaft wurde durcheinandergewirbelt und musste sich neu orientieren – eine Zeit, die der heutigen nicht ganz unähnlich ist.

In dieser Zeit des Umbruchs führte ein junger römischer Soldat den Menschen vor Augen, dass das bloße Reden von der Gottesliebe wertlos ist, wenn es nicht von der konkreten Zuwendung zu unserem Nächsten begleitet wird. Die Liebe ist der Sinn und das Grundgesetz unseres Lebens. Weil wir nach Gottes Bild geschaffen sind, sind wir der Liebe fähig und können daher Gott, der die Liebe ist, in der Liebe am reinsten finden. Die Martinserzählung bringt das auf den Punkt: Nachdem der heilige Martin dem Bettler die Hälfte seines Mantels geschenkt hatte, erscheint ihm im Traum Christus mit demselben Stück Mantel bekleidet – er war es, der Martin als Bettler begegnet war.

Wenn man die Biografie des heiligen Martin, die "Vita Martini" des römischen Historikers Sulpicius Severus liest, treten vor allem drei Persönlichkeitsmerkmale zutage:

Erstens: Martin von Tours war ein Mensch, der aus einer echten Gottesliebe heraus lebte. Er wusste um die Kraft des Gebets und der Stille. Nur so konnte er sein anspruchsvolles geistliches und karitatives Programm bewältigen.

Das zweite Merkmal seiner Persönlichkeit: Weil Martinus tief in sich selbst hineinsah, kannte er die inneren Strömungen und Widersprüchlichkeiten des Menschen. Er hatte gelernt, die verschiedenen Geister, die in jedem Menschen am Werken sind, zu unterscheiden und sich auf das Wesentliche zu besinnen: auf das, was den Menschen näher zu Gott hin führt, und auf die neuen Wege, die zu gehen waren – im persönlichen Leben, in der Kirche, in der ganzen Gesellschaft.

Das dritte und wohl bekannteste Merkmal des Heiligen aber ist die Solidarität mit den Mitmenschen. Im Akt des Mantelteilens wird dieser Geist des Martinus am reinsten sichtbar. Dafür wird Martinus auf der ganzen Welt geliebt.

Liebe Schwestern und Brüder! Das Vermächtnis dieses Mannes, dieses großen Heiligen der Nächstenliebe und der Solidarität, ist ein ewig aktueller Beitrag an unseren Glauben und an unsere Welt. Martinus lebte vor 1700 Jahren, doch sein Wesen und sein Erbe deuten weit in die Zukunft. Sein Leben, das ganz auf Christus verweist, ist uns ein Vorbild, wie wir gerade heute den Wunden einer politisch, sozial, ökonomisch und ökologisch blutenden Welt begegnen können, um zu ihrer Heilung beizutragen.

Das Jubiläum, das wir heute feierlich begehen, ist ein Hoffnungsschimmer in einer von so vielen Leiden gezeichneten Gesellschaft: Seit 30 Jahren verfolgen die Mitglieder des Ferdinandus Ordens im Sinne einer christlichen Geisteshaltung das Ziel, freiwillige und gemeinnützige Hilfstätigkeit sowie karitatives Wirken für bedürftige Menschen weltweit zu fördern. Sie tragen damit durch konkrete Taten – sei es durch ehrenamtlichen Dienst an bedürftigen Mitmenschen sei es durch finanzielle Opfer – zu einer besseren Welt im Sinne des Evangeliums bei. Die Liebe zu Gott, ein Leben aus dem Gebet, und die nach außen getragen Barmherzigkeit – diese drei Wesenszüge des heiligen Martin erstrahlen auch in so vielen Aktivitäten des Ferdinandus Ordens!

Ich danke Ihnen allen für Ihren Dienst und bitte Sie, diese 3 Haltungen in Ihren Herzen hochzuhalten und nicht müde zu werden, sie weiterhin einzubringen in den selbstlosen Dienst an unserem Land, an unserer Diözese, ja an der ganzen Welt! Und ich wünsche Ihnen auf die Fürsprache des Heiligen Martin, unseres Landes- und Diözesanpatrons, Gottes reichen Segen sowie ein herzliches "Ad multos annos!". Gehen Sie weiter Ihren Weg der Mitmenschlichkeit und Barmherzigkeit und mögen Sie dabei nie die letzten Worte Jesu im heutigen Evangelium vom Barmherzigen Samariter aus dem Bewusstsein verlieren: "Dann geh und handle genauso!"
Amen.

Dienstag, 16. August 2016

Großfrauentag in der Basilika Frauenkirchen - 15. August 2016

Ein GPS/Navi ist aus unserem modernen Leben wohl kaum mehr wegzudenken. Die meisten von uns haben ein Navi im Auto, das uns vor allem in uns weniger bekannten Gegenden eine große Hilfe ist und uns ans gewünschte Ziel bringt – und sei es in den letzten Winkel dieser Erde! Wahrscheinlich sind auch manche von uns mit Hilfe des Navi heute hierher nach Frauenkirchen gekommen, um den Großfrauentag gemeinsam zu feiern, um auf Wallfahrt zu gehen/fahren, um hier an diesem alten Gnadenort Gott im Gebet zu danken, sich mit Gott und den Menschen in der Beichte zu versöhnen, um seine weitere Hilfe und die Fürsprache der Gottesmutter Maria zu erbitten.

Wie das Navi uns auf unseren Fahrten durch das Leben immer wieder hilft den Weg zum Ziel zu finden, so schickt uns auch Gott immer wieder Wegweiser, die uns zum Ziel unserer Lebensreise führen sollen, dass sein Sohn Jesus für uns durch Tod und Auferstehung erreicht hat. Weil Gott weiß, dass wir Menschen rasch vom Weg abkommen, uns leicht verirren, gerne auf angenehmere Wege abbiegen, hat er uns in den Propheten/Heiligen Menschen geschickt, die uns durch die Jahrhunderte an das Ziel unserer Reise erinnern, uns zum Ziel hinführen sollen. Maria ist unser Wegweiser/Navi auf dem Weg zum Ziel. Heute schauen wir auf sie und fragen: Wie funktioniert überhaupt ein solches Navi?

Das erste beim Navi ist die Eingabe des Zielortes. Ist das erfolgt, berechnet das Navi den kürzesten Weg zum gewünschten Ziel. Mit dem Druck auf "starten" beginnt unsere Fahrt zum eingegebenen Ziel. Mit unserer Geburt hat Gott unsere Lebensreise hier auf Erden begonnen. Mit der Taufe haben wir das Ziel unserer Lebensfahrt bestimmt – den Himmel. Der Apostel Paulus erinnert uns in der 2. Lesung aus dem Korintherbrief daran: Gott hat seinen Sohn Jesus von den Toten auferweckt. An Christus – und dann auch an Maria – ist sichtbar geworden, zu welchem Ziel die Menschheit unter-wegs ist: nämlich zu Gott! Was an Christus und Maria geschehen ist, ist auch das Ziel unserer Lebensreise – das Leben in der Gemeinschaft mit Gott! Maria ist es, die uns wie das Navi im hektischen Alltag des Lebens immer wieder an unser Ziel erinnert, an unsere große Bestimmung von Gott her. Maria selber hat ihre Bestimmung von Gott her erfahren beim Besuch des Engels in Nazareth und mit ihrem JA zugestimmt zum Willen/Plan Gottes. Auf ihrer Lebensreise ist sie ihrer Berufung treu geblieben, ans Ziel gekommen. Maria will, dass auch wir den Sinn und das Ziel unseres Lebens erkennen, unsere Berufung annehmen und ihr auch treu bleiben. Damit wir Christen das Ziel nicht vergessen, braucht es das Gebet – persönlich, in Familie, Pfarrgemeinde – die Feier des Sonntags und der Sakramente, vor allem die Eucharistie und die Beichte, das Lesen der Hl. Schrift und die guten Taten. Das sind die Hilfsmittel Gottes, die er uns durch seine Kirche schenkt, damit wir Menschen in Arbeit und Freizeit nicht das Ziel unserer Lebensreise aus den Augen verlieren, vergessen. Weil wir Menschen gerne und so rasch vergessen, braucht es Maria, die uns an das Ziel unseres Lebens erinnert und wie das Navi zum Zielort führt!

Das zweite beim Navi bei falscher Fahrt ist der Hinweis: Bitte wenden! Wenn wir uns verfahren und nicht auf der vom Navi vorgegebenen Route blei-ben, heißt es vom Navi: Bitte wenden! Ähnlich ist es auf unserem Glaubensweg Wie rasch kommen wir Menschen vom Weg ab, verlaufen uns auf nebensächlichen Bahnen, verharmlosen und verdrehen die Botschaft Jesu so wie es uns genehm ist und sind oft selbstgerecht, ungerecht, unbarmherzig. Brauchen wir modere Christen heute nicht mehr denn je die Erinnerung und Ermahnung: Bitte wenden? Jesus selber sagt uns: "Kehrt um und glaubt an das Evangelium!" Maria sagt bei der Hochzeit in Kana zu den Dienern: "Was er euch sagt, das tut!" Und in den vielen Wallfahrtsorten auf der ganzen Welt ruft sie uns immer wieder zu: "Betet, kehrt um, tut Buße!" oder anders gesagt: Bitte wenden! Bitte wenden kann heute heißen: auf Gott und sein Wort hören, indem wir die Bibel lesen – im Gebet das Gespräch mit Jesus suchen und die Freundschaft mit ihm pflegen – den Sonntag in der Familie und Pfarrgemeinde feiern – die Werke der Barmherzigkeit leben – einen einfacheren Lebensstil pflegen, weil wir auch Verantwortung für die kommenden Generationen haben – Menschen in Not beistehen, auch Verfolgten/Flüchtlingen – sich für das Leben einsetzen un gegen die Kultur des Todes ankämpfen – für das Gute un gegen das Böse zu kämpfen. Maria ist diesen Weg gegangen, sie hat den Kampf aufgenommen/geführt, wie es uns die 1. Lesung aus der Offenbarung des Johannes eindrucksvoll schildert. Die Frau, die am Himmel als das große Zeichen erscheint, ist die Mutter Jesu. Sie ist die Verkörperung des Gottesvolkes: die 12 Sterne über ihrem Haupt erinnern an die 12 Stämme Israels und die Geburtswehen an die vielen Leiden. Dieser Kampf zwischen Gut und Böse setzt sich auch heute in der Welt fort. Wir Christen sollen nicht lau, gleichgültig, ängstlich, feige sein, sondern wie Maria uns heute dem Kampf stellen, für das Gute einsetzen, das Böse meiden. Wir Christen sollen mit Freude, mutig und treu gegen den Strom schwimmen und mit unserem Leben das Evangelium bezeugen – das ist glaubwürdiges, einladendes und anziehendes Christentum! Es braucht heute solche Christen und keine Fanatiker! Unser Leben soll – wie das Leben Mariens – Hinweis und Einladung sein: Bitte wenden! Haben wir alle im Alltag den Mut zum Wenden!

Schließlich heißt es am Ende einer Fahrt vom Navi: Ziel erreicht! Nach einer langen Fahrt in eine unbekannte Gegend ist wohl der schönste Augenblick dann, wenn es heißt: Ziel erreicht! Mit dem heutigen Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel wird uns gesagt: Maria hat das Ziel erreicht! Ihre Lebensreise zeigt uns, was auch uns erwartet: das Leben bei Gott, unserem Ziel. Maria zeigt uns mit ihrem Leben: Wer von Jesus ergriffen ist, trägt ihn auch mit Freude zu den Menschen und der gelangt auch ans Ziel. Maria bestätigt es im heutigen Evangelium: Sie hat Jesus empfangen, angenommen und zu Elisabeth getragen. Sie hat im Magnifikat, dem großen Danklied Gottes Größe und Güte gepriesen, dass er auf ihre Niedrigkeit geschaut und Großes an ihr getan hat. Sie bezeugt: Gott erbarmt sich aller, die ihn fürchten. Gott zerstreut die Hochmütigen, stürzt die Mächtigen, erhöht die Niedrigen, beschenkt die Hungrigen, lässt die Reichen leer ausgehen. Gott stellt alles auf den Kopf, nimmt sich jedes Menschen an, hält sein Versprechen! Wer das Magnifikat lebt, baut schon auf Erden am Reich Gottes mit und wird das Ziel erreichen. Braucht unsere Welt nicht mehr denn je Jesu Evangelium, eine Neuevangelisierung? Braucht sie nicht Christen, die wie Maria heute das Magnifikat mit ihrem Leben bezeugen? Es braucht heute ein schlichtes Herz!

Am heutigen Festtag schauen wir auf Maria, unser Navi, die uns 3 Dinge sagt: Dein Zielort ist der Himmel, auf den Du seit der Taufe programmiert bist! Wenn Du Dich auf Deiner Lebensreise verfährt, nicht mehr weiter weißt, dann sei nicht stolz und schäm Dich nicht, sondern hör auf den Ruf: Bitte wenden! Ich habe schon das Ziel erreicht, zu dem Du noch unterwegs bist! Ich bin immer an Deiner Seite, in Freud und Leid, besonders dann, wenn es schwer wird! So ist uns Maria ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes. Schauen wir auf dieses Zeichen, hören wir auf sie, unser Navi, damit wir auf dem Weg bleiben, der uns hinführt zu ihrem Sohn Jesus, unserem Ziel im Himmel! Maria, du Königin, aufgenommen in den Himmel – du Mutter auf der Heide – bitte für uns und bleib mit uns auf unserem Lebens- und Glaubensweg! Amen.

Montag, 11. Juli 2016

60 Jahre burgenländische Gemeinschaft in Güssing (10. Juli 2016)

Ein Satz aus der gehörten 1. Lesung aus dem Buch Deuteronomium verbindet diese Festmesse und das Jubiläum „60 Jahre Burgenländische Gemeinschaft“, das wir heute mit der Stadtpfarre Güssing, den Mitgliedern der Gemeinschaft und unseren Landsleuten aus Amerika hier gemeinsam so festlich begehen. „Das Gebot Gottes ist nicht im Himmel … Es ist auch nicht jenseits des Meeres, so dass du sagen müsstest: Wer fährt für uns über das Meer, holt es herüber und verkündet es uns, damit wir es halten können? Nein, das Wort Gottes ist ganz nah bei dir, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen, du kannst es halten.“

Um die Jahrhundertwende (1900) sind tausende Menschen aus dem Burgen-land, vor allem auch aus dem Südburgenland, aus Armut und Not über das große Meer gefahren und haben in Amerika/Kanada eine neue Heimat sowie Hoffnung und Zukunft für ihr Leben gefunden. Die Burgenländische Gemein-schaft ist bereits 60 Jahre die Brücke zwischen der alten und der neuen Heimat, zwischen dem Burgenland und Amerika. Sie bemüht sich die Kontakte durch regelmäßige Besuche, Veranstaltungen, ein Vereinsblatt aufrecht zu erhalten, besonders zu den Nachfahren der ersten Auswanderergeneration. Das Land Burgenland, die Diözese Eisenstadt und ihre Bischöfe unterstützen bis heute zusammen mit der Burgenländischen Gemeinschaft diese so wichtige Sache! Zeichen dafür sind die gegenseitigen Besuche in Amerika und im Burgenland.
Was haben sich unsere ersten Auswanderer von der alten in die neue Heimat neben den wichtigsten Dingen mitgenommen? Es sind vor allem 3 Dinge:

Einen tiefen Glauben.
Mit einem tiefen Glauben im Herzen und im festen Vertrauen auf Gottes Wort, seine Wegbegleitung und auf bessere Lebensbedingungen machten sie sich aus der kleinen, vertrauten, sicheren Heimat auf den Weg über das große Wasser in die große, unbekannte und neue Welt. Mit Gottes Wort im Herzen konnten sie die neuen Herausforderungen bewältigen und ein neues Leben aufbauen in der fernen und fremden Welt. Nicht alle haben es geschafft, manche sind wie-der zurückgekommen! Äußere Zeichen ihres tiefen Glaubens sind die Kirchen, die sie in der neuen Heimat errichteten – oft nach dem Vorbild der Kirche in der alten Heimat – und das religiöse Leben, das sie in ihren Familien und Pfarr-gemeinden pflegten. Der verstorbene Kardinal Bernardin von Chikago hat im Audienzzimmer von Papst Johannes Paul II. unserem Bischof László gesagt:  Was wäre meine Erzdiözese Chikago ohne die Gläubigen aus dem Burgenland? Ich war damals als junger Sekretär des Bischofs stolzer Augen- u. Ohrenzeuge!

Ist das nicht ein schönes Zeugnis, das er über unsere Landsleute ablegte?
Wie Mose das Volk Israel in der 1. Lesung erinnert, Gottes Wort zu hören, seine Gebote zu achten und zu ihm zurückzukehren, so ist es auch heute Aufgabe der Kirche den Menschen das Evangelium zu verkünden, sie zur Gottes/Nächsten-liebe zu ermutigen, die Tat des barmherzigen Samariters wachzuhalten und  nachzuahmen – das ist gelebtes, glaubwürdiges und anziehendes Christentum!
Auch unsere Auswanderer waren auf die Hilfe von guten Menschen in Amerika angewiesen, haben die Hilfe vieler barmherziger Samariter gebraucht und sind wohl auch vielen Menschen zum barmherzigen Samariter geworden – ist das nicht auch eine wichtige Botschaft für unseren Umgang mit Flüchtlingen und Verfolgten? Wie sagt Jesus im Evangelium: „Dann geh und handle genauso!“

Die Muttersprache und Kultur.
Neben dem Glauben haben sich unsere Auswanderer auch die Muttersprache – deutsche, kroatische, ungarische – u. Kultur in die neue Heimat mitgenommen. Die Pflege der Muttersprache u. Kultur hält sie in den verschiedenen Vereinen und Heimatverbänden zusammen, dass sie ihre Identität bewahren können, die Verbindung zur alten Heimat nicht verlieren und die amerikanische Gesellschaft wesentlich bereichern. Gerade auf diesem Gebiet leistet die Burgenländische Gemeinschaft durch 60 Jahre hindurch ihren so wertvollen Beitrag, wofür ich allen Verantwortlichen und Mitgliedern als Bischof für ihren persönlichen Ein-satz von Herzen danke und gleichzeitig alle inständig bitte, weiterzumachen! Das friedliche Zusammenleben von verschiedenen Sprachen, Religionen u. Kul-turen ist möglich nach dem Grundsatz: Das Eigene lieben, das andere schätzen! Ist das nicht eine wichtige Botschaft auch für unsere zerrissene Welt und für unser gespaltenes Europa, das sich wieder in Nationalismen abgrenzen will und im Mitmenschen oft nur den Konkurrenten und Feind sieht? Was hätten unsere Landsleute damals in Amerika getan, wenn man ihnen so begegnet wäre?

Zwei fleißige Hände.
Neben dem Glauben, der Muttersprache und Kultur haben sich unsere Auswan-derer vor allem zwei fleißige Hände in die neue Heimat mitgenommen. Diese ihre fleißigen Hände haben sie immer wieder zum Gebet gefaltet, aber auch zum Aufbau ihrer neuen Existenz eingesetzt. Unsere ausgewanderten Lands-leute waren gesuchte Handwerker und Facharbeiter, fleißige und anständige Arbeiter, die auch zum Aufbau und Wohlstand Amerikas beigetragen haben. Viele haben es weit gebracht, sind aber durch die harte Arbeit früh gestorben. Ob in kirchlichen oder staatlichen Kreisen, überall sind unsere Landsleute in Amerika und Kanada durch ihr Können und ihren Fleiß bekannt und hochge-schätzt – davon konnte ich mich bei meinem Besuch in Amerika überzeugen!Vergessen wir als Christen nicht unsere Hände zum „Beten und Arbeiten“ einzusetzen, auch wenn wir uns dabei schmutzig und verletzbar machen!

Als Bischof möchte ich abschließend zu 60 Jahre Burgenländische Gemeinschaft nochmals von Herzen gratulieren, allen Dank sagen für ihren Einsatz und sie bitten auch weiterhin nicht müde zu werden, diese Brücke von der alten in die neue Heimat zu pflegen und mit den modernen Mitteln auch noch auszubauen!Mein Wunsch an uns alle – ob in der alten oder in der neuen Heimat – ist:
Gehen wir mit Gottes Wort im Herzen in die Zukunft!
Pflegen wir unsere Muttersprache und Kultur, geben wir sie an die junge Generation weiter und bleiben wir immer für andere offen!
Erheben wir unsere beiden Hände im Alltag zum Gebet und helfen wir wie der barmherzige Samariter im heutigen Evangelium unseren Mitmenschen in Not! Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit und unser Martinsjahr laden uns dazu ein!
Gottes Segen und die Fürsprache des seligen Ladislaus Batthyány Strattman, der hier in der Basilika in Güssing bestattet ist, begleite uns Burgenländer hier in der alten Heimat und unsere Landsleute in der neuen Heimat Amerika sowie unsere Burgenländische Gemeinschaft in eine gute und gesegnete Zukunft! Amen.

Montag, 4. Juli 2016

Priesterweihe von Piotr Rychel OT in Gumpoldskirchen - 2. Juli 2016

Du, lieber Weihekandidat Piotr, hast vor dem Theologiestudium Kunstgeschichte studiert und danach erst Theologie. Du kennst Dich also nicht nur in der Philosophie und Theologie aus, sondern auch in der Kunstgeschichte – das ist eine gute Voraussetzung für den priesterlichen Dienst. In der Kunstgeschichte sind Bilder von großer Bedeutung, denn sie transportieren wichtige Botschaften. Bei dieser Predigt nehme ich mir daher gerade die Kunstgeschichte zur Hilfe, um am heutigen Marienfest 3 Bilder von Maria aus den Evangelien zu betrachten und sie für Deinen Dienst als Priester zu uns sprechen zu lassen.

Das erste Bild ist die Begegnung von Maria und Elisabeth. Im Zentrum des heutigen Festes steht der im eben gehörten Lukasevangelium Besuch Marias bei ihrer Verwandten Elisabeth. Deshalb wird dieses Fest auch Visitatio, Heimsuchung, Besuch und Begegnung genannt. Besuch und Begegnung ist für mich auch ein anderes Wort für Seelsorge. Wie Maria von zu Hause weggeht, ihre Verwandte Elisabeth besucht, mit Freude vom Hl. Geist erfüllt sie begrüßt und Gottes Heilshandeln in ihrem Leben besingt, so ist auch der Priester aufgerufen nicht nur sein Elternhaus und seine Heimat, sondern immer wieder auch sein Pfarrhaus und sein Ordenshaus zu verlassen, um das, was ihm von Gott in der Berufung geschenkt wurde sowie ausgestattet mit dem Wort und Sakrament nach seinen Talenten und Fähigkeiten zu den Menschen zu tragen, ihnen das Evangelium mit Freude zu bringen, Gottes Heilswirken im eigenen Leben, in Kirche und Welt zu besingen und für ihn heute glaubwürdig Zeugnis abzulegen. Dazu aber braucht es die Haltungen Marias – Freude, Dankbarkeit, Demut und Treue. Deshalb erinnert Papst Franziskus unermüdlich die Priester und Hirten von heute, sich nicht einzusperren und abzukapseln in ihrer eigenen Welt, nicht ständig um sich selbst zu kreisen und nur das zu tun, was einem gefällt, sich pastoral nicht nur auf die kleine Herde der Kirchenbesucher zu beschränken, sondern vielmehr den Mut zu haben jeden Tag neu aufzubrechen und hinauszugehen an die Ränder, zu den Suchenden, Fernstehenden, Enttäuschten und Verwundeten – sie zu besuchen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, ihnen zu begegnen, sie verständnisvoll zu begleiten und ihre Wunden zu heilen. Das ist eine schöne und erfüllende, aber zugleich auch eine herausfordernde Aufgabe. Lieber Piotr, sperr Dich nicht daheim ein, sondern geh als Priester und Ordensmann wie Maria zu den Menschen, begegne ihnen mit Freude, Demut und Dankbarkeit, auf Augenhöhe, bring ihnen das Evangelium und führe sie zum Heiland!

Das zweite Bild von Maria in den Evangelien ist die Hochzeit von Kana. Das Bild von der Hochzeit zu Kana ist in der christlichen Kunstgeschichte unzählige Male dargestellt. Es ist nicht auszudenken, wenn Maria in Kana nicht anwesend gewesen wäre. Es wäre wohl der Wein ausgegangen, der Hochzeitssaal wäre zu einem Saftladen verkommen. Der Wein ist es, der das Herz des Menschen erfreut – so ist Maria die Dienerin der Freude. Sie vermag mit ihren wachsamen Augen hinter der glänzenden Fassade einer Hochzeitsgesellschaft den Mangel zu entdecken. Sie ist zur Stelle, wo Mangel und Not sind und wird zum Anwalt Gottes vor den Menschen. Den Tischdienern sagt sie: "Was er euch sagt, das tut!" Sie wird aber auch zum Anwalt der Menschen vor Gott. Sie sagt ihrem Sohn: Sie haben keinen Wein mehr, bittet um Hilfe, legt Fürsprache ein. Ist das nicht auch die Aufgabe des Priesters, Ordensmannes und Seelsorgers? Diener der Freude zu sein, mit wachsamen Augen hinter die Lebensfassaden der Menschen zu schauen und ihre Nöte zu sehen, ihnen beizustehen, sie zu begleiten und zu heilen – einfach gesagt, dort nicht fehlen, wo man nötig ist! Lieber Piotr, geh deshalb als Priester und Ordensmann mit wachsamen Augen durch die Welt, schau hinter die Fassaden der Menschen, sieh nicht nur ihre Nöte, sondern geh zu ihren Tischen und hilf ihnen, auch auf die Gefahr hin, dass Du Dich dabei selber verletzt oder gar schmutzig machst! Mit Papst Franziskus sag ich Dir: Vergiss die Armen nicht! Maria im Hochzeitssaal von Kana und ein gutes Glas Wein aus Gumpoldski-rchen, aber auch aus dem Burgenland erinnern Dich immer daran!

Das dritte Bild von Maria in den Evangelien ist Maria im Abendmahlsaal. Nach der Himmelfahrt des Herrn zogen sich die Apostel zurück in ihre privaten Räume, in ihre Angst. Maria wurde zur Sammlerin der Zerstreuten, zur Symbola, die gegen den Diabolos antritt, um die Verängstigten und Zerstreuten um den einen Tisch im Abendmahlsaal unter dem einen Dach zu sammeln. Maria leitet in Jerusalem die erste Pfingstnovene, an deren Ende die Herabkunft des Heiligen Geistes steht, die zur Geburtsstunde der Kirche wird. Jeder Christ, so auch jeder Priester hat seinen einmaligen Platz in der konkreten Kirche. Jede und jeder ist aufgerufen eine Symbola und ein Symbolus zu werden, um die Menschen von der Peripherie in die Mitte zu führen. Als die Apostel mit Maria einmütig im Gebet versammelt waren, wurde ihnen der Geist geschenkt. Lieber Piotr, das Gebet, die Feier der Eucharistie und der Empfang der Sakramente, besonders des Sakramentes der Versöhnung, sollen Dir als Priester und Ordensmann Nahrung sein, damit Du zum Symbolus, zum Stifter von Einheit und Frieden sowie zum Brückenbauer wirst, der sich gegen den Diabolus stellt!

Der Priester von heute soll wie Maria in der Seelsorge zu den Menschen gehen, sie besuchen und ihnen in Freude begegnen, er soll ihre Nöte sehen, ihnen helfen, sie mit der Medizin der Kirche verarzten und sie zum Heil führen!

Lieber Piotr, ich kann Dir für Deinen priesterlichen Dienst nur die Worte aus den beiden Lesungen des heutigen Festtages als Wunsch und Auftrag mitgeben: Mit dem Propheten Zefanja sage ich Dir: Fürchte dich nicht! Der Herr, dein Gott, freut sich und jubelt über dich, er erneuert in der Priesterweihe seine Liebe zu dir! Und mit Paulus im Römerbrief rufe ich Dir zu: Sei fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet! Unsere Liebe Frau vom Deutschen Hause in Jerusalem begleite Deinen Dienst!

Drogi Piotrze, nich cie Bóg bwogoswowi, a Maryja zawsze ochrania!

Erbitten wir nun gemeinsam für unseren Weihekandidaten die Kraft von oben, den Heiligen Geist, von dem auch Maria erfüllt war als sie Elisabeth besuchte und das große Danklied-Magnificat gesungen hat! Amen.